Die Wild Wings haben im Derby gegen die Adler das Nachsehen

Die Wild Wings haben im Derby gegen die Adler das Nachsehen
Harter Derbyfight mit dem schlechteren Ende für die Schwenninger Wild Wings (blaue Trikots). (Bild: DEL Photo-Sharing)
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Redaktion

Schwenningen – Die Schwenninger Wild Wings haben ihr Heimspiel in der Penny-DEL gegen die Adler Mannheim mit 2:5 verloren. Dabei startete Schwenningen gut ins Derby und ging früh in Führung. Anschließend war es – laut Schwenninger Vereinsmitteilung – die Effizienz bei den Special Teams, die Mannheim auf die Siegerstraße brachte.

Es war – so die Wild Wings – ein munterer Start in dieses Derby, bei dem Mannheim zunächst mehr „Zonetime“ hatte. Doch so richtig gefährlich wurden in der Folge die Hausherren und zwar so richtig. Will Weber steckte fein zu Jamie MacQueen durch, der die Scheibe von der Mittellinie in das Drittel der Mannheimer führte.

Eine schöne Bewegung vor Felix Brückmann, die linke Ecke war offen und genau da setzte MacQueen den Puck unhaltbar in die Maschen (5. Spielminute). Noch in der gleichen Minute hatten die Spink-Zwillinge bei einem Zwei-auf-Eins die Möglichkeit auf das 2:0, aber Brückmann stand im Weg.

Als in der 10. Minute gerade ein Powerplay der Adler von der Uhr lief, nutzte Nicolas Krämmer einen Rebound zum Ausgleich. Wenige Augenblicke zuvor war Maximilian Hadraschek nach stabilem Körpereinsatz allein vor Brückmann aufgetaucht, der jedoch erneut glänzte. Dann gab es lange keine Highlights, ehe Mannheim durch die getippte Scheibe von Smith in der 17. Minute erstmalig in Führung ging.

Die Schwenninger zeigten in Durchgang zwei eine gute Reaktion und kamen mit viel Schwung zurück aufs Eis. Doch dann brauchte es auch wieder Joacim Eriksson, der gegen Felix Schütz sensationell parierte. Danach dominierte erst mal das Körperspiel und die Checks wurden konsequent zu Ende gefahren.

Es dauerte bis zur 28. Spielminute, als die Gastgeber wieder so richtig gefährlich wurden. Tyson Spink zog hart vors Tor und konnte – laut Mitteilung – sehenswert abschließen. Sechs Minuten später ging die Post ab. Schwenningen hatte fast eine Minute „Fünf gegen Drei“, doch Denis Reul blockte zwei Onetimer von MacQueen.

Was folgte, war eine Großchance von Mannheim in Unterzahl und dann wanderte Tylor Spink in die Kühlbox. Im „Vier gegen Vier“ ergab sich für Andreas Thuresson eine hervorragende Chance zum Ausgleich, bei der er aber in der selben Sequenz eine Strafe ausgesprochen bekam.

Nun waren es die Adler, die im „Fünf gegen Drei“ auf Torejagd gingen – und das erfolgreich. Der Handgelenksschuss von Markus Eisenschmid überwand Joacim Eriksson. Die Wild Wings drängten in der Folge auf den Anschluss und Jamie MacQueen vergab haarscharf mit der Pausensirene.

Auch im Schlussdrittel hatte das Team von Niklas Sundblad den besseren Start. Alexander Weiß scheiterte mit seiner Rückhand in Minute 41. Keine zwei Zeigerumdrehungen später gab es eine Doppelchance von Daniel Pfaffengut. Doch es war – so die Wild Wings – wie verhext, die Scheibe wollte in dieser Phase einfach nicht über die Linie. Dann kam es, wie es im Sport oft ist. Mannheim fuhr das erste Mal vors Schwenninger Tor und traf durch David Wolf in der 44. Spielminute.

Fünf Minuten nahm das Derby abermals Fahrt auf. Will Weber droppte die Handschuhe, da sich mögliche Kontrahenten im Faustkampf nicht hervortaten, spielten die Schwenninger zwei Minuten in Unterzahl. Nach und nach füllte sich dann die Kühlbox der Hausherren, ein weiteres „Fünf gegen Drei“ für die Adler war die logische Konsequenz.

Zunächst verteidigten die Schwaben gut, im weiteren Verlauf zielte Katic aber doch genau genug und es stand 5:1 für die Gäste. Die Antwort der Wild Wings ließ nicht lange auf sich warten. Ebenfalls im Powerplay war Travis Turnbull zur Stelle (56. Spielminute). Der letzte Höhepunkt in einem intensiv geführten Derby. Schon am Sonntag geht’s gegen den ERC Ingolstadt weiter.

„Wir haben mit dem Tor von MacQueen echt gut angefangen und haben dann noch die Chance zum 2:0 bekommen. Das erste Drittel war für uns, im Vergleich zum Spiel in Straubing, ein Schritt nach vorne“, kommentierte Niklas Sundblad. „Wir hatten dann noch die Chance im ‚Fünf gegen Drei’, als wir kein Tor machen konnten und das war dann letztlich auch der spielendscheidende Faktor.“

Tore:

1:0 | 04:03 J. MacQueen #95 | W. Weber #78
1:1 | 09:46 N. Krämmer #21 | S. Akdag #7, M. Plachta #22
1:2 | 16:42 B. Smith #18 | M. Katic #95, T. Larkin #37
1:3 | 36:41 M. Eisenschmid #16 | M. Katic #95
1:4 | 43:10 D. Wolf #89 | M. Plachta #22, T. Larkin #37
1:5 | 54:25 M. Katic #95 | M. Eisenschmid #16, T. Leier #23
2:5 | 55:59 T. Turnbull #71 | A. Weiß #43, J. MacQueen #95