Das Halbfinale gegen den amtierenden Meister steht an

Das Halbfinale gegen den amtierenden Meister steht an
Playoff-Halbfinale der easyCredit-BBL. (Bild: picture alliance / Eibner-Pressefoto | Eibner-Pressefoto/Roger Buerke)
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Redaktion

Neu-Ulm – Die Basketballer von ratiopharm Ulm starten am Sonntag, 30. Mai, bei Alba Berlin in die Halbfinal-Serie der Playoffs in der easyCredit-BBL. Sport 1 überträgt das Spiel ab 14 Uhr live im Free-TV.

Zum siebten Mal in den vergangenen zehn Jahren steht ratiopharm Ulm – laut Vereinsmitteilung – im Halbfinale der BBL-Playoffs. Von Platz sechs nach Abschluss der Hauptrunde, hat es das Team von Jaka Lakovic unter die „besten Vier“ geschafft und dabei zwölf der letzten 13 Liga-Spiele gewonnen.

„Das ist ein großer Schritt für die Spieler, das Team und für diesen Club“, weiß der Headcoach, der mit seiner Mannschaft am Samstag in Richtung Berlin aufbricht. Mit einem 96:88-Heimsieg über die EWE Baskets Oldenburg machten die Ulmer schon am Mittwoch den Viertelfinal-Erfolg (3:1) gegen die Niedersachsen perfekt und erspielten sich damit auch zwei weitere Tage, an denen die Batterien wieder aufgeladen werden können.

Im eng getakteten Playoff-Spielplan können diese Extra-Stunden – so die Ulmer weiter – sehr wertvoll sein, denn auch in der Halbfinal-Runde wird wieder im 48-Stunden-Rhythmus gespielt: Am Sonntag (14 Uhr) und Dienstag, 1. Juni, ab 20.30 Uhr treffen die Teams in Berlin aufeinander.

Dann ist die Ratiopharm-Arena Austragungsort für Spiel drei am Donnerstag, 3. Juni, ab 20.30 Uhr, und ein mögliches viertes Duell am Samstag, 5. Juni, um 20.30 Uhr. Ein fünftes Spiel würde am 7. Juni – dann wieder in Berlin – stattfinden.

Noch mehr Zeit für Regenration und Training hatte unterdessen der Gegner. Denn bereits am Montag gewann Alba das dritte Spiel gegen den Playoff-Neuling Hamburg Towers. Damit sind die Berliner das einzige Team der Liga, das ungeschlagen ins Halbfinale einzog.

Und das, obwohl der amtierende Meister dabei auf Johannes Thiemann, Luke Sikma und später auch auf Louis Olinde verzichten musste. Auf der Center-Position waren dafür Ben Lammers und der 2,21-Meter große Christ Koumadje gefordert, der beim letzten Aufeinandertreffen in Ulm zwar in der Arena war, aber noch nicht zum Einsatz kam.

„Wir spielen gegen einen der Favoriten auf den Titel. Alba ist ein extrem starkes Team, das sehr tief besetzt ist. Es wird keine großen Überraschungen geben. Wir müssen versuchen, ihren Rhythmus und ihr Tempo zu kontrollieren und um jeden Ballbesitz kämpfen“, stellt Lakovic klar.

Wenn möglich soll dabei auch Verteidigungs-Experte John Petrucelli helfen. Der Guard verletzte sich am Mittwoch in der ersten Halbzeit gegen Oldenburg am Knöchel und konnte danach nicht mehr eingreifen. Bei einer MRT-Untersuchung sei allerdings keine schlimmere Verletzung festgestellt worden.

Und da der Knöchel auch nicht geschwollen ist, stehen die Chancen gut, dass Petrucelli in der Serie und vielleicht sogar schon am Sonntag einsatzbereit ist. „Wir hoffen, dass John spielen kann. Es wird darauf ankommen, ob der Schmerz bis dahin nachgelassen hat“, betont Lakovic.