Ehingen kann den guten Start nicht in Zählbares ummünzen

Ehingen kann den guten Start nicht in Zählbares ummünzen
Ein fulminanter Beginn ist zu wenig für die Ehinger Basketballer (schwarze Teikots) gewesen. (Bild: Peter Breymaier)
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Redaktion

Heidelberg – Im vorletzten Saisonspiel hat das Team Ehingen Urspring in der 2. Basketball-Bundesliga ProA bei den MLP Academics Heidelberg mit 82:97 verloren. Trotz eines – laut Vereinsmitteilung – überragenden ersten Viertels war es die hohe Qualität und enorme Tiefe der Gastgeber, die am Ende den Sieg sicherte.

In der ersten Minute beim Stand von 4:1 für die Mannschaft von Trainer Domenik Reinboth sah alles – so die Ehinger weiter – noch normal aus. Doch dann war es Matthias Groh, der mit vier Punkten einen Lauf initiierte. Dem ließ Kameron Hankerson einen Treffer aus der Distanz folgen und Christian Oshita legte aus gleicher Entfernung zweifach nach, ehe erneut Hankerson den „Dreier“ versenkte.

25:9 führte die Ehinger Mannschaft damit nach knapp sieben Minuten. Der nagelneue SNP-Dome hatte einen solch deutlichen Vorsprung wohl noch nie auf seiner Anzeigetafel gehabt. Das dieser dann für den klaren Außenseiter und nicht den Tabellenzweiten war, war noch umso überraschender. Doch damit nicht genug. Jack Pagenkopf und erneut Oshita waren jetzt so richtig aufgedreht und trafen von außen.

Daniel Helterhoff stellte dann gar auf 33:9 (!). Ein 13:0-Lauf der Heidelberger in den letzten zwei Minuten verkürzten den Abstand etwas, dennoch waren es die wohl acht besten und treffsichersten Minuten seit langer Zeit für Ehingen. Helterhoff versenkte noch einen Dreier zu Beginn des 2. Viertels. Doch nur vier Minuten später – Shy Ely und Jordan Geist zeigten ihre Scoring-Qualitäten – war der Vorsprung auf zwei Punkte zusammengeschmolzen (38:36).

Ein 6:0-Lauf vergrößerte den Abstand dann wieder etwas. In den letzten Sekunden vor der Halbzeit hatten die Academics die Partie dann gedreht und waren erstmals in Führung gegangen. Zu diesem Zeitpunkt hatte Nachwuchsspieler Jonathan Diederich schon seine ersten ProA-Minuten auf dem Parkett gestanden. Erneut ein Dreier von Oshita und es ging mit einer knappen 47:46-Führung in die Pause.

Im dritten Viertel blieb es eine ausgeglichene Angelegenheit und ein intensives Spiel, in dem gleich acht Mal die Führung wechselte. Trotz kleiner Rotation blieb man einem der Aufstiegsanwärter immer auf den Fersen und ließ nicht locker. So markierten mit Kevin Strangmeyer und Daniel Helterhoff zwei junge Spieler die letzten zehn Punkte im Viertel.

Zuvor hatten Hankerson und Oshita wieder mit einigen Treffern aus der Distanz und Akim-Jamal Jonah per Dunk für die Highlights gesorgt. Weil erst nach fünf Minuten im Schlussviertel das Team von Domenik Reinboth erstmals punktete, zogen die Heidelberger bis dahin auf 80:73 davon.

Obwohl sich die Mannschaft gegen die Niederlage und die starke Aufholjagd der Gastgeber stemmte, spielten diese ihre enorme Qualität aus. Den Sieg machten sie aber erst in den letzten zwei Minuten perfekt, denn bis dahin betrug der Rückstand lediglich sieben Punkte. Am Samstag, 10. April, steht dann schon das letzte Spiel der Saison an, wenn ab 19.30 Uhr die Römerstrom Gladiators Trier in der Ehinger JVG-Halle zu Gast sind.