Der Förderverein fühlt sich ausgebremst

Der Förderverein fühlt sich ausgebremst
Inzwischen ein Skandal: Fast 10 Jahre steht das Hoyerbergschlössle ungenutzt leer (Bild: Peter Borel)
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Redaktion

Lindau – Der Bericht über den augenblicklichen Stand der Sanierung des Hoyerbergschlössles löste bei den anwesenden Mitgliedern des Fördervereins bei seiner Jahresversammlung einiges Erstaunen aus, es machte sich sogar Unmut breit. Im Juli 2021 erhielt die Wohnungsgesellschaft Lindau (GWG) den Auftrag, das inzwischen fast zehn Jahre leer stehende Schlössle zu sanieren und ein bürgerfreundliches Konzept vorzulegen.

Die Vereinsmitglieder beauftragten damals den Vorstand einstimmig, sich weiterhin bei diesem Prozess einzubringen und mitzuwirken. Das konnte er aber nicht, weil die Stadt und die GWG dies nicht für erforderlich hielten, und somit wurde unser bürgerschaftliches Engagement ausgebremst, erklärte der Vorsitzende Reinhard Thorbecke.

Dass die GWG jetzt nach elf Monaten immer noch keinerlei Gedanken zur Lösung anzubieten hat, sorgte bei der jüngsten Versammlung für Unruhe. Es fehle an Wertschätzung für ein Lindauer Juwel, das einst durch bürgerliche Spenden erstanden wurde und vor 100 Jahren von der Gemeinde Hoyren in den Besitz der Stadt Lindau überging, in diese Richtung gingen mehrere Reaktionen im Saal.

Der neu gewählte Vorstand wurde aufgefordert, aktiv zu werden und größere mediale Aktivitäten zu entwickeln. Nur so könne der Druck auf die Stadt erhöht werden, schließlich gehe es um ein Kleinod, das nicht nur Lindauern am Herzen liege.

Für den Herbst wünsche sich der Verein, sofern Corona es ermögliche, Führungen und kleine Veranstaltungen; der Tag des offenen Denkmals im September sei dafür bestens geeignet. Die angebliche  Baufälligkeit des Gebäudes wertete der Vorstand als Schutzbehauptung, eine eingeschränkte Nutzung des Erdgeschosses sei durchaus möglich und von den Bürgern erwünscht.

Dies wenigstens solle die Stadt jetzt leisten, bevor die große Lösung irgendwann vorgelegt wird, ist sich der Vorstand einig. Er bittet die entscheidenden Gremien, eine schnelle Lösung für das Schlössle auf den Weg zu bringen.

(Pressemitteilung: Förderverein Hoyerbergschlössle)