Die Wild Wings bleiben in der Erfolgsspur

Die Wild Wings bleiben in der Erfolgsspur
Das Duell mit den Straubing Tigers entschieden die Schwenninger für sich. (Bild: picture alliance / Eibner-Pressefoto | Laegler)
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Redaktion

Schwenningen (wb/tmy) – Beim dritten Schwenninger Sieg in Folge in der Penny-DEL, einem 5:2-Erfolg gegen die Straubing Tigers, haben sich gleich drei Spieler der Wild Wings verletzt. Nationalspieler Johannes Huss glänzte als Doppeltorschütze.

Das Duell mit den Straubing Tigers entschieden die Schwenninger – laut Vereinsmitteilung – für sich, da die Tore zum richtigen Zeitpunkt fielen und das Team erneut seine Willensstärke unter Beweis stellte. Mit Tyson Spink, Niclas Burström und Travis Turnbull mussten aber drei Spieler die Partie vorzeitig beenden.

Die Tigers aus Straubing kamen als das bessere Team aus der Kabine und hatten – so die Wild Wings – in den ersten dreieinhalb Minuten deutlich mehr vom Spiel. Doch als Max Hadraschek zum Gegenangriff ansetzte, sprang nicht nur die beste Chance des Spiels für Niclas Burström heraus, sondern auch ein Powerplay für die Wild Wings.

Dies brachte zwar keinen Treffer ein, brachte das Momentum aber auf die Seite der Schwenninger. So sahen die 2332 Zuschauer in der Helios-Arena erste gute Einschussmöglichkeiten für Kenny Olimb, auf Zuspiel von Max Görtz und Tyson Spink, der einen Schuss von Huss gefährlich abfälschen konnte (8. und 9. Spielminute).

Doch Tigers-Neuzugang Parker Tuomie antwortete in der 13. Minute für die Gäste, aber Marvin Cüpper entschärfte den guten Abschluss. In der Folge hatten wieder die Wild Wings Vorteile, bei denen Alexander Karachun aus spitzem Winkel und Niclas Burström nach einem schönen Droppass von Manuel Alberg scheiterten und auch Daniel Pfaffengut konnte den Rebound nicht verwerten.

Als im „Vier gegen Vier“ alles auf einen 0:0-Zwischenstand hindeutete, brachten Colby Robak und Tylor Spink die Scheibe zu Johannes Huss, der energisch aufs Tor zog und mit seinem Abschluss auch Sebastian Vogl überraschte – Führung für Schwenningen nach 20 Minuten.

Los ging das Mitteldrittel mit einer Großchance für Straubing durch einen Schuss von Yannik Valenti und weniger später rettete Will Weber mit einem herrlich Pokecheck. Damit setzten die Gastgeber zum Zwischenspurt an. Mit zwei Toren innerhalb von zwei Minuten schraubten Johannes Huss und Tylor Spink, nach herausragender Einzelleistung, das Ergebnis auf 3:0.

Ein Faustkampf zwischen Will Weber und Brandon Manning spiegelte das Kräfteverhältnis zu diesem Zeitpunkt wider, doch impfte den Tigers zugleich neues Leben ein. Lampl und Jason Akeson prüften Marvin Cüpper, ehe Letztgenannter den Schwenninger Goalie zum 1:3 überwinden konnte (28. Minute).

In der Folge sah man ein gutes Penaltykilling beider Mannschaften und zu allem Überfluss mussten die Neckarstädter in der Schlussminute einen weiteren Treffer hinnehmen. Marcel Brandt traf für die Niederbayern in Unterzahl und öffnete das Spiel damit vollkommen – 2:3.

Straubing, das mit Tomi Karhunen einen neuen Mann zwischen den Pfosten hatten, sah sich zunächst einem Schuss von Daniel Pfaffengut gegenüber, doch der Winkel war zu spitz. In einem weiteren Powerplay für die Wild Wings zog Tomas Zaborsky am kurzen Eck auf und Patrik Lundh hätte aus dem Slot beinahe auf 4:2 gestellt. Ein gutes Defensivspiel der Tigers rettete in höchster Not vor Tomas Zaborsky.

Dann musste Marvin Cüpper bei einem Tigers-Powerplay seine Klasse aufbieten und hielt das 3:2 für Schwenningen in dieser Phase fest. Wenig später verloren die WILD WINGS in Kapitän Travis Turnbull – nach Tyson Spink und Niclas Burström – den dritten Spieler mit Verletzung, was dem späteren Sieg einen faden Beigeschmack bescherte.

Den „Dreier“ tütete am Ende eine starke Bewegung von Tylor Spink ein, der in der Folge das Blatt von Alexander Karachun fand (56. Minute). Das Empty-Net-Tor von Kenny Olimb schraubte das Ergebnis letztlich auf 5:2. Somit war der dritte Sieg in Folge für die Schwenninger Wild Wings zur Realität geworden.

„Wir sind nicht so gut ins Spiel gekommen, haben aber dann die Tore zum richtigen Zeitpunkt erzielt. Es war beeindruckend, wie die Jungs füreinander eingestanden sind, gerade weil wir auch drei Spieler nicht mehr zur Verfügung hatten“, sagte Headcoach Christof Kreutzer.

Und weiter: „Ich hoffe sehr, dass es nicht allzu schlimm ist. Aber wie es auch kommen mag – ich bin mir sicher, dass wir mit dieser Einstellung wieder ein gutes Team in Nürnberg aufs Eis bringen werden.“

Statistik:

Wild Wings – Straubing Tigers 5:2 (2:2 | 2:2 | 2:0)

1:0 | J. Huss #52 – T. Spink #90 – C. Robak #4 | 19:53
2:0 | J. Huss #52 – M. Adam #10, K. Olimb #40 | 23:31
3:0 | T. Spink #90 | 24:35
3:1 | J. Akeson #91 | 27:19
3:2 | M. Brandt #92 – T. St. Denis #74 | 39:51 [SH]
4:2 | A. Karachun #47 – T. Spink #90 | 55:11
5:2 | K. Olimb #40 – B. Bassen #64 | 57:57

Strafen:
Schwenningen 17
Straubing 21