Den Wild Wings gelingt ein überzeugender Heimauftritt

Den Wild Wings gelingt ein überzeugender Heimauftritt
Jubel über einen klaren Sieg: die Schwenninger Wild Wings schlagen Augsburg. (Bild: DEL Photo-Sharing)
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Redaktion

Schwenningen – Die Schwenninger Wild Wings haben ihr Heimspiel in der Penny-DEL gegen die Augsburger Panther mit 4:0 gewonnen. Dabei dauerte es ein wenig, bis der Heimerfolg der Hausherren  feststand, weil man zunächst noch nicht genau genug zielte.

Die erste Großchance eröffnete sich den – laut Vereinsmitteilung – furios startenden Wild Wings gleich in der ersten Minute. Boaz Bassen bediente Troy Bourke, der die Scheibe in die Augsburger Zone beförderte – sein Pass auf Thuresson geriet jedoch ein klein wenig zu steil.

Und es ging – so die Wild Wings – gerade so weiter. Erst verpassten Olver und Huß haarscharf, wenig später lag Cerny, aber nicht die Scheibe, im Netz von Olivier Roy. In der Folge konnten sich die Panther etwas aus der Schwenninger Umklammerung befreien. Doch die ersten zehn Minuten dieser Partie gehörten eindeutig den Gastgebern.

Aber: Es dauerte bis zur 15. Minute, als Boaz Bassen wieder eine gute Einschuss-Möglichkeit hatte. Er benötigte aber einen Tick zu lange, bis er die vollständige Kontrolle über die Scheibe hatte. Im Anschluss musste Thuresson auf die Strafbank und es boten sich einige Abschlüsse für die Augsburger, doch Joacim Eriksson war zur Stelle.

1:42 Minuten vor Ende des ersten Drittels zog Andreas Thuresson aufs kurze Eck ab, der Blocker von Roy verhinderte den Einschuss. Augsburg nahm eine Überzahl mit in den Mittelabschnitt und als Marius Möchel auch noch eine Strafe kassierte, mussten die Schwenninger ein „Drei gegen Fünf“ überstehen.

Kurz nachdem die Schwenninger wieder komplett waren, wurde Andreas Thuresson zu Fall gebracht. Was folgte, waren nur ein paar Sekunden Überzahl, weil Emil Kristensen das Ding auf Vorlage von Christopher Fischer unhaltbar in die Maschen hämmerte (25.).

Und: Beinahe wäre es nur wenige Augenblicke später zum 2:0 durch Darin Olver gekommen, aber Roy riss die Fanghand hoch. In den Folgeminuten hatte Augsburg einmal mehr ein Powerplay. Stieler prüfte Eriksson, doch der schluckte den Puck mit seinen Schonern.

Knapp neun Minuten waren noch auf der Uhr, als die starke Reihe um Bourke, Bassen und Thuresson Verteidiger Johannes Huß mit in die Offensive einband, aber die letzten Zentimeter fehlten. Beim 2:0 durch Jamie MacQueen fehlte gar nichts – es passte alles.

Darin Olver antizipierte den Turnover und passte quer, wo MacQueen keine Mühe hatte, das Ding zu versenken. Danach passierte vor beiden Toren nichts nennenswertes mehr. Die Wild Wings machten da weiter, wo sie im Mittelabschnitt aufgehört hatten. Mit viel Druck und in Überzahl lief die Scheibe prächtig, was zu einer Vielzahl an großartigen Chancen führte.

Augsburg konnte in dieser Phase nur selten für eigene Entlastung sorgen und wenn, dann kamen die Schüsse von weit draußen und sorgten nicht für große Gefahr. Marius Möchel war es schließlich, der Schwenningen mit 3:0 in Führung brachte. Sein Schuss von der blauen Linie – und Boaz Bassen im Sichtfeld von Roy – waren zu viel für den Augsburger Goalie.

Die Panther reagierten nochmals und kamen in der 48. Minute durch T.J. Trevelyan zu ihrer bis dato vielleicht besten Chance. Bis in die 53. Spielminute mussten die Schwenninger warten, um ihren vierten Treffer an diesem Abend zu bejubeln.

Und das nach einem guten Powerplay der Unit mit Robak, Thuresson, Bourke und den Spink-Zwillingen: Auf ein sicheres Passspiel, folgten gute Abschlüsse und nach etwas mehr als 70 Sekunden dann das Tor durch Tyson Spink.

Alexander Weiß brachte die Scheibe etwas mehr als zwei Minuten vor Spielende im „Drei auf Zwei“ ins Drittel der Panther, doch Roy zeigte einen starken Save gegen Tyson Spink. Danach verteidigten die Gastgeber leidenschaftlich und sicherten Joacim Eriksson seinen ersten Shutout in der Penny-DEL.

„Ich habe mich sehr gut gefühlt im Tor. Aber ich glaube, wir haben auch als Team defensiv gut agiert und das Zentrum geschlossen. Die Jungs haben viele Schüsse geblockt und alles in allem war es ein guter Job im eigenen Drittel“, bilanzierte Goali Eriksson.

Tore:

1:0 | 24:06 E. Kristensen #82 | C. Fischer #58, J. MacQueen #95
2:0 | 34:22 J. MacQueen #95 | D. Olver #40
3:0 | 45:04 M. Möchel #91 | A. Thuresson #36, T. Bourke #70
4:0 | 52:52 T. Spink #96 | T. Spink #90, A. Thuresson #36