Der VfL Brochenzell ärgert den Spitzenreiter

Der VfL Brochenzell ärgert den Spitzenreiter
Haben den Favoriten auf dem falschen Fuß erwischt: die VfL-Fußballer aus Brochenzell. (Screenshot: www.fussball.de)
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Redaktion

Brochenzell (wb / tmy) – Der VfL Brochenzell I hat in der Fußball-Bezirksliga Bodensee für eine faustdicke Überraschung gesorgt. Denn der VfL schlug den TSV Heimenkirch I, der kein Geringerer als der momentane Spitzenreiter der Bezirksliga ist.

Es war – laut Vereinsmitteilung – ein rauschendes Fußballfest, das der VfL seinen Fans geboten hat. Diszipliniert von der 1. Minute weg, motiviert bis unter die Haarspitzen und eine Laufbereitschaft bis an die Grenzen – das seien – so der VfL weiter – die Grundpfeiler für diesen Erfolg gewesen.

Und das, obwohl Trainer Rolf Weiland mit Yasin Erdem (verletzt) und Maximilian Konrad (krank) zwei wichtige Stammkräfte ersetzen musste, spielte die Mannschaft wie aus einem Guss und lief den Tabellenführer schon sehr früh an. So habe es genau 23 Sekunden gedauert, ehe der erste Torschrei über den Platz hallte.

Claudio  Hirscher setzte Fabian Sterk gekonnt in Szene und dieser verwandelte zur 1:0-Führung (1.). Und nach vier Minuten hätte es schon 2:0 heißen können oder aus VfL-Sicht sogar müssen – doch Abdulsamet Yazici erwischte die Kugel völlig freistehend mit dem falschen Fuß.

Es dauerte bis zur 10. Minute, ehe die Gäste mit einem strammen Volleyschuss, der knapp über die Querlatte strich, auf sich aufmerksam machten. Dann wusste wieder der VfL mit guten Möglichkeiten durch Fabian Sterk (17.) und Alexander Pfister (22.) zu überzeugen.

Kurz vor dem Pausenpfiff hämmerte Daniel Keller einen Freistoß aus gut und gerne 25 Metern an den linken Pfosten und nur eine Minute später setzte Samet Yazici das Spielgerät – nach einem an Fabi Sterk verursachten Strafstoß – „nur“ an den rechten Pfosten.

Mit hohem Engagement ging man auch nach der Halbzeitpause zu Werke und hielt die Gäste vom eigenen Tor weg. Nach hinten habe ein unermüdlicher Maximilian Marschall alles weggefegt, was nur irgendwie gefährlich werden konnte. In der 51. Minute fiel die Vorentscheidung zugunsten der Hausherren.

Der stark spielende Fabian Sterk setzte Alexander Pfister ein und dieser verwandelte zum 2:0 für den VfL. Danach  versuchte es Heimenkirch mehr und mehr mit Fernschüssen, wie in der 68. Minute, als das Leder nur knapp am VfL-Tor vorbei strich. Wiederum Pfister war es, der in der 69. Minute die große Chance zum 3:0 ausgelassen hatte.

Der Spitzenreiter probierte es in den Schlussminuten mit Gewaltschüssen, doch Gregor Beck im Tor des VfL hielt mit zwei Glanzparaden in der 85. und 88. Minute „die Null“. Wenige Augenblicke stand er fest, dieser Außenseiter-Sieg, den sich eine von vorne bis hinten ausgeglichenen Mannschaft mit einem unglaublichen Siegeswillen hart erkämpfte.

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