Ein Jahr nach der Hochwasserkatastrophe: BRK zieht Bilanz

Ein Jahr nach der Hochwasserkatastrophe: BRK zieht Bilanz
Die Hochwasser-Ereignisse waren ein schmerzliches Warnsignal. (Bild: BRK)
WOCHENBLATT
Redaktion

Am 14. bzw. 15. Juli jährt sich die Hochwasserkatastrophe, die im vergangenen Jahr Teile der Bundesländer Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen zerstörte. Viele Menschen verloren ihr Hab und Gut und 180 Personen kam sogar ums Leben. Das Bayerische Rote Kreuz (BRK) war mit 1.800 Einsatzkräften vertreten.

Helfer haben Unglaubliches geleistet

Als Teil des Deutschen Roten Kreuzes leistete das Bayerische Rote Kreuz unmittelbar Soforthilfe und trägt bis heute durch verschiedene Projekte zum Wiederaufbau und zur infrastrukturellen Stabilisierung der Region bei. „Unsere Rotkreuzler aus Ehren- und Hauptamt haben Unglaubliches geleistet und den Betroffenen vor Ort durch ihre Arbeit einen Lichtblick in dieser schweren Zeit gegeben. Auch heute sind wir noch tatkräftig vor Ort und bleiben, solange man uns braucht“, so BRK-Präsidentin Angelika Schorer.

Täglich 10.000 warme Mahlzeiten

Zu Spitzenzeiten waren in der Region bis zu 3.500 Helfer aus dem gesamten Bundesgebiet im Einsatz. Das Bayerische Rote Kreuz leistete insgesamt 130.000 Einsatzstunden. Neben der Soforthilfe sowie der Umsetzung eines Betreuungs- und Wiederaufbauprogramms, unterstützte das BRK unter anderem in der Sicherstellung der Verpflegung von Helfern und Anwohnern vor Ort. Auch die Errichtung des „Verpflegungszentrum 10.000“, das täglich 10.000 warme Mahlzeiten sowie 10.000 Lunchpakete an Betroffene ausgab, wurde mit Hilfe des Bayerischen Roten Kreuzes ermöglicht.

Gesundheits- und Umweltschutz vor Ort

Zudem wurde der örtliche Rettungsdienst durch Ehrenamtliche aufrechterhalten und es wurden mehrere Kläranlagen in der betroffenen Region in Zusammenwirken von DRK und BRK in Betrieb genommen, die bis heute aktiv sind und den Gesundheits- und Umweltschutz vor Ort gewährleisten.

Katastrophenschutz muss weiter gestärkt werden

„Die Hochwasser-Ereignisse waren ein schmerzliches Warnsignal. Es ist daher wichtig, den Katastrophenschutz in Bayern weiter zu stärken, um auf künftige Großschadenslagen und neuartige Gefahrenlagen besser vorbereitet zu sein. Wichtig sind dabei die ehrenamtlichen Helfer, ohne die eine Katastrophe dieser Art nicht zu bewältigen gewesen wäre.“

Ehrenamt muss attraktiver gestaltet werden

„Der Zugang zum Ehrenamt im Katastrophenschutz muss künftig attraktiver und einfacher gestaltet werden. Dabei kommt der Vereinbarkeit von Ehrenamt und Beruf gerade in der heutigen Zeit eine besondere Bedeutung zu“, so BRK-Präsidentin Angelika Schorer.