Eine ordentliche 1. Halbzeit reicht nicht für Zählbares

Eine ordentliche 1. Halbzeit reicht nicht für Zählbares
Ein Ball der Marke Select Ultimate liegt im Tor / Symbolbild (Bild: picture alliance / foto2press | Oliver Zimmermann)

Herbrechtingen (tmy) – Mit einer deutlichen 20:33-Niederlage haben sich die Landesliga-Handballerinnen der TSG Ailingen auf den Heimweg zurück an den Bodensee gemacht. Dabei hatten die Gäste bei der SG Herbrechtingen-Bolheim phasenweise gut mitgehalten und lagen nach dem ersten Durchgang sogar noch mit 13:11 vorne.

Doch zu einem erfolgreichen Handballspiel gehören nun einmal – im besten Fall – 60 starke Minuten und genau darin lag das Problem der Mannschaft von Coach Lars Rossi, die in der zweiten Halbzeit quasi eingebrochen war. Nachdem die SG bereits in den ersten zwei Minuten des zweiten Durchgangs ausgeglichen hatte, zog sie mit zunehmender Spieldauer auf und davon – 26:16 (50.).

Dies war dem Umstand geschuldet, dass im Ailinger Spiel – vor allem im Defensivverbund – einiges nicht mehr ganz so gut klappte, wie noch vor der Pause, als insbesondere auch Nicole Kramer im TSG-Tor über sich hinauswuchs und zahlreiche Würfe entschärfte. Außerdem entwickelte man in den zweiten 30 Minuten mitunter viel zu wenig Durchschlagskraft.

Auf der Gegenseite kam Herbrechtingen-Bolheim zu leichten Treffern, die den Ailinger Rückstand konstant anwachsen ließen. Am Ende unterlag das TSG-Damenteam mit 20:33, freut sich aber dennoch auf das Heimspiel am Samstag, 9. Oktober, ab 20 Uhr, gegen die FSG Giengen-Brenz (Sporthalle Ailingen).

„Für mich ist dieser Einbruch nach einer richtig guten 1. Halbzeit reine Kopfsache. Sobald wir uns den Ausgleich einfangen und dann sogar in Rückstand geraten, geben wir quasi auf. Ich möchte mit meiner Mannschaft daran arbeiten“, erklärte Lars Rossi. „Man kann ein Handballspiel auch dann noch gewinnen, wenn man mal hinten liegt.“

Denn die Trainingseindrücke und die Stimmung im Team seien durchweg positiv. Man müsse sich einfach mal belohnen und ein Erfolgserlebnis feiern, so der TSG-Trainer. „Vielleicht brauchen wir nach zwei Auswärtsspielen einfach mal die eigenen Fans im Rücken“, erklärt Rossi. „Denn als die Partie kippte, war das SG-Publikum voll da, was uns nicht geholfen hat.“

Den kompletten Spielfilm mit Aufstellungen und Torschützinnen kann man hier https://bit.ly/3AbtHDi nachlesen.