Einführung Klimaschutzmanagement bei der Stadt Überlingen

Einführung Klimaschutzmanagement bei der Stadt Überlingen
Das Bild zeigt die Klimaschutzmanagerin Melissa Siegl. (Bild: Stadt Überlingen)
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Redaktion

Überlingen – Seit dem 01. Juni 2022 gehört Überlingen zu den Städten mit eigenem Klimaschutzmanagement. Damit möchte die Stadt den Klimaschutz in den Fokus rücken, um die Klimaziele vor Ort zu realisieren. Wo der Handlungsbedarf besonders hoch ist und mit welchen Maßnahmen dieser gezielt angegangen werden kann, soll nun in einem Klimaschutzkonzept aufgezeigt werden.

Die neue Klimaschutzmanagerin Melissa Siegl ist dabei kein neues Gesicht bei der Stadt Überlingen: Seit Oktober 2020 arbeitet sie bereits im Leuchtturmprojekt „Stadtquartier 2050“ – Förderinitiative Solares Bauen/Energieeffiziente Stadt, gefördert durch BMBF und BMWK – daran, das Quartier am Schättlisberg in seiner Energieversorgung klimaneutral zu gestalten.

Seit dem 01. Juni 2022 gilt ihr Einsatz nun über die Quartiersgrenzen hinaus für die gesamte Stadt. OB Jan Zeitler wünscht Melissa Siegl in ihrer neuen Rolle alles Gute und weiterhin viel Erfolg beim Erreichen der gesteckten Ziele. „Mit der neu geschaffenen Stelle unterstreicht die Stadt Überlingen die Bedeutung des Klimaschutzes für ein nachhaltiges und zukunftsorientiertes Denken und Handeln“ betont Zeitler.

„Ich freue mich auf die Aufgabe, Überlingen klimatechnisch voran zu bringen und damit zukunftsfähig zu gestalten“, so Siegl. Mit dem Studium „Nachhaltiges Regionalmanagement“ in Rottenburg am Neckar bringt sie vielseitige Perspektiven mit ein.

Hauptaufgabe ist zunächst die Erstellung eines integrierten Klimaschutzkonzeptes. „Integriert“ bedeutet in diesem Zusammenhang die Betrachtung der verschiedenen Handlungsfelder Planen, Bauen, Sanieren; Erneuerbare Energien; Wirtschaft; Stadtverwaltung, Kommunalpolitik und Mobilität.

Bei der Konzepterstellung gilt es als erstes, den aktuellen Stand zu erfassen und eine Energie- und Treibhausgasbilanz aufzustellen. Darauf aufbauend werden eine Potenzialanalyse sowie Szenarien erarbeitet sowie schließlich ein entsprechender Maßnahmenkatalog erstellt. Mithilfe der Festlegung eines Controlling Konzeptes ist es möglich, die Zielerreichung zu prüfen.

Die Stelle ist vorerst auf zwei Jahre befristet und wird zu 75 Prozent durch das Ministerium für Wirtschaft und Klimaschutz über die Nationale Klimaschutzinitiative gefördert und vom Projektträger Zukunft-Umwelt-Gesellschaft (ZUG) gGmbH abgewickelt (FKZ: 67K16402). Ziel des Konzeptes ist es, das Klimaschutzmanagement darüber hinaus langfristig in der Kommune zu verankern.

Da Klimaschutz alle betrifft, sind Mitwirkung und Beteiligung entscheidend. Das bezieht verschiedene Akteure z.B. aus der Verwaltung, Unternehmen, Wohnungseigentümer*innen, Autofahrer*innen sowie die Bürger*innen mit ein. Menschen sind in unterschiedlichen Rollen gefragt, klimabewusst zu handeln. Hierfür gilt es, Anreize und Möglichkeiten zu schaffen und entsprechend zu kommunizieren. Die Stadt hat dabei eine Vorbildfunktion.

Erste Klimaschutzmaßnahmen sollen bereits begleitend zur Konzepterstellung umgesetzt werden. Eine Beispielaktion für aktiven Klimaschutz, an der sich jeder beteiligen kann, ist das STADTRADELN, das in Überlingen vom 18. Juni bis 08. Juli 2022 stattfindet. Hier können sowohl bei Alltagswegen als auch bei Freizeittouren fleißig Kilometer erradelt werden. Motivierend ist u.a. der Vergleich innerhalb und zwischen den Teams. Weitere Infos hierzu unter: http://www.stadtradeln.de/registrieren

(Pressemitteilung: Stadt Überlingen)