Ein gutes 2. Viertel ist unter dem Strich zu wenig

Ein gutes 2. Viertel ist unter dem Strich zu wenig
Die wiha Panthers haben die geplante Wiedergutmachung verpasst. (Bild: picture alliance / Eibner-Pressefoto | Eibner-Pressefoto)
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Redaktion

Trier – Die wiha Panthers haben auch im zweiten Spiel der Woche eine Niederlage kassiert. Bei den Römerstrom Gladiators Trier verschliefen die Schwenninger den Start in die Partie und verloren trotz zwischenzeitlicher Aufholjagd am Ende deutlich mit 77:91.

Nach zuvor drei Siegen in Folge beenden die wiha Panthers die Englische Woche in der BARMER 2. Basketball-Bundesliga ProA mit zwei Niederlagen. Ähnlich wie beim Mittwochsspiel gegen die Artland Dragons (55:99) gerieten die Doppelstädter früh in Rückstand und zeigten deutliche Defizite beim Rebounding.

Vor 1398 Zuschauern in der Arena Trier mussten die Schwenninger ihre vierte Niederlage im neunten Ligaspiel hinnehmen. Es sollte – laut Vereinsmitteilung – die große Wiedergutmachung nach der Heimpleite gegen Quakenbrück werden, doch beim Auswärtsspiel in Trier konnten die wiha Panthers nur im 2. Viertel eine gute Leistung zeigen.

Dabei hätten sich die ersten zehn Minuten für die Schwenninger Mannschaft – so die wiha Panthers weiter – wie ein Déjà-vu-Erlebnis angefühlt. Ähnlich wie am Mittwoch gegen die Artland Dragons, traf das Team von Alen Velcic auch am Samstag auf einen Gegner, der sich schon früh in einen Offensivrausch spielte.

Die Römerstrom Gladiators Trier trafen acht ihrer ersten neun Würfe – davon vier von vier Dreipunktewürfe. Nach noch nicht einmal viereinhalb Minuten Spielzeit waren bereits 20 Zähler auf ihrem Konto. Bis zum Ende des 1. Viertels erzielten die Moselstädter 32 Punkte und konnten sich so bereits früh einen Vorsprung von 19 Zählern erspielen (32:13).

Nachdem Triers Spielmacher Garai Zeeb zum Auftakt des 2. Viertels einen Distanzwurf von Höhe der Mittellinie versenkt und für die höchste Führung im Spiel gesorgt hatte (35:13), änderte sich der Rhythmus des Spiels. In der Verteidigung agierten die Schwenninger plötzlich viel aggressiver und wachsamer.

Dies resultierte in etlichen Ballverlusten der Gladiators und einer Phase von dreieinhalb Minuten, in der die Gastgeber punktelos blieben. Gleichzeitig lief es nun auch in der Offensive der Panthers besser. Angeführt von Raiquan Clark und Justin Pierce hätten die Schwenninger einen beeindruckenden 15:0-Lauf hingelegt.

Nach einem Dreipunktewurf von Pierce betrug der Rückstand sogar nur noch zwei Zähler. Beim Stand von 48:42 ging es für beide Teams in die Halbzeit. Nach dem Seitenwechsel hatten sich die Gladiators wieder gefangen und legten ähnlich treffsicher wie zu Beginn der Partie los.

Begünstigt von vier Schwenninger Ballverlusten in den ersten zweieinhalb Minuten erzielten die Trierer die ersten neun Zähler der 2. Halbzeit und zogen wieder davon (57:42). Neben den vielen Ballverlusten taten sich die Schwarzwälder gegen die Rebound-stärkste Mannschaft der ProA unter den Körben sehr schwer.

Immer wieder hätten sich die Gladiators durch gutes Stellungsspiel und Durchsetzungskraft zweite und dritte Wurfchancen erarbeitet. Die Schwenninger erzielten lediglich zwei Feldkörbe im gesamten 3. Viertel und gerieten weiter in Rückstand (54:71).

Auch im Schlussviertel beherrschten die Gladiators die Bretter und fanden auf jeden Versuch einer Schwenninger Aufholjagd die richtigen Antworten. Am Ende holten sich die Moselstädter den verdienten sechsten Saisonsieg, bei dem statistisch vor allem das Reboundverhältnis den Unterschied ausgemacht hat.

Während die Trierer sich insgesamt 50 Abpraller sichern konnten (davon 25 unter dem Korb der Panthers), griffen sich die Doppelstädter lediglich 21 Rebounds. Am kommenden Samstag haben die wiha Panthers wieder ein Heimspiel.

Mit Medipolis SC Jena gastiert am 20. November der aktuelle Tabellenführer der BARMER 2. Basketball-Bundesliga ProA in der Schwenninger Deutenberghalle. Tip-Off ist um 19 Uhr.

Statistik:

Römerstrom Gladiators Trier – wiha Panthers Schwenningen 91:77 (32:13, 16:29, 23:12, 20:23)

Für die wiha Panthers spielten: Raiquan Clark (23 Punkte), Justin Pierce (19), Till Isemann (11), Malik Kudic (8), David Cohn (6), Grant Sitton (6), Chris Frazier (2), Lennard Larysz (2), Adrian Bergmann, Leon Hoppe und Kelvin Okundaye.