Dornier Wal Flugboote in der Antarktis

Dornier Wal Flugboote in der Antarktis
Der Wal N25 im Dornier Museum. (Bild: Dornier Museum)
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Redaktion

Vortragsabend mit Prof. Dr. Cornelia Lüdecke anlässlich des Jubiläums „100 Jahre Dornier Wal“

Friedrichshafen – Das Dornier Museum Friedrichshafen lädt am Donnerstag, 28. April 2022 zu einem öffentlichen Vortragsabend mit der Meteorologin und Historikerin Prof. Dr. Cornelia Lüdecke ein. Der Vortrag mit dem Titel „Dornier Wal Flugboote in der Antarktis“ bildet den Auftakt der Vortragsreihe anlässlich des Jubiläums „100 Jahre Dornier Wal“.

Vor 100 Jahren startete der Wal zu seinem Erstflug – ein Erfolg, der Claude Dornier zu weltweiter Anerkennung verhalf und ihn zu einem der einflussreichsten Luftfahrtpioniere des 20. Jahrhunderts machte. Der Dornier Wal wurde in einer Zeit gebaut, in der die Vernetzung der Welt, die Verkürzung von Zeit, die Erforschung von Unbekanntem und die Überwindung bestehender Grenzen in eine neue Dimension gehoben wird.

Die insgesamt über 300 gebauten Dornier Wal-Flugboote übernahmen daher vielfältige Aufgaben: Im Postverkehr, in der neu entstehenden Passagierluftfahrt, für militärische Zwecke aber auch für Forschungs- und Expeditionsflüge wurde das robuste Flugboot Wal in den 1920er und 1930er Jahren eingesetzt.

Über die „Deutsche Antarktische Expedition“ im Jahr 1938/39 mit zwei Dornier Wal Flugbooten berichtet Cornelia Lüdecke in einem Vortrag am Donnerstag, 28. April ab 18:30 Uhr im Dornier Museum. Ziel dieser Expedition, über die Cornelia Lüdecke referiert, war es, mittels zweier Dornier Wal Flugboote Vermessungsflüge in der Antarktis durchzuführen. Die dabei aufgenommenen Fotos waren Grundlage für eine Landkarte, mit der Besitzansprüche angemeldet werden sollten, um künftig den deutschen Walfang zu schützen.

Doch als im Dezember 1938 die „Deutsche Antarktische Expedition“ mit den beiden Dornier Wal-Flugbooten „Boreas“ und „Passat“ auf dem Katapultschiff „Schwabenland“ nach Süden aufbrach, ahnte niemand, dass im Inland der Antarktis ein großes, eisfreies Gebirge entdeckt wird, das sich durch „Neuschwabenland“, wie die überflogene Region durch die Expeditionsleitung getauft wurde, zieht. Die Vorbereitung, Durchführung und Auswertung der Expedition wird anhand von Archivunterlagen und vielen Bildern im Vortrag von Cornelia Lüdecke ausführlich dargestellt.

Passend zum Thema findet der Vortrag im Flugzeughangar des Museums direkt neben dem originalgetreuen Nachbau des Dornier Wal N25 statt. Beginn ist um 18:30 Uhr und der Eintritt frei. Museumsdirektor Hans-Peter Rien wird die Gäste des Abends begrüßen und auf das WAL-Jahr des Dornier Museums einstimmen. Bis Vortragsbeginn hat das Museum sowie das hauseigene DO-X Restaurant durchgehend geöffnet. Wer die Zeit zwischen Feierabend und Vortragsbeginn überbrücken möchte, ist zum gemütlichen Verweilen auf der frei zugänglichen Museums- und Restaurantterrasse mit Blick auf das Fluggeschehen der Messe AERO herzlich eingeladen.

Prof. Dr. Cornelia Lüdecke ist Meteorologin und Historikerin. Sie forscht und lehrt am „Zentrum für Geschichte der Naturwissenschaft und Technik“ an der Universität Hamburg und publiziert regelmäßig zu Themen der Wissenschaftsgeschichte. Darüber hinaus ist sie korrespondierendes Mitglied der Académie Internationale d’Histoire des Sciences in Paris.

(Pressemitteilung: Dornier Museum Friedrichshafen)