„Das Wichtigste ist Begegnung“: OB Claudia Alfons zu Gast bei Bundespräsident Steinmeier

„Das Wichtigste ist Begegnung“: OB Claudia Alfons zu Gast bei Bundespräsident Steinmeier
Claudia Alfons mit dem Bundespräsidenten Frank-Walter Steinmeier. (Bild: Stadt Lindau)
WOCHENBLATT
Redaktion

Lindau – Der Krieg in der Ukraine und die Corona-Krise sind die bestimmenden Themen in der Auftaktveranstaltung zu „Ortszeit Deutschland“ gewesen. Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hatte dazu unter anderem Lindaus Oberbürgermeisterin Claudia Alfons eingeladen. Ihr Thema: Der Weg aus der Corona-Krise. Denn hier hat sich Lindau früh auf den Weg gemacht.

Es sind turbulente Zeiten. Krieg folgt auf Corona, die Verunsicherung wächst, und vielerorts die Distanz zwischen Bürgerschaft und Politik. Wohl auch, weil während er Corona-Pandemie auch die Distanz zwischen den Menschen gewachsen sei, wie der Bundespräsident zu Beginn des Gesprächs mit der Lindauer Oberbürgermeisterin vermutete. Aber wie gegensteuern?

„Das Wichtigste ist Begegnung zu ermöglichen, in den Austausch miteinander zu kommen“, so das Lindauer Stadtoberhaupt. Es sei notwendig, die Identifikation der Bürgerinnen  und Bürger mit der Stadt weiter zu stärken.

„Jeder Bürger soll sich nicht nur als eine Art Konsument der Infrastruktur fühlen, sondern sich auch fragen, wie er die Stadt mitgestalten könne“, formulierte Alfons eines der Ziele der Stadtverwaltung Lindau. Steinmeier hieb später in die gleiche Kerbe: „Ich sage immer, das Grundgesetz kennt keine Staatskunden, sondern nur Staatsbürgerinnen und Bürger.“

Bürgerinnen und Bürger, auf die sich Lindau während der Pandemie verlassen konnte. Denn trotz der Nähe zur Schweiz hätten die Lindauerinnen und Lindauer nicht neidisch zu den Eidgenossen geschielt, konnte sie eine entsprechende Nachfrage Steinmeiers beantworten.

Neue Wege auch in der Bürgerbeteiligung

Es sei aber auch gelungen, trotz der Pandemie, immer wieder Aufbruchsstimmung zu erzeugen. Sie erinnerte an die Gartenschau und die Chagall-Ausstellung, aber auch an das Engagement der Sportvereine, die digitale Angebote geschaffen hätten. „Viele sind neue Wege gegangen“, lobte sie.

Neue Wege waren auch der Grund für die Einladung an die Stadt Lindau gewesen. In Berlin waren die neuen Bürgerbeteiligungsmodelle der Stadt positiv aufgefallen.

Claudia Alfons nutzte die Gelegenheit auch, Steinmeier auf eine Ortszeit nach Lindau einzuladen. Er kennt die Stadt zwar von einem Besuch bei der Tagung von Religions for Peace. Doch Ziel des Bundespräsidenten bei seiner Reise durch die Bundesrepublik, die im thüringischen Altenberg beginnen wird, ist es an einem Ort länger zu verweilen. Er will auch seine Amtsgeschäfte aus der jeweiligen Stadt führen.

(Pressemitteilung: Stadt Lindau)