Die Ulmer Basketballer haben erst in der Verlängerung das Nachsehen

Die Ulmer Basketballer haben erst in der Verlängerung das Nachsehen
Ein Spielball liegt auf dem Feld. (Bild: picture alliance/dpa | Jürgen Kessler)
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Redaktion

Neu-Ulm – Trotz eines starken ersten Viertels haben die Basketballer von ratiopharm Ulm am achten Spieltag der easyCredit-BBL gegen Alba Berlin mit 66:71 verloren. Vor 4798 Zuschauern überzeugte unter anderem auch Neuzugang Sindarius Thornwell.

Die Hausherren von ratiopharm Ulm startete gegen die Albatrosse mit Semaj Christon, Thomas Klepeisz, Karim Jallow, Jaron Blossomgame und Cristiano Felicio. Mit lautstarker Unterstützung landeten die ersten Punkte auf dem Ulmer Punktekonto – Center Felicio tankte sich durch die Berliner Zone und stopfte den Ball in den Ring.

Frühes Pressing und eine knappe Führung für das Team in Orange brachten die Arena – laut Ulmer Vereinsmitteilung – zum Kochen (4:2, 3.). Angeführt von Guard Maodo Lo fanden die Gäste nur schwer Räume für Würfe aus der Distanz. Ganz im Gegensatz netzte Klepeisz erfolgreich von „Downtown“ ein und sorgte für eine zwischenzeitliche Fünf-Punkte-Führung (11:6, 5.).

Der Ulmer Mannschaft war der Support von den Rängen deutlich anzumerken: Mit Neuzugang Sindarius Thornwell auf dem Parkett, verteidigte ratiopharm solide und baute den Vorsprung weiter aus (15:6, 6.). Das führte auch dazu, dass sich Alba Berlin beim Abschluss weiterhin schwertat. Hinzu kamen fünf Berliner Turnover – das Team von Jaka Lakovic brachte den Spielstand von 21:14 in die erste kurze Pause.

Zu Beginn des zweiten Viertels traf zwar Yovel Zoosman für die Albatrosse „für Drei“, doch der neuer Uuulmer kann das auch: Thornwell nahm aus der Ecke Maß ­- die Halle bebte. Shooting Guard Fedor Zugic schloss sich direkt an und erhöhte auf 29:21 (14.). Immer noch waren es die Distanzwürfe, die bei den Hauptstädtern einfach nicht fallen wollten.

Durch Zweipunktspiel und getroffene Freiwürfe kamen die Gäste vor der Halbzeitpause allerdings nochmal auf fünf Zähler ran (34:29, 18.). Dann drehte sich das Spielgeschehen komplett: Innerhalb einer Minute riss Ulm die Partie nochmal so richtig an sich. Der überragende Thornwell steuerte in den ersten 20 Minuten neun Punkte bei und sorgte mit seiner Truppe für den 40:31-Halbzeitstand.

In der zweiten Spielhälfte präsentierten sich – so ratiopharm weiter – die Albatrosse zunächst effizienter am gegnerischen Brett. Großen Anteil hatte daran auch Forward Luke Sikma, der sowohl per Lay-up als auch aus der Mitteldistanz zum Abschluss kam (46:40, 25.). Umkämpfte Szenen in der Berliner Zone endeten mit erfolgreichen Dreierwürfen für Alba – die Partie wurde zunehmend enger.

Die Hauptstädter hatten zwar öfter den Ball, konnten die orangene Zonenverteidigung aber nur schwer durchbrechen. Mit knappem Vorsprung (51:49) kämpften sich die Ulmer ins Schlussviertel. Das Spiel wurde auf beiden Seiten schneller, Fastbreaks und Turnover häuften sich mehr und mehr – das übertrug sich auch auf die Tribünen.

Die Hausherren nutzten den Support und münzten diesen in Punkte um (57:51, 33.). Die passende Antwort hatte Marcus Eriksson: Der Berliner Shooting Guard besserte die Dreierquote der Gäste auf und brachte sein Team in Führung (61:59, 37.). Die Mannschaft in Orange fand zwar seltener die Lücken in der Verteidigung, kämpfte sich aber nochmal in die Crunchtime.

Die gesamte Arena stand Kopf, als Semaj Christon kurz vor Schluss auf 63:63 egalisierte – es ging in die Overtime. Die letzten fünf Minuten dominierten die Gäste: Dreierwürfe, Lay-Ups und erfolgreiches Verteidigen führten zur 70:63-Führung von Alba.

Aus dem Feld gelang ratiopharm Ulm nicht viel – dafür brachte Klepeisz sein Team mit drei Freiwürfen nochmal ins Spiel. Am Ende reichte das Engagement nicht aus: Ulm unterlag den Hauptstädtern nach einem leidenschaftlichen Spiel mit 66:71.