Durchschnittspreis beim Holzverkauf steigt im Vergleich zum Vorjahr um 68 Prozent

Durchschnittspreis beim Holzverkauf steigt im Vergleich zum Vorjahr um 68 Prozent
Das Kreisforstamt auf dem Submissionsplatz. (Bild: Landratsamt Biberach)
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Redaktion

Biberach – Im März fand im Kreisforstamt Biberach die Eröffnung der Käuferangebote zur Wertholzsubmission Bodensee-Oberschwaben statt. Bei der Submission werden die wertvollsten Hölzer aus den Wäldern der Landkreise Ravensburg, Biberach und Bodenseekreis sowie aus Vorarlberg an die Meistbietenden verkauft.

Angeboten waren gut 1.000 Festmeter Laub- und Nadelwertholz aus Kommunal- und Privatwald. Das Holz wurde für 523.000 Euro verkauft. Dabei spiegelt das Angebot von 20 verschiedenen Baumarten die hohe Vielfalt der heimischen Forstwirtschaft wieder. Das Holz wurde im Durchschnitt zu einem Preis von 504 Euro je Festmeter verkauft.

An den Preisen zeigte sich, dass Eichenholz nach wie vor sehr beliebt ist. Mit durchschnittlich 750 Euro je Festmeter war Eiche die Baumart mit den höchsten Preisen. Mit 470 Festmetern war fast die Hälfte des angebotenen Holzes Eiche.Auch die sogenannte „Braut“ der Submission, also der teuerste Stamm, war eine Eiche. Sie wurde für 10.140 Euro oder 2.289 Euro/Festmeter verkauft und kam aus dem Landkreis Biberach.

Die ebenfalls dunkle Holzart Walnuss war auch hoch beboten. Hier konnte ein Durchschnittspreis von 680 Euro je Festmeter erzielt werden.

Das höchste Gebot pro Festmeter wurde mit 3.621 Euro/Festmeter auf einen Riegelbergahorn aus Vorarlberg abgegeben. Riegelahorne weisen eine seltene Holzstruktur auf, die optisch sehr schön und bei Musikinstrumentenbauern sehr gefragt ist. Auch Nadelwertholz kam zum Verkauf. 40 Festmeter Lärche wurden zu durchschnittlich 394 Euro/Festmeter verkauft. Der Preis für Douglasienholz lag mit durchschnittlich 305 Euro/Festmeter deutlich unter dem Preis des Lärchenholzes.

Gegenüber der Submission 2021 wurden sowohl die angebotene Holzmenge als auch die erzielten Preise gesteigert. Die Holzmenge hat sich verdoppelt. Der Durchschnittspreis stieg um 68 Prozent. Die Wertsteigerung verdeutlicht, dass Holz nach wie vor ein sehr gefragter Rohstoff ist.

Durch die Zusammenführung der seltenen Holzarten und -qualitäten entsteht ein Angebot, das auch für weiter entfernte Käufer attraktiv ist. 34 Interessenten haben auf das Holz geboten. Sie kamen aus ganz Deutschland, Frankreich und der Schweiz.

(Pressemitteilung: Landratsamt Biberach)