Der SV Allensbach sieht lange wie der sichere Sieger aus

Der SV Allensbach sieht lange wie der sichere Sieger aus
Müssen dann doch ohne Zählbares abreisen: die Handballerinnen des SV Allensbach. / Symbolbild (Bild: picture alliance / Sportfoto Zink / OGo | Sportfoto Zink / Oliver Gold)
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Redaktion

Wolfschlugen – Die Drittligahandballerinnen des SV Allensbach haben ihr erstes Auswärtsspiel in der Saison 2021 / 2022 verloren. Beim TSV Wolfschlugen gaben die „Hühner vom Bodensee” die Partie – laut Vereinsmitteilung – in den letzten 20 Minuten noch aus der Hand und reisten mit einer 22:23-Niederlage ab. 

Dabei sei der SVA sehr gut in sein zweites Auswärtsspiel gestartet. Nach etwas mehr als sieben Minuten führte er unter anderem durch einen Doppelpack der litauischen Nationalspielerin Greta Rinkeviciute mit 4:2. In der 13. Spielminute sah sich Heimtrainer Marco Melo dazu gezwungen, seine erste Auszeit zu nehmen.

Doch kurz danach markierte Tabea Maier, die erfolgreichste Feldtorschützin der Gäste, sogar eine Drei-Tore-Führung (7:4). Diesen Vorsprung hielten die Allensbacherinnen auch dank einer guten Defensivleistung. Kurz vor der Halbzeitpause kam der TSV Wolfschlugen aber trotz zweimaliger Unterzahl wieder bis auf ein Tor heran.

Zur Halbzeit leuchtete eine 13:12-Führung für den SV Allensbach auf der Anzeigetafel. Der Start in die zweite Hälfte verlief verheißungsvoll und Allensbach hielt seinen Gegner auf Distanz. Eine Zeitstrafe für die Gäste nutzen die „Hexbanner“ dann aber um zum 15:15 auszugleichen und das Trainerteam des SVA, Sandra Reichmann und Oliver Lebherz, legte das zweite Mal die Grüne Karte – Auszeit.

Zwei Zeigerumdrehungen später ging der TSV dann erstmalig in Führung. Von da an waren die Gäste vom Bodensee unter Zugzwang, um in der Partie zu bleiben. In der 53. Spielminute schienen die Gastgeberinnen endgültig auf die Siegesstrasse einzubiegen, denn Emilie Beitlich verwandelte ihren vierten von vier Strafwürfen zum 22:19.

Doch nach einer weiteren Auszeit der Allensbacherinnen warfen diese – laut Mitteilung – nochmals alles in die Waagschale. Die Hintermannschaft ließ keinen Gegentreffer mehr zu und im Angriff trafen zweimal Franziska Höppe sowie Kimberly Gisa zum vielumjubelten Ausgleich. Der 23. Treffer von Wolfschlugen 15 Sekunden vor Schluss reichte dann jedoch dafür aus, dass der SV Allensbach die beiden Punkte dieses Mal nicht mitnehmen konnte.

SVA-Vorstand Andreas Spiegel analysierte das Ergebnis folgendermaßen: „23 Gegentore auswärts sind eine tolle Leistung. 22 eigene Treffer reichen dann aber nicht aus, um so ein Spiel zu gewinnen.” Am kommenden Samstag will es der SV Allensbach wieder besser machen. Zu Gast ist dann der Aufsteiger aus Erlangen (Samstag, 25. September, 19.30 Uhr).

SV Allensbach:

Arno, Petrovic (Tor); Mitreiter, Müller (1), Höppe (3), Goudarzi, Greinert (4/1), Walz, Maier (4), Bok (3/3), Gisa (2), Seemann, von Kampen (3), Rinkeviciute (2), Heieck, Lützkendorf.