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Das beliebteste Heiß­getränk der Deutschen hat einen Ehrentag: Internationaler Tag des Kaffees

Das beliebteste Heiß­getränk der Deutschen hat einen Ehrentag: Internationaler Tag des Kaffees
Vor allem morgens trinken viele Menschen gerne eine Tasse Kaffee, um den Kreislauf in Schwung zu bringen und fit für den Tag zu werden. (Bild: Manuel Feininger)

Im Jahr 2006 wurde vom Deutschen Kaffee­verband der „Tag des Kaffees“ zum internationalen Tag initiiert. Seitdem wird der Ehren­tag jedes Jahr am 01. Oktober gebührend zelebriert, denn kaum ein Heißgetränk sorgt für so viel Abwechslung und immer wieder neuen Genuss wie Kaffee.

Kaffee ist weit mehr als nur ein Überlebenselixier für Morgenmuffel

Im Vergleich zu Wein hat Kaffee rund doppelt so viele Aromen. Wein hat um die 400 Aromen, Kaffee hat ca. 800. Mit einem jährlichen Verbrauch von 162 Litern pro Kopf ist Kaffee immer noch das beliebteste Getränk der Deutschen. Die Corona-Pandemie hat dazu geführt, dass sich viele Menschen intensiver mit der Zubereitung des Muntermachers beschäftigt haben und größeren Wert auf Qualität legen. Kleinere Röstereien aus der Region haben hier oft die Nase vorn. Sie kreieren interessante Aromen und rösten schonend. Alles ist natürlich eine Frage des Preises.

Kaffee ist das beliebteste Heißgetränk der Deutschen.
Kaffee ist das beliebteste Heißgetränk der Deutschen. (Bild: Pixabay)

Teure Kaffeemaschinen sind im Trend

Die Zeiten, in denen die braune Brühe stundenlang ihr Dasein in der Thermoskanne fristete und dabei unangenehme Bitterstoffe freisetzte, ist längst vorbei. Das Geld für den Urlaub konnte die letzte Zeit kaum ausgegeben werden und manch einer hat sich als Ersatz einen teuren Kaffeesiebträger geleistet. Kaffeegenuss wird in den eigenen vier Wänden zelebriert und die Herstellung ist zu einer Passion geworden.

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Um aber den perfekten Kaffee in der Tasse genießen zu können, kommt es auf die richtige Zubereitung an. Wichtige Faktoren hierbei sind die Röstung der Bohnen, eine gute Maschine, Mahlgrad, Pulvermenge, Wassertemperatur und -härte. All diese Eigenschaften beeinflussen die Qualität entscheidend.

Was ist, wenn die Kaffeemaschine streikt?

Wer den köstlich-cremigen Genuss am Morgen gewohnt ist, möchte ungern darauf verzichten. Aber auch das modernste Gerät geht mal kaputt, oder der Kaffee schmeckt plötzlich bitter, wenn die Einstellung nicht mehr stimmt. Hier kommt zum Beispiel Kaffeemaschinen Pilz in Gottmadingen ins Spiel. Der kompetente Reparaturbetrieb kann auf eine jahrelange Erfahrung zurückblicken und kennt sich mit Kaffeemaschinen, Kaffee-Vollautomaten und Siebträgern aller Art bestens aus.

Nicht nur für Privatleute stellt das reparieren und instanthalten eine echte Alternative zum Neukauf dar – auch für größere Unternehmen werden Serviceleistungen wie Wartungen und die Automatenverpflegung angeboten. Ein Anruf genügt!

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„Geiz ist geil“ war gestern

„Die Leute zielen auf das Thema Genuss ab, denn der Slogan ´Geiz ist geil´ ist vorbei. Das was ich vorne rein gebe, kommt unten raus,“ so Alexander Gourguis, Barista und Inhaber der Kaffeerösterei Purschwarz in Wiggensbach im Allgäu. Er bezieht seine Bohnen vom Rohkaffeehändler oder direkt von kleineren Kaffeebauern. Einige besucht er regelmäßig und unterstützt sie auch mit Aktionen. „Natürlich bekommt der Großhändler einen besseren Preis wie eine kleine Rösterei.“

Kaffee ist ein Naturprodukt und nicht jede Ernte schmeckt jedes Jahr gleich

Umwelteinflüsse, wo die Bohnen wachsen und wie sie gepflegt werden, spielen eine große Rolle. „Wichtig ist, dass man im direkten Handel unterschiedliche Bohnen kauft – von günstig bis teuer, von Bio bis sehr teuer. Man darf sich nicht nur vom Preis oder einem Siegel beeinflussen lassen. Die höchste Priorität hat die Qualität. Wir bestellen von verschiedenen Kaffeebauern aus mehreren Ländern kleinere Mengen, rösten diese dann zur Probe und entscheiden in einer Blindverkostung, welcher Kaffee besonders schmeckt. Erst dann wird eine größere Menge bestellt.“

Die richtige Kaffeezubereitung ist eine Kunst für sich.
Die richtige Kaffeezubereitung ist eine Kunst für sich. (Bild: Manuel Feininger)

Nachhaltigkeit ist wichtig

Das Hauptaugenmerk liegt neben der Nachhaltigkeit auf einer besonders ausgefeilten und schonenden Röstung – und all das hat seinen Preis. „Natürlich wird auch schlechter Kaffee geerntet und verarbeitet. Das sind dann dunkle Röstungen, die für kleines Geld gekauft werden. Viele Leute sind leider oft noch falsch kalibriert und kennen nur den Geschmack des Italieners von nebenan. Wenn ich den Vergleich nicht kenne – kann ich nicht beurteilen.“ Der Trend geht aber eindeutig zu mehr Qualität. Mehr Wissenswertes zur Manufaktur von Alexander Gourguis gibt’s unter www.purschwarz.de.

Kleinere Röstereien müssen immer kräftiger in die Tasche greifen

Dennis Hülsbusch betreibt seit einigen Jahren die Feinrösterei Monokel in Schönberg bei Bodnegg und hat sich unter Kaffeetrinkern in Oberschwaben einen Namen gemacht. Mit Schrecken hat er die letzten Monate die Preise an der Kaffeebörse verfolgt. Der Handelspreis der Rohware war um mindestens 20 % höher als im Vorjahr und die Preise entfernten sich utopisch von den letztjährigen Zahlen. Für Hülsbusch heißt das eine große Investition auf die Vorleistung.

Brasilien ist der weltweit größte Produzent von Arabica-Bohnen. Frost und Dürre führten in vielen Landesteilen zu Ernteausfällen. „Das trifft besonders uns kleinere Röstereien. Der Industriekaffee wird seine Preise höchstwahrscheinlich auch nicht halten können und Kaffeetrinker bekommen die Preissteigerung wohl bald zu spüren.“

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Der Transport von Übersee ist im letzten Jahr um das Vierfache gestiegen

Die letzten Meter bis zum Empfänger per Spedition haben sich ebenfalls u.a. aufgrund der CO²-Steuer in diesem Jahr um 15% erhöht und ein Ende ist wahrscheinlich erst dann in Sicht, wenn die geplanten 45% erreicht sind,“ so Hülsbusch. Der Kaffeepreis wird an der Börse gehandelt und unterliegt großen Schwankungen – je nach aktueller Wirtschaftslage.

Bessere Bohnen haben ihren Preis

„Kommt der Rohkaffee von kleineren Plantagen, kann man davon ausgehen, dass die Kaffeepflanze schonender wachsen durfte und nicht nur für den schnellen Ertrag kultiviert wird. Das bringt einen Mehraufwand für die Kaffeebauern mit sich und spiegelt sich natürlich im Preis.“

Ist der Rohkaffee dann in der Rösterei angekommen, wird dieser im traditionellen handwerklichen Verfahren veredelt. Das heißt, 15 kg Rohkaffee werden bei etwa 200-230° Grad im gasbetriebenen Trommelröster zu ca. 12,5 kg Röstkaffee.

Im Trommelröster wird Rohkaffee zu Röstkaffee, unangenehme Stoffe werden abgebaut und das Aroma voll entwickelt.
Im Trommelröster wird Rohkaffee zu Röstkaffee, unangenehme Stoffe werden abgebaut und das Aroma voll entwickelt. (Bild: Manuel Feininger)

Ein Röstvorgang dauert bei Monokel zwischen 18 bis 23 Minuten. So werden die für den Magen unangenehmen Stoffe, z.B. die Chlorogensäure, abgebaut und das Aroma voll entwickelt. „Jetzt wird die Kaffeesteuer an den Zoll abgeführt. 2,19 EUR für jedes Kilo Röstkaffee, unabhängig vom Einkaufspreis und zusätzlich zur Mehrwertsteuer.“

Das Drumherum muss auch berücksichtig werden

Um das volle Geschmackserlebnis zu halten, wird der Kaffee in hochwertige Aromaschutztüten verpackt. „Der Preis der Kaffeetüten hat sich in diesem Jahr um 15% erhöht. Dazu kommen seit neuem Verpackungslizenzgebühren für jeden Karton, Verpackungsmaterial und Kaffeetütenverpackungen, im Durchschnitt 0,60 EUR pro Kilogramm.“

So liegt es nahe, dass guter Kaffee von kleineren Röstereien auch einen höheren Preis hat. „Anbau, Ernte, Aufbereitung, Transport, Preisschwankungen, Energiekosten, handwerkliches Röstverfahren, kleine Chargen, hochwertige Umverpackung, Verpackungs-, Kaffee- und Mehrwertsteuer, tragen dazu bei, dass der Preis pro Packung höher ist als bei industriell verarbeitetem Kaffee, der auf Großplantagen angebaut wird.“

Voll kompostierbare Kaffeekapseln aus heimischen Hölzern, völlig frei von Plastik hergestellt.
Voll kompostierbare Kaffeekapseln aus heimischen Hölzern, völlig frei von Plastik hergestellt. (Bild: Manuel Feininger)

Der neuste Clou des innovativen Rösters aus Bodnegg sind voll kompostierbare Kaffeekapseln. Hergestellt aus heimischen Hölzern, ohne Aluminium oder Plastik. Wer neugierig geworden ist, schaut einfach mal in der Feinrösterei Monokel in Schönbuch 15 bei Bodnegg vorbei. Öffnungszeiten: Di. 9-18 Uhr, Fr. 12-17 Uhr. Mehr unter www.monokel-kaffee.de

Cold Brew: Viel mehr als nur „kalter Kaffee“

Hier ein Tipp für Genießer: 100 g grob gemahlenen Kaffee mit 1 l Wasser gut verrühren. Den Kaffee abdecken und mindestens 12 Stunden im Kühlschrank ziehen lassen. Dann alles filtern. Die fertige Mischung kann man pur genießen, mit Fruchtsäften mischen, mit einem Schuss Gin aufpimpen oder mit einer Kugel Vanilleeis als Eiskaffee schlemmen. Das schmeckt auch im Herbst.