Das Ökomobil besucht das Gymnasium Aulendorf

Das Ökomobil besucht das Gymnasium Aulendorf
Schüler des Gymnasiums Aulendorf im Labor des Ökomobils. (Bild: Gymnasium Aulendorf)
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Redaktion

Aulendorf – Am Mittwoch, den 20.07.2022, besuchte Herr Jung mit dem ÖKOMOBIL das Gymnasium Aulendorf. Das Ökomobil ist ein fahrbares Umweltlabor des Regierungspräsidiums Tübingen, ausgestattet mit Unterrichtsmaterial und Ausrüstung für die Feldforschung im Gelände.

Die Kl. 9 des Gymnasiums Aulendorf untersuchte einen Vormittag lang die verschiedenen Grünlandtypen (intensiv gemähten Rasen, extensiv gemähte Wiese und einen zunächst unscheinbaren Blühstreifen) des Schulgeländes im Hinblick auf Biodiversität.

Wie zeigt sich „Vielfalt“ überhaupt? Z. B. in verschiedenartigem Aussehen von Individuen einer Art oder dem Vorkommen unterschiedlicher Arten im selben Lebensraum. Anhand einer Studie informierte sich die Klasse über den dramatischen Rückgang der relativen Artenzahl bestimmter Vögel und Insekten innerhalb von 10 Jahren auf derselben Untersuchungsfläche – ein Problem auch für die Menschheit. Die Erhaltung der Biodiversität ist nicht nur ein gemeinschaftliches Ziel, sondern durchaus ein eigennütziges für jeden von uns.

Anschließend erarbeiteten die Schüler und Schülerinnen, welche Auswirkungen die Gestaltung der Landschaft auf die Biodiversität hat (Siedlung, Straßen, Wald, Wiese, Acker, Gewässer) und mit welchen speziellen Problemen die einzelnen Landschaftstypen konfrontiert sind. Es wurden aber auch Lösungsmöglichkeiten für Politik und den Einzelnen aufgezeigt und in einen übergeordneten Zusammenhang gebracht.

Nach diesem lehrreichen Theorieteil untersuchten die Schüler und Schülerinnen ganz praktisch mit Fangnetz, Fanggläsern, Binokularen und Bestimmungsmaterial die oben genannten Grünlandtypen. Hierbei zeigte sich, dass der Rasen mit durchschnittlich 13,5 Pflanzenarten eine deutlich geringere Artenvielfalt aufweist als der Blühstreifen mit durchschnittlich 24 Arten.

Ein vergleichbares Ergebnis zeigte sich auch bei den Tierarten. Bei den Tieren wurde bei der Bestimmung noch einmal anschaulich, wie viele unterschiedliche Arten alleine bei den Wanzen, Spinnen oder Raupen zu finden sind. Es ist beeindruckend, dass bereits der kleine unscheinbare Blühstreifen so viel bewirken kann und Nahrung und Lebensraum für so viele Arten bietet! Viele kleine Taten führen zum Ziel und so lässt der eine oder andere vielleicht zukünftig ein kleines Buffet im Garten stehen.

Das Gymnasium Aulendorf dankt allen, die den Besuch des Ökomobils möglich gemacht haben.

(Pressemitteilung: Gymnasium Aulendorf)