Ein Toter bei Schießerei in Hannover

Ein Toter bei Schießerei in Hannover
Nach den tödlichen Schüssen auf einen 30-jährigen Autofahrer in Hannover läuft die Fahndung nach einem Tatverdächtigen. (Fernando Martinez/dpa)
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Redaktion

Hannover (dpa) – Nach den tödlichen Schüssen aus einem fahrenden Auto auf einen 30-Jährigen in der Innenstadt Hannovers läuft die Fahndung nach einem Verdächtigen.

Sie gehe davon aus, dass es sich dabei um einen Insassen des Wagens handele, der Zeugenangaben zufolge nach den Schüssen zu Fuß flüchtete, sagte die Sprecherin der Staatsanwaltschaft Hannover, Kathrin Söfker, am Freitag. Sie gehe auch davon aus, dass dieser der Schütze sei.

Am Vorabend hatten Spezialkräfte eine Wohnung in Langenhagen bei Hannover gestürmt, dies stehe mit der Fahndung nach dem Verdächtigen in Zusammenhang. Bislang gebe es aber keinen Fahndungserfolg.

In der Innenstadt von Hannover hatte es am Donnerstagnachmittag eine Auseinandersetzung zwischen den Insassen zweier Autos gegeben, dabei kam der 30-Jährige ums Leben. Die Hintergründe seien weiter unklar, sagte die Staatsanwältin. Es habe viele Zeugen gegeben, die befragt werden könnten.

Denn die Tat ereignete sich auf einer vielbefahrenen Kreuzung, dort wurde aus einem Wagen heraus mindestens ein Schuss abgegeben, wie die Polizei mitteilte. Der Fahrer des anderen Autos habe beschleunigt, die Kreuzung überquert und den Mast eines Verkehrsschildes gerammt. Wenig später brach der 30 Jahre alte Insasse des Wagens zusammen – und starb trotz der Wiederbelebungsversuche. Die genaue Todesursache war zunächst noch unklar, eine Obduktion wurde veranlasst. Söfker erklärte, der 30-Jährige dürfte an einer Schussverletzung gestorben sein.

Nach Berichten der «Bild»-Zeitung und der «Hannoverschen Allgemeinen Zeitung» hatte der 30-Jährige mit seinem Wagen an einer roten Ampel gehalten – vor ihm der Wagen der Kontrahenten. Der Beifahrer des Opfers soll dann ausgestiegen sein und die Frontscheibe des anderen Autos zertrümmert haben. Die Staatsanwältin sagte, offensichtlich habe es vor den Schüssen Streit gegeben, dabei sei der Wagen beschädigt worden.

Das 30 Jahre alte Opfer war den Berichten zufolge vor vier Jahren wegen Totschlags schon einmal ins Visier der Polizei geraten – er hatte einen 25 Jahre alten Mazedonier erschossen. Nach Angaben der Staatsanwältin wurde das Verfahren aber eingestellt, weil die Ermittler von Notwehr ausgingen. Wegen illegalen Waffenbesitzes wurde allerdings weiter gegen ihn ermittelt.