DJ, Hochzeitsplaner oder Spielentwickler: So bekommt man den Traumjob

DJ, Hochzeitsplaner oder Spielentwickler: So bekommt man den Traumjob
Bis zum Himmel und noch viel weiter. Was für andere reine Wunschvorstellung, ist für andere Arbeitsalltag. Hochzeitsplaner gestalten zum Beispiel für andere Menschen den schönsten Tag ihres Lebens.
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Redaktion

Es gibt Menschen, die in absoluten Traumjobs arbeiten. Und damit sind nicht Feuerwehrmann und Tierärztin gemeint, sondern solche Berufe, zu denen es Hunderte begeisterte Nachfragen gibt, wenn man Fremden davon erzählt. Doch wie wird man eigentlich Wedding-Planner, DJ oder Bühnenmaler?

Einige Menschen leben tatsächlich ihren Traum. Sie haben die Beschäftigung, den Job oder ihre Berufung gefunden. Im Nu fühlt sich die Arbeit gar nicht mehr wie Arbeit an. Andere hingegen blicken ein wenig neidisch auf sie, denn auch sie wünschen sich, ihren eigenen Traum zu leben. Aber mit welchen Jobs ist das überhaupt möglich? Letztendlich kann das natürlich nur jeder für sich entscheiden, denn wer leidenschaftlich backt, malert oder Zahlenkolonnen studiert, lebt mitunter schon einen Traum. Andere haben vielleicht die Chance, mit einer ungewöhnlichen Jobperspektive ihr Leben zu verändern. Einige dieser Jobs stellt dieser Artikel vor.

DJ: Eine Karriere der besonderen Art

Dieser Job kann zum absoluten Traum werden. Wobei die Vorstellung, als großer DJ in den größten Clubs oder Welt aufzulegen, natürlich traumhaft ist, doch nur einen Prozentsatz der DJs abbildet. Letztendlich ist der Beruf nämlich weit auslegbar, sodass wirklich für jeden etwas dabei ist:

  • Kleinunterhalter – das sind die typischen DJs, die auf kleinen Bühnen auflegen, die aber auch auf Firmenfesten, Hochzeiten oder – tatsächlich – im Altenheim für die Musik zuständig sind.
  • Online-DJ – muss ein DJ stets auf Mallorca oder in der Disco auflegen? Nein, denn längst wartet das Internet als echte Möglichkeit. Der Ursprung dürfte das alte »Internetradio« aus Privathand gewesen sein, mittlerweile können DJs auf den großen Plattformen und Videoplattformen gutes Geld – auch mit Werbung – verdienen.

Je nach gewünschter Ausrichtung ist ein gutes Verständnis von Musik und Publikum notwendig. Gerade im gewöhnlichen Unterhaltungsbereich abseits von großen Auftritten muss der Unterhalter das Publikum lesen und seine Listen ideal auf es abstimmen können. Zugleich kommt es auf das Equipment an. Während in Clubs das Equipment oft gestellt wird, muss der DJ auf der Hochzeit eigenständig seine Utensilien mitbringen. Darüber hinaus ist ein gewisses technisches Verständnis erforderlich, um zum Beispiel das Zusammenspiel aus Mischpult, Verstärker und Plattenspieler zu ermöglichen.

Wer es zumindest in der Region schafft, sich einen Namen zu machen, kann mitunter sogar zweigleisig fahren und in die Vermittlung gehen.

Hinterm Mischpult zu stehen und Massen zu begeistern: Davon träumen Viele. Und manche setzen diesen Traum auch in die Realität um.
Hinterm Mischpult zu stehen und Massen zu begeistern: Davon träumen Viele. Und manche setzen diesen Traum auch in die Realität um.
(Bild: @ Gonzalo vidaña – 254261417 / Adobe Stock)

Hochzeitsplaner/in: Anderen Glücksmomente bescheren

Dieser Beruf war lange Zeit in Deutschland relativ unbekannt, wurde aber durch diverse Filme und Serien in den Mittelpunkt des Interesses gerückt. Hochzeitsplaner. Das ist ein Traum für alle, die:

  • Planungen lieben – wer schon in Kindheitstagen jeden Kindergeburtstag im Detail plante und keine Familienfeier unbeachtet ließ, findet in diesen Beruf seinen Traum.
  • Unterstützen wollen – Hochzeitsplaner helfen Heiratenden bei der gesamten Planung des schönsten Tages. Es geht um alle Einzelheiten, beginnend bei den Örtlichkeiten und endend beim Blumenbesteck. Einige Hochzeitsplaner kümmern sich zudem um Polterabende oder Junggesellenabschiede, damit auch diese in das Ambiente eingefügt werden.
  • Möglichkeiten wünschen – die geplante Hochzeit muss nicht unbedingt in Wanne-Eickel stattfinden. Etablierte Planer besitzen ein enormes Netzwerk, sodass sie Hochzeiten auf Schiffen, in Luxusresorts oder an Örtlichkeiten auf der ganzen Welt planen und ermöglichen.

Sicherlich ist die erste Voraussetzung, sich für Hochzeiten zu interessieren und viele Ideen zu haben. Einfühlungsvermögen ist notwendig, denn so manches Pärchen droht, sich zu zerstreiten, weil die Ideen zu weit auseinandergehen. Auch Tricks und Kniffe bezüglich weicher Knie und Fluchtgedanken gehören zum Repertoire. Dafür ist der Erfolg der Arbeit sicht- und spürbar.

Ein Hochzeitsplaner hat indes eine sehr große Verantwortung. Macht er Fehler, ist der schönste Tag des Lebens womöglich ruiniert. Eine Ausbildung ist indes nicht notwendig, wenngleich Vorwissen im Veranstaltungsbereich sicherlich nicht schadet.

Es gibt Jobs, die einfach Lebensfreude mitbringen. Dazu gehört auch, die Hochzeit anderer Menschen mitzugestalten und sich mit ihnen zu freuen.
Es gibt Jobs, die einfach Lebensfreude mitbringen. Dazu gehört auch, die Hochzeit anderer Menschen mitzugestalten und sich mit ihnen zu freuen.
(Bild: @ Prostock-Studio – 199948809 / Adobe Stock)

Bühnenmaler/in: Kreativ sein hinter den Kulissen

Kreativität ist hier gefragt, doch die Mühen bleiben nicht ungesehen. Bühnenmaler arbeiten längst nicht nur mit Farbe, sie stellen auch plastische Welten her. Aber was steckt dahinter?

  • Bühnenkreationen – Theater, Musical, aber auch Opern leben von der Kulisse. Genau diese muss aber kreiert werden. Hierbei kommen die Bühnenmaler ins Spiel, denn sie gestalten für jedes Stück, jedes Werk und jeden Auftritt den Hintergrund. Besonders eindrucksvoll ließ sich die Gestaltung zuletzt bei den Bregenzer Festspielen sehen.
  • Weitere Bereiche – Bühnenmaler sind nicht explizit auf die Bühnengestaltung begrenzt. Mitunter arbeiten sie in Freizeitparks oder gar in Gruselkabinetten. Auch im Filmbereich sind sie zu finden, hier können sie die Sets kreieren, wobei sich das Hauptaufgabengebiet nun nicht direkt auf das malerische Kreiieren, sondern die Gestaltung mit verschiedenen Materialien bezieht.

Hinter dem Beruf verbirgt sich ein echter Ausbildungsberuf, wenngleich Quereinsteiger aus den Bereichen Stuckarbeit durchaus gängig sind. Interessant ist das Aufgabenfeld garantiert, wobei nicht jede Kulisse den eigenen Gefallen treffen muss. Auch ist die Work-Life-Balance nicht stets gegeben, da die Kulissen unter festen Fristen entstehen müssen.

Figurenkeramformer/in: Traditionsberuf mit jeder Menge Ästhetik

Auch dieser Beruf ist ein Ausbildungsberuf und er setzt auf die Kreativität. Figurenkeramformer/innen formen und gießen Figuren aus Keramik. Ein Überblick:

  • Arbeitsort – die Arbeit findet in einer Keramikwerkstatt statt, wird jedoch auch vor Ort selbst durchgeführt, wenn Figurenteile miteinander verbunden werden.
  • Inhalt – Porzellanfiguren, als einzelne Figuren, als Puppen oder in Form von Tierfiguren werden weiterhin in Museen, Schlössern, Kirchen und von Privathaushalten nachgefragt. Sie gelten als Sammlerstück. Während alte Figuren wiederhergestellt werden, können Figurenkeramer natürlich auch ihre eigenen Figuren erstellen.
  • Voraussetzung – die Begeisterung für das Handwerk ist ein Muss. Zugleich müssen Keramer unheimlich geschickt sein, denn sie bemalen und fertigen teils Teile, die kaum einen Zentimeter groß sind.

Es ist die Liebe zum Detail, die diesen Beruf so wertvoll macht. Zusätzlich ist es ein echter Traditionsberuf, in dem sich Interessierte verwirklichen können.

Game Designer/in: Grundlage für ein Hobby schaffen

Dieser Beruf ist namentlich fast selbsterklärend. Wer gerne programmiert, am Gaming interessiert ist und praktisch schon immer Welten kreieren wollte, lebt mit diesem Beruf seinen Traum. Der Beruf kann durch eine Ausbildung oder ein Studium erlernt werden. Aber was beinhaltet er?

  • Konstruktion – jedes Game benötigt ein Setting. Genau diese Welt und der Hintergrund wird vom Game Designer zuerst skizziert, dann rudimentär entworfen und schließlich fertiggestellt.
  • Design – das Design betrifft jedoch nicht allein die visuelle Ausrichtung eines Games. Game-Designer können ein gesamtes Spiel designen, also Abläufe, Hintergründe, Geschichte, Regeln und vieles mehr entwerfen.
  • Teamarbeit – das Game-Design ist ein klassischer Teamberuf. Jeder hat seine eigenen Aufgabenbereiche, die sich Stück für Stück ergänzen. Kreativität in der Gruppe ist garantiert gefragt.
  • Schwerpunkt – gerade im Studium können sich Game-Designer auf einen Schwerpunkt festlegen. Grundsätzlich beinhaltet das Studium Informatik und Programmieren, doch auch Zielgruppenforschungen und psychologische Themen sind feste Bestandteile. Im Verlauf kann der Game-Designer nun für sich überlegen, welcher Aspekt ihn besonders anspricht.

Eine gute Voraussetzung ist das absolute Interesse am Gaming, inklusive der Hintergründe. Gamer, die für sich schon eigene Welten samt Regeln, beispielsweise Rollenspiele, erschaffen haben, finden sich in diesem Beruf besonders gut wieder.

Auch das Gamedesign gehört zu den Jobs, die oft mit sehr viel Leidenschaft verbunden sind. Hier können Beteiligte ihrer Kreativität freien Lauf lassen.
Auch das Gamedesign gehört zu den Jobs, die oft mit sehr viel Leidenschaft verbunden sind. Hier können Beteiligte ihrer Kreativität freien Lauf lassen.
(Bild: @ Gorodenkoff – 374277900 / Adobe Stock)

Fazit – ein Traum ist, was man selbst dafür hält

Welcher Job ungewöhnlich ist, liegt wohl im Auge des Betrachters. In einer Familie voller Rechtsanwälte wäre Schreiner als eigener Berufswunsch sicherlich ungewöhnlich, doch hat die Chance, zum echten Traum zu reifen. Somit sollte sich niemand von anderen abhalten lassen, seinen eigenen Traum zum Beruf zu machen – schließlich ist jeder selbst die Person, die den Job bis ins hohe Alter ausüben muss. Hier geht es zu den bestbezahltesten Ausbildungsberufen.

Viele Traumberufe gehen Hand in Hand mit Kreativität. Ob als DJ, der wahlweise große Hallen bespielt oder jeden Abend »nur« in den örtlichen Versammlungsstätten dazu beiträgt, dass Menschen unterhalten werden, bis hin zum Bühnenmaler, der es zu Weltruhm schafft. Die Kreativität ist ein Teil dieses Traums. Interessant sind all die vorgestellten Berufe und viele garantieren, dass das eigene Werk von Millionen Menschen erblickt wird.