Ehrenamt ist Ehrensache! Das Ehrenamt in der Corona-Pandemie ist wichtiger denn je

Ehrenamt ist Ehrensache! Das Ehrenamt in der Corona-Pandemie ist wichtiger denn je
Auf die ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer vom Roten Kreuz können wir uns verlassen, das hat auch die Coronakrise gezeigt. (Bild: DRK)
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Redaktion

Ravensburg – Etwa 600.000 ehrenamtliche Helferinnen und Helfer engagieren sich in Deutschland bei privaten Hilfsorganisationen wie z.B. beim Deutschen Roten Kreuz.

Im DRK Kreisverband Ravensburg e.V. gibt es 8 Ortsvereine, darunter sind 12 Bereitschaften. Insgesamt sind 1.660 Ehrenamtliche beim Deutschen Roten Kreuz Kreisverband Ravensburg e.V., davon rund 1.476 Erwachsene in den Bereitschaften und Fachdiensten wie Helfer vor Ort, die für Hilfs- und Sanitätsdienste und dem Katastrophenfall bereitstehen. Zusätzlich sind 180 junge Menschen ehrenamtlich in der Jugendorganisation im Jugendrotkreuz und vier Personen in einem Freiwilligendienst (Freiwilliges Soziales Jahr oder Bundesfreiwilligendienst) beim DRK-Kreisverband Ravensburg e.V. tätig.

„Seit über einem Jahr leben wir mit dem Corona Virus. Unser Ehrenamt ist eine wichtige Stütze der Pandemiebekämpfung. Es ist wirklich ein unheimliches Engagement und eine große Flexibilität sichtbar und spürbar. Ich bin unheimlich stolz auf jeden Einzelnen“, so Dieter Meschenmoser, Präsident des DRK-Kreisverband Ravensburg e.V.. „Die Corona-Pandemie hat einmal mehr deutlich gemacht, wie unentbehrlich unser Ehrenamt ist. Ohne die Unterstützung der vielen ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer stünde unsere Gesellschaft in der Krise wesentlich schlechter da“.

Wie wertvoll für die Gesellschaft ehrenamtliches Engagement ist, zeigt sich während der Corona-Pandemie

Ältere Menschen und gefährdete Gruppen mussten geschützt werden. Von Beginn an sind die ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer des DRK-Kreisverband Ravensburg e.V. zur Stelle und bieten Nachbarschaftshilfen an oder halfen in Altenhilfeeinrichtungen in der Region, wo Fachpersonal coronabedingt ausgefallen war.

Einkäufe, Besorgungen oder Unterstützung bei der Lebensmittelverteilung in der Ravensburger Not-Tafel erleichterten das Leben in der Pandemie. Insgesamt boten vier Ortsvereine die DRK-Nachbarschaftshilfe an.

Schnell wurden zentrale Corona-Teststellen im Landkreis Ravensburg errichtet. Inzwischen gibt es über 10 Stück an der Zahl. Auch hier ist Manpower gefragt. Die Kassenärztliche Vereinigung kümmert sich um die medizinische Versorgung, das DRK unterstützt mit eigenen Helferinnen und Helfern. Insgesamt sind waren seit Januar 2021 ca. 300 Ehrenamtliche bei den Corona-Teststellen im Einsatz.

Auch das Kreisimpfzentrum des Landkreises Ravensburg wurde mit aufgebaut und mit mobilen Impfteams  die stationäre Pflegeeinrichtungen im Landkreis Ravensburg angesteuert, um die vulnerablen Gruppen zu schützen.. Auch hier sind ehrenamtliche Helferinnen und Helfer involviert, 47 Ehrenamtliche sind zuständig für die Dokumentation, das Impfen oder als Fahrer mit Fahrzeugen des DRK-Katastrophenschutzes.

Bei der Arbeit im errichteten Kreisimpfzentrum in der Oberschwabenhalle in Ravensburg ist das Ehrenamt des DRK-Kreisverbandes Ravensburg e.V. nicht mehr wegzudenken. Hand in Hand wird mit anderen Hilfsorganisationen, Ärzten und mit der Landkreisverwaltung zusammengearbeitet. Auch Rollstühle für gehbehinderte Menschen im Impfzentrum wurden vom DRK zur Verfügung gestellt.

„Die Pandemie hat das Leben von uns allen verändert und uns vor neuen Herausforderungen gestellt. Die ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer in allen Kommunen im Landkreis Ravensburg haben sich schnell den neuen Herausforderungen gestellt und unterstützen die Ortsverwaltungen nach Kräften,“ dankt Cornelia Barth, Kreisbereitschaftsleiterin beim Roten Kreuz ihren Kameradinnen und Kameraden.

„Auf das DRK ist Verlass – auch und gerade in schweren Zeiten“

Insgesamt sind auch noch im Juli über 150 ehrenamtliche Helferinnen und Helfer im Einsatz gegen die Pandemiebekämpfung. Wie es in den kommenden Wochen weitergeht weiß niemand – aber eins ist sicher, das DRK mit seinen unzähligen ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern ist für die Bevölkerung da.

„Ich danke unseren ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern an dieser Stelle von ganzem Herzen. Sie sind die starken Säulen, auf dem unser Gebäude der Mitmenschlichkeit und der Nächstenliebe steht. Unsere Gesellschaft hat diesen Menschen viel zu verdanken,“ so Dieter Meschenmoser.

„Corona hat unseren Alltag verändert“

Die Corona-Pandemie hat auch das DRK-Arbeiten grundsätzlich verändert. Alles ist mobiler geworden, Videokonferenzen haben zugenommen und die Wichtigkeit als Team zusammenzuhalten ist präsenter denn je. Dienstabende und Gruppenstunden finden online vor dem Computer statt. Viele Sanitätsdienste, Übungen und Lehrgänge wurden Corona bedingt abgesagt. Der Eigenschutz steht an oberster Stelle. Neue Sicherheitskonzepte mussten erarbeitet werden, wie zum Beispiel für

die Helfer vor Ort Gruppen beim DRK. Schon beim eingehen des Notruf fragt die Integrierte Leitstelle Bodensee-Oberschwaben Krankheitsbilder ab, um vorab Schutzmaßnahmen ergreifen zu können.

Insgesamt 34 Helfer vor Ort Gruppen unterstützen Personen in Not sowie den Rettungsdienst im Landkreis.

Auch bei der Blutspende hat sich einiges geändert. Mehr Platz wird benötigt, um Abstände einhalten zu können und Termine müssen vorab online reserviert wer- den. Das medizinische Fachpersonal vor Ort überprüft routinemäßig den Gesundheitszustand der Spenderinnen und Spender. Dies schließt unter anderem das Messen der Körpertemperatur und eine infektionsbezogene Befragung ein. Natürlich steht der Eigenschutz auch hier an oberster Stelle.

Ehrenamt – was ist das eigentlich?

Ein Ehrenamt ist eine Aufgabe, die von einem Menschen ausgeübt wird, ohne dabei Geld zu verdienen. Lediglich der Ortsverein kann z.B. durch Sanitätsdienste Einnahmen bekommen, allerdings fallen durch die Pandemie auch diese wichtigen Einnahmen gerade weg. Das Ehrenamt kann ein zeitlich begrenztes, oder aber auch ein langfristiges Engagement sein, bei manchen Menschen ist es sogar so etwas wie eine Lebensaufgabe. Viele Talente und eine Idee: Menschen in Not helfen. Darum geht es beim Deutschen Roten Kreuz.

Ehrenamtliche beim DRK gehören einer weltweiten humanitären Bewegung an, die seit über 150 Jahren Menschen in Not hilft. Bei allem, was sie macht, unterscheidet sie nicht nach Freund oder Feind. Sie fragt auch nicht, woher jemand kommt oder an was er glaubt. Was allein zählt, ist die Menschlichkeit. Diese Überzeugung tragen alle Freiwilligen der 190 Rotkreuz- und Rothalbmondgesellschaften. Das sind weltweit mehr als 13 Millionen Menschen, allein in Deutschland über 400.000.

(Pressemitteilung: Deutsches Rotes Kreuz Kreisverband Ravensburg e.V.)