Der Abend beim EVR freut nur einen Ex-Ravensburger

Der Abend beim EVR freut nur einen Ex-Ravensburger
EVR Abwehr und Heckberger in Bedrängnis: David Heckenberger geriet gegen den ESC Hügelsheim im EVR-Gehäuse öfter in Bedrängnis als ihm lieb sein konnte. (Bild: EVR / Winfried Leiprecht)
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Redaktion

Ravensburg – Richtig Freude hatte am Heimauftakt des EV Ravensburg in die neue Regionalligasaison nur ein einziger Ravensburger: Constantin Haas, beim EVR ausgebildeter Torhüter, jetzt im Kasten der Baden Rhinos aus Hügelsheim. Beim 0:2 feierte er einen Shutout an alter Wirkungsstätte, wobei es ihm seine früheren Teamkameraden phasenweise nicht allzu schwer machten.

Der EVR begann mit viel Schwung, hatte optisch das Übergewicht. Schon in der 3. Minute kam Louis Delsor nach einem Fehler in der Hügelsheimer Hintermannschaft in optimale Schussposition, war aber wohl selbst zu überrascht. Die Ravensburger spielten engagiert und schnell nach vorne. Doch die hohen Schüsse flogen zumeist um das Tor von Haas herum. Die Stürmer wurden von den konsequent verteidigenden Hügelsheimer zu oft in die Ecken abgedrängt.

Für Schönheit gibt es keinen Preis, es zählt das Ergebnis. Diesbezüglich waren die badischen „Nashörner“ einmal mehr die entscheidende Spur abgezockter als die wacker stürmenden Oberschwaben. In der 9. Minute die bis dahin größte Chance der Gäste, die aber das leere Tor verfehlten. In der 10. Minute war es geschehen. Mirco Majewski setzte die Scheibe aus spitzem Winkel hoch hinter das Quergestänge des EVR-Gehäuses.

Zu oft verzettelte sich der EVR beim Passspiel bereits in der neutralen Zone. Nach dem 0:1 zur Pause liefen die Ravensburger in der 32. Minute in einen Konter, den Noel Johnson zum 0:2 abschließen konnte. Eingeleitet hatte den Gegenstoß ihr Torhüter, der damit neben dem Shutout auch noch einen Assist mit nach Baden nahm. Hätte David Heckenberger nicht gegen den durchgelaufenen Simon Klemmer gerettet, wäre das Spiel schon früh entschieden gewesen. So wurde die 38. Minute zum Knackpunkt. Kurz hintereinander wanderten zwei Hügelsheimer in die Kühlbox. Eineinhalb Minuten lang spielte der EVR in doppelter Überzahlt. Richtig gefährlich wurde es nicht. Das gab ersichtlich einen Knick.

So ging es in ein Schlussdrittel, in dem die „Nashörner“ einen Angriff des EVR um den anderen abprallen ließen. An Einsatz mangelte es nicht. Die dezimierte Abwehr schien anfangs der Schwachpunkt der Oberschwaben zu sein. Je länger das Spiel dauerte desto mehr wurde ihnen die mangelnde Treffsicherheit vorne zum Verhängnis.

 Mit zwei Niederlagen ist die Mannschaft jetzt in die Saison gestartet. Als nächstes geht es nach Heilbronn, danach kommt Zweibrücken. Das wird ein schwieriger Herbst. Wenigstens kehrt Dominik Fehr ins Training zurück und der Pass von Marian Eisenbarth sollte kommen. Das eröffnet Trainer Martin Valenti hinten weitere Optionen.

EVR – ESC Hügelsheim 0:2
0:1 (9:53) Majewski (Rösch); 0:2 (31:58) Johnson (Rösch, Haas)

Strafen: EVR 14; Hügelsheim 14