Die TTF Ochsenhausen wollen nochmal alles geben

Die TTF Ochsenhausen wollen nochmal alles geben
Möchten ihre Position festigen: die Ochsenhauser Tischtennisfreunde. (Bild: TTF Ochsenhausen)
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Redaktion

Ochsenhausen – Der Terminplan kennt keine Gnade. Unmittelbar vor Weihnachten steht noch der 11. Spieltag der Tischtennis-Bundesliga an und beschert den TTF Liebherr Ochsenhausen am Mittwoch, 22.Dezember, ein Schlüsselspiel im Kampf um die Play-offs.

Zum Abschluss der Vorrunde müssen die Schützlinge von TTF-Coach Fu Yong in Thüringen zu Werke gehen – beim als extrem heimstark geltenden Post SV Mühlhausen, dessen Halle und Spielmaterialien ziemlich gewöhnungsbedürftig sind, so die TTF Ochsenhausen (19 Uhr).

Nach den Niederlagen der unmittelbaren Düsseldorf-Verfolger, ist das Feld der Play-off-Anwärter so eng wie nie zusammengerückt. Düsseldorf ist ganz oben mit 20:0 Punkten weit entrückt, aber von Platz zwei ab wird es – so die TTF weiter – sehr interessant.

Enges Rennen hinter Düsseldorf

Diesen belegen Ochsenhausen (14:6) vor den punktgleichen Saarbrückern und einem Trio mit jeweils 12:8 Zählern, bestehend aus Neu-Ulm, Bad Königshofen und eben Mühlhausen. Damit werde bereits deutlich, welche Bedeutung die letzte Partie der TTF im alten Jahr habe.

Die Ochsenhauser Spieler müssten versuchen, die beiden vorausgegangenen Niederlagen auszublenden und in Mühlhausen alles abzurufen, was ihnen möglich ist. Es gehe darum, mit großem Kampfgeist dem Gegner vom ersten Ball an Paroli zu bieten und die Punkte nach Oberschwaben mitzunehmen.

Dazu müssten alle hellwach sein und in guter bis sehr guter Tagesform an den Tisch gehen. Mit dabei sein wird auch wieder der Leader, der 27-jährige Simon Gauzy. Er ist frischgebackener französischer Meister im Herreneinzel und hat den TTF in Grünwettersbach sehr gefehlt hat.

Gastgeber verfügen über ausgeglichenes Team

Der Post SV Mühlhausen stellt eine recht ausgeglichen besetzte Truppe mit reichlich internationaler Erfahrung, gesammelt nicht nur auf zahllosen Individualturnieren, sondern auch als Team in der Champions League. Der deutsche Einzelmeister von 2013, Steffen Mengel, ist an Position eins gemeldet.

Der 33-jährige Hüne, 1,95 Meter groß, ist ein ungemein kampfstarker Spieler (Weltrangliste Platz 136, aktuelle TTBL-Bilanz: 4:5). Ihm folgt der 32-jährige Rumäne Ovidiu Ionescu, der 2018 Vize-Europameister im Herreneinzel wurde und einige Jahre zur Ochsenhauser Trainingsgruppe gehörte.

Der Weltranglisten-57. sei gegen die TTF meist hoch motiviert,  in der TTBL steht er bei 6:4. Der vermutlich stärkste Spieler aus dem Trio ist formal nur die Nummer drei: Der 35-jährige Österreicher Daniel Habesohn ist eine Art Leitwolf bei den Postlern, in der Weltrangliste ist er auf Position 46 notiert. Seine aktuelle Ligabilanz lautet 9:5.

Der jüngste im Bunde sei ein guter Bekannter aus dem Liebherr-Masters-College. Der 21-jährige Franzose Irvin Bertrand stehe zwar in der Bundesliga 1:4, hat aber am Sonntag beim 3:0 über Bad Homburg keinen Geringeren als den starken Japaner Yuta Tanaka bezwungen. Sollte der Linkshänder zum Einsatz kommen, werde er gewiss top-motiviert an den Tisch gehen.

Ochsenhausen hat in der Vorsaison knapp verloren

Vergangene Spielzeit unterlagen die TTF mit Hugo Calderano in der vereinseigenen Halle am Mühlhausener Kristanplatz mit 2:3, konnten das Rückspiel jedoch mit 3:1 für sich entscheiden. Aktuell ist Mühlhausen, lässt man einmal die von Sieg zu Sieg eilenden Düsseldorfer außen vor, die Mannschaft der Stunde mit wettbewerbsübergreifend acht Siegen in Serie.

„Wir erwarten ein schweres Spiel, weil unser Gegner zu Hause ohnehin sehr stark ist und dazu noch einen respektablen Lauf hat – nach schwächerem Start haben sie sich jetzt an die Play-offs heran gekämpft“, sagt Teammanager Manuel Pfender.

„Wir möchten einen guten Jahresabschluss finden und die bis jetzt sehr gute Vorrunde zu einer grandiosen Vorrunde machen. Wir werden versuchen, voll dagegenhalten und das Beste an den Tisch zu bringen, was uns möglich ist. Und dann schauen wir einfach, was dabei herauskommt.“