Dmitrij Kapitelman erhält den Buchpreis 2021 der Stiftung Ravensburger Verlag

Dmitrij Kapitelman erhält den Buchpreis 2021 der Stiftung Ravensburger Verlag
Eine Formalie in Kiew: Kapitelman erzählt die Geschichte einer Familie, die in den 1990er Jahren aus dem Ostteil der Ukraine nach Deutschland übergesiedelt ist. (Bild: Dmitrij Kapitelman, Foto: Christian Werner / Hanser Berlin)
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Redaktion

Ravensburg/Berlin (wb/le) – Den Buchpreis Familienroman 2021 der Stiftung Ravensburger Verlag erhält der in Berlin und Leipzig lebende Schriftsteller Dmitrij Kapitelman (35) für seinen Roman „Eine Formalie in Kiew“ (Hanser Berlin).

Stiftungsvorstand Johannes Hauenstein übergibt den mit 12.000 Euro dotierten Preis am 22. November 2021 in Berlin. An diesem Abend wird auch der Leuchtturmpreis der Stiftung an Alexander Ombeck für die Thüringer Initiative kulturino verliehen. Die 2020 wegen der Corona-Pandemie nicht überreichten Auszeichnungen werden den Preisträgerinnen des vergangenen Jahres ebenfalls ausgehändigt. Der Buchpreis Familienroman ging 2020 an die Stuttgarter Schriftstellerin Anna Katharina Hahn, den Leuchtturmpreis 2020 erhielt Julika Stich für die von ihr ins Leben gerufene Initiative „Young Helping Hands“.

Mit autobiografischem Hintergrund

Dmitrij Kapitelman, 1986 in Kiew in der Ukraine geboren, kam im Alter von acht Jahren als jüdischer Kontingentflüchtling mit seiner Familie nach Deutschland. Er studierte Politikwissenschaft und Soziologie an der Universität Leipzig und absolvierte die Deutsche Journalistenschule in München. Heute arbeitet er als freier Journalist und Musiker. 2016 erschien sein erstes, autobiografisch geprägtes Buch „Das Lächeln meines unsichtbaren Vaters“, das von der Identitätssuche eines jungen Mannes erzählt, der als Kontingentflüchtling und „halber“ Jude mit ukrainischem Pass seinen Weg sucht. Der Roman „Eine Formalie in Kiew“ knüpft – ebenfalls mit autobiografischem Hintergrund – daran an.

(Quelle: Stiftung Ravensburger Verlag)