Der Equipment-Ratgeber: Damit sind schöne Sommertage im Garten garantiert

Der Equipment-Ratgeber: Damit sind schöne Sommertage im Garten garantiert
Sommerzeit ist Gartenzeit: Zwischen gemütlichen Möbeln, warmen Temperaturen und einem Grill lässt sich der Sommer ideal Zuhause aushalten und erleben. (Bild: Adobe Stock, Allison, #513379363)
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Redaktion

Sonne satt, keine Wolke am Himmel und endlich Wochenende – klar, dass es viele Deutsche unter diesen Umständen nach draußen zieht. Die Parks der Innenstädte sind voll und an Badeseen liegen Sonnenanbeter dicht an dicht. Schönes Wetter und Sonnenstrahlen lassen sich aber auch anders genießen. Mit dem eigenen Garten kann sich jeder Eigenheim- und Gartenbesitzer eine besondere Wohlfühloase schaffen.

Und dazu braucht es eigentlich gar nicht viel. Oft reichen schon die richtigen Ideen, ein bisschen handwerkliches Geschick – und im Garten entsteht nicht einfach nur eine Grillecke, sondern eine richtige Party- und BBQ Lounge. Klar lässt sich hier auch Geld ausgeben. Gerade in den letzten Jahren hat sich in Deutschland ein Trend etabliert, der irgendwo zwischen rustikalem Grillgenuss, High End BBQ und SPA-Oase liegt.

Ein guter Grill: Die Basis

Wer den Grundstein seiner BBQ- und Grill Lounge legen will, braucht natürlich als Herzstück einen Grill. Hier ist die Auswahl inzwischen riesig. Dabei geht es nicht nur um die Dimensionen. Heute einen Grill zu kaufen, bedeutet die Beschäftigung mit einigen grundlegenden Fragen – etwa zur Wärmequelle.

  • Gasgrill: Top modern und ohne lästige Gerüche ist der Gasgrill inzwischen in vielen Haushalten angekommen. Dank der einfachen Bedienung auf Knopfdruck hat diese Grillmethode sehr viele Fans.

  • Holzkohlegrill: Hier wird eher klassisch befeuert. Ein Nachteil ist die lange Vorlaufzeit. Auf der anderen Seite kann ein erfahrener Griller mit intelligenter Temperatursteuerung und hochwertigen Briketts stundenlang low and slow grillen.

  • Pellet Grill: Mit zunehmender Verbreitung der Holzpellets als Brennstoff sind findige Grillfans auf die Idee gekommen, spezielle Grills zu entwickeln. High End Geräte arbeiten mit einem temperaturgesteuerten Fördermechanismus, der automatisch funktioniert.

  • Smoker: Hier klappt es mit dem echten BBQ. Smoker sind keine reinen Grills, sondern arbeiten mit Garmethoden, welche teilweise eher mit dem Heiß- und Kalträuchern vergleichbar sind.

Zwischen diesen vier Grundtypen sind die Übergänge inzwischen fließend. Einige Hersteller bieten zum Beispiel Kombigeräte aus Holzkohlegrill und Smoker oder einen kombinierten Gas-/Holzkohlegrill an.

Die Entscheidung sollte von:

  • Personenzahl
  • Platzangebot
  • Budget

abhängen. Gerade beim Budget ist von wenigen hundert Euro bis fünfstelligen Summen für eine Außenküche mit Vollausstattung alles drin. Achtung: Gerade im Kleingarten oder einer Gemeinschaftsanlage kann das Grillen reglementiert werden – etwa hinsichtlich der Verwendung von Holzkohle oder Smokern.

Eine Feuerschale: Für das private Lagerfeuer

Zum Grillen in Feuerschalen sollten einzig Materialien aus Edelstahl, Eisen oder Gusseisen verwendet werden.
Zum Grillen in Feuerschalen sollten einzig Materialien aus Edelstahl, Eisen oder Gusseisen verwendet werden. (Bild: Adobe Stock, Kirill Gorlov, #453767025)

Wo gegrillt wird, sitzen Gäste nach dem Essen meist noch etwas länger. Und je tiefer die Sonne hinter dem Horizont versinkt, umso kühler werden auch die Temperaturen. Viele Gartenbesitzer entscheiden sich aus diesem Grund für eine Feuerschale. Ähnlich dem Kauf eines Grills sind auch hier wieder kaum Grenzen gesetzt.

Von einfach mobilen Feuerschalen, die sich um Garten von einer Ecke in die nächste Ecke bewegen lassen, reicht die Auswahl hier bis zu fest installierten Feuerstellen. Die persönliche Entscheidung hängt an dieser Stelle vor allem von der Frage ab, wie hoch:

  • Bequemlichkeitsfaktor
  • Bedienung
  • Budget

sein sollen. Einfache transportable Feuerschalen werden mit Holz und einem Anzünder bestückt – fertig. Nach dem Abkühlen der Aschereste kann damit nach Gusto verfahren werden. Sehr aufwendig gearbeitete Geräte haben einen Aschekasten und eine Lüftungssteuerung. Darüber hinaus spielt natürlich auch das verwendete Material eine Rolle – Produkte aus hochwertigem Stahl sind besonders haltbar.

In die Entscheidung fließen aber noch ganz andere Aspekte ein. Die Größe der Feuerschale ist an dieser Stelle genauso zu nennen wie das Zubehör. Einige Hersteller bieten inzwischen Aufsetzringe an. Damit werden Funkenflug und das Brandrisiko durch herausfallende Glutstücke minimiert. Ein zusätzlicher Deckel nimmt dem Feuer den Sauerstoff und lässt es kontrolliert erlöschen. Außerdem sind im Angebot auch Grillroste und Grillringe zu finden.

Letztere bestehen aus einem Stahlring mit einer mittigen Öffnung. Auf diese kann ein Rost gelegt bzw. Holz nachgelegt werden. Über die Metallfläche lässt sich ähnlich einer Plancha oder Grillplatte Essen – vom Bacon bis zum Spiegelei – zubereiten.

Sitzmöglichkeiten: Für einen bequemen Abend

Grillen und das laue Sommerwetter im Stehen genießen – vielleicht eine Aussicht bei Volksfesten und Rockfestivals, aber garantiert nicht zu Hause. Wer sich damit beschäftigt, den eigenen Garten mit einer BBQ Ecke zu erweitern, denkt auch über Gartentisch und Stühle nach. Lange hat hier hässlicher, dafür aber langlebiger Kunststoff den Ton angegeben. Inzwischen geht es aber auch anders.

Der Handel bietet sehr viele hochwertige Designermöbel für den Garten an. Dabei reicht der Materialmix von sehr natürlichen Materialien wie Holz bis zu Metall und hochwertig verarbeiteten Kunststoffen, was den Sitzmöglichkeiten einen eher kühlen und modernen Look verleiht. Einfach sechs Stühle und ein Tisch – damit geben sich viele Gartenbesitzer nicht mehr zufrieden.

Es darf schon etwas Besonderes sein. Der Garten wird mit einer bequemen Sitzecke aufgehübscht, die Lounge Charakter hat. Das Ganze wirkt fast schon wie eine Couch, auf der man es sich in einer warmen Sommernacht so richtig bequem machen kann. Beim Design und der Ausstattung sind an dieser Stelle natürlich überhaupt keine Grenzen gesetzt. Wer will, kann seinem Garten mit den Lounge-Möbeln einen modernen Look verpassen oder setzt auf ein eher rustikales Design.

Einige Punkte müssen in der Auswahl, ob es um die Sitzecke oder Gartenmöbel geht, spielt keine Rolle, besonders berücksichtigt werden:

  • Unterbringung im Winter
  • Witterungsbeständigkeit
  • Verletzungsgefahr.

Letzteres gilt vor allem dort, wo Kleinkinder mit unterwegs sind. Die Witterungsbeständigkeit spielt eine große Rolle im Hinblick auf Langlebigkeit. Gerade, wenn Holz verbaut wird, stellt sich die Frage nach:

  • Lacken
  • Lasuren
  • Holzölen.

Die Beständigkeit der einzelnen Anstriche ist dabei höchst unterschiedlich.

Sonnenschirm, Markisen, Beleuchtung und Co.

Schutz- und Schattenspender: Die Flucht unter den Sonnenschirm hilft bei zu starkem Sonnenschein.
Schutz- und Schattenspender: Die Flucht unter den Sonnenschirm hilft bei zu starkem Sonnenschein. (Bild: Pixabay)

Schon mal in der prallen Sonne gesessen? Dies wird in der Regel sehr schnell unangenehm. Aus diesem Grund braucht es auch einen Sonnenschutz. Dieser lässt sich heute durch:

  • Sonnenschirm
  • Markisen

realisieren. Letztere sind meist nur dann eine Option, wenn sich die Sitz- und Grillecke direkt ans Haus anschließt. Hochwertige Markisen bringen ein gewisses Gewicht auf die Waage und müssen entsprechend sicher installiert werden.

Beim Sonnenschirm setzen viele Gartenfans inzwischen auf große Ampelschirme mit 3 bis 4 Metern Durchmesser. Der Vorteil: Wenn sie nicht gebraucht werden, ist die Unterbringung platzsparend. Aufgeklappt beschatten die Schirme eine große Fläche. Achtung: Beim Kauf unbedingt auf den UV-Schutz der Bespannung achten und im Hinterkopf behalten, dass Ampelschirme im offenen Zustand konstruktionsbedingt etwas mehr Platz brauchen.

Neben dem Sonnenschutz überlegen sich viele Haus- und Gartenbesitzer, wie sich die BBQ- und Sitzecke beleuchten lässt. Im Dunkeln will niemand sitzen. Natürlich gibt es noch die Feuerschale, welche aber nicht rund um die Uhr in Betrieb ist. Geeignet sich hier unter anderem:

  • Sturmlaternen mit Petroleum
  • LED-Lichter
  • Ethanol-Lichter.

Letztere kennen einige Gartenbesitzer auch in Form von Ethanol-Kaminen. Deren Hersteller haben diese in den letzten Jahren deutlich verkleinern können. Sprich die Ethanol-Lichter gibt es inzwischen auch in einer Größe ähnlich traditioneller Sturmlaternen, die als Beleuchtung übrigens einen zweiten Frühling erleben. Wer im Hinblick auf die Brandsicherheit komplett auf Flammen verzichten will, kann zu Leuchtmitteln auf LED-Basis greifen. Hier sollte allerdings im Hinterkopf behalten werden, dass diese Leuchtmittel durchaus ein sehr kühles Licht abgeben, was sich auf die Atmosphäre am Ende nachteilig auswirkt.

Fazit: Mit dem richtigen Equipment zu traumhaften Gartentagen

Der eigene Garten hat auf jeden Fall das Zeug zur Grill- und BBQ Ecke. Wer sich hier so richtig austoben will, kann kreativ unterwegs sein oder echtes High End Equipment in den Garten stellen. Der Fantasie sind an dieser Stelle eigentlich so gut wie keine Grenzen gesetzt. Aber: Es kommt auf jeden Fall darauf an, hier auf Sicherheit zu achten und natürlich im Hinterkopf zu behalten, welche Anforderungen erfüllt sein müssen. Mehrere tausend Euro ausgeben, um dann von der Funktion eines Gasgrills enttäuscht zu sein – ein Fehler, den sicher niemand wirkliche gerne macht.