Ein Kraftort für die Seele

Ein Kraftort für die Seele
Der Entwurf für den geplanten SinnRaum stammt von Sina Graner aus Oberreute. (Bild: Kappele Verein Oberreute)
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Redaktion

In Oberreute, dem höchstgelegenen Ort im Landkreis Lindau, entsteht ein SinnRaum, ein ganz besonderes Objekt für jegliche Glaubensrichtung.

Auf einem Drumlin, einem vom Eiszeitgletscher geformten Hügel mit einem 360-Grad-Rundumblick und einer modernen Architektur, soll ein sogenannter SinnRaum mit bedeutender Fernwirkung als Einmaligkeit im Landkreis Lindau und der Region Allgäu erstellt werden.

Ziel des generationsübergreifenden Projektes (von Bürgern für Bürger) ist die spürbare Weltoffenheit und die komplette Konfessionsfreiheit, was aber nicht bedeutet, dass dort keine Religion Platz findet.

In dem Raum, der Platz für etwa 15 Personen bietet, kann beispielsweise eine Tauffeier stattfinden. Der neue Raum der Stille kann aber auch für Atempausen vom Alltag, für die eigene Sinnsuche oder auch als meditativer Raum in Verbindung mit Natur und Mensch genutzt werden.  Alles Schwere soll dort für Jung und Alt, für gesunde wie auch behinderte Menschen, an Bedeutung verlieren. Es wird ein Kraftort für die Seele – auch die Wiedergewinnung der Achtsamkeit in unserer schnelllebigen Gesellschaft soll dort erfahren werden. Der Zuweg und der Projektstandort (890 m ü. M.) sollen nicht nur die Naturschönheit und den geologischen Hintergrund des Naturdenkmals vermitteln, sondern auch die Erhaltung des Ökosystems als wichtigste Maßnahme der Menschheit herausstellen.

Das Projekt (geplanter Baubeginn Frühjahr 2023), insbesondere die Bauweise, wird auf eine 100-jährige Beständigkeit ausgelegt (Weißtanne, Glas, Nagelfluhgestein, Eisen) und steht damit für eine Dauerhaftigkeit, von der sowohl Bürger und Gäste der Gemeinde Oberreute als auch die gesamte Region Allgäu profitiert. Für die Umsetzung, die Gewinnung von Spendern und Sponsoren, den Frondiensteinsatz und zur künftigen Unterhaltung wurde der Verein „Kappele Verein Oberreute e.V.“ (dialektisch) gegründet.

Eine zeitgerechte Architektur mit Bedeutung soll den SinnRaum kennzeichnen, lautete die Vorgabe des Vereins. Die Oberreutener Planer und Architekten Sina Graner und Klaus Rädler stehen für das ganz besondere Projekt mit enormer Fernwirkung. Die Geometrie ist nahezu in allen Kulturen als heilige und spirituelle Zeichen bekannt.

Ohne Unterstützung geht‘s aber auch hier nicht. Für die Maßnahme konnte zwar eine EU-LEADER-Förderung mit gemeindlicher Trägerschaft erreicht werden, doch steigen die angenommenen Baukosten in Höhe von rund 150 000 Euro raketenartig an. Neben jeder Menge Frondienste braucht der Verein auch viele fördernde Mitglieder, Spender und Sponsoren.

Projektverantwortung: Friedhold Schneider, E-Mail: sinnraum-oberreute@t-online.de

Weitere Infos unter: www.oberreute.de/sinnraum

(Pressemitteilung: Kappele Verein Oberreute e.V.)