BUND Naturschutz auf der Gartenschau

BUND Naturschutz auf der Gartenschau
(Bild: BUND Naturschutz Kreisgruppe Lindau)
WOCHENBLATT
Redaktion

Lindau – Seit Wochen bereitet die Kreisgruppe Lindau ihren Auftritt bei der Lindauer Gartenschau vor. Die Ideenschmiede für die verschiedenen Projekte ist abgeschlossen, Förderanträge genehmigt – jetzt geht es an die Umsetzung.

Die Gestaltung des Gartenschaugeländes, auf dem sich die Kreisgruppe des BUND Naturschutz (BN) präsentiert, wird in den nächsten Tagen und Wochen sichtbar Gestalt annehmen. Was man nicht sehen kann sind die vielen laufenden Vorbereitungen, um das Gelände mit Leben zu füllen. Wechselausstellungen, Vorträge, Mitmachaktionen und Beiträge zum Bunten Klassenzimmer sind geplant.

Immer samstags sind Kinder mit Eltern und Großeltern eingeladen, mit Naturmaterial kreativ zu werden. Vom Schwemmholz bis zur Baumrinde, Mobiles, Masken oder Windlichter – hier darf jeder ein Schmuckstück gestalten und mit nach Hause nehmen. Aber auch der  Nisthilfenbau für Insekten und Vögel sind im Programm. Und ein Tag für Naturkosmetik oder Bienenwachstücher steht ganz im Zeichen der Nachhaltigkeit. Diese Mitmachaktionen werden von ehrenamtlichen Helfern des BN angeleitet und betreut, wer noch dabei sein möchte darf sich gerne in der Geschäftsstelle des BN melden, das Helferteam freut sich über jede Hand.

Dienstags werden Kitas oder Schulen zu zweistündigen Entdeckertouren am Tümpel und im Reich der Insekten willkommen geheißen oder können sich zur Rallye  „Oase Stadt“ anmelden. Die Tierwelt im Gartenteich und die Insekten auf der Wiese stehen dabei im Mittelpunkt.  „Es wird sogar einen Schmetterlingszuchtkasten zur Beobachtung der Entwicklung vom Ei, Raupe, Puppe bis zum Schmetterling geben“, verrät Geschäftsführerin Claudia Grießer vom BN. Und welche Tier- und Pflanzenarten sich in Städten wohlfühlen erfährt man auf den im gesamten Gelände verteilten Tafeln der Rallye.

Im Pavillon des BUND Naturschutz warten monatlich wechselnde Ausstellungen auf viele Besucher: Eine neue Ausstellung über den Bodensee wird es geben, die Gebietsbetreuerin Isolde Miller hauptverantwortlich entwirft. Das Leben und die Bedeutung von Stadtbäumen, oder wilde Pflanzen im Gartenraum werden vorgestellt, aber auch Negativbeispiele in der Gartengestaltung kommt der BN bei „Tatort Garten“ auf die Spur. Mit der Moorausstellung schließt der Reigen. Begleitend wird es Vorträge zu Wildbienen, naturnahem Gärtnern, Lichtverschmutzung, Fledermäusen, Lebensraum Tobel, Strandrasen, Moor und torffreies Gärtnern geben, die dem interessierten Publikum angeboten werden.

Im Juni plant die Kreisgruppe noch einen Stadtbaumwettbewerb, parallel zur Stadtbaumausstellung. Dabei möchte sie Lindauer Bürger dazu aufrufen, ihren Lieblingsbaum auf öffentlichem Gelände zu fotografieren. Der häufigste fotografierte Baum wird dann zum „Stadtbaum der Gartenschau“ und wird prämiert. Unter den eingesandten Fotos wählt eine Jury die drei schönsten Bilder aus, die Preisverleihung wird unter Schirmherrin Dr. Claudia Alfons, Oberbürgermeisterin, Anfang Juli stattfinden.

„Mit dem Stadtbaumwettbewerb möchten wir aus der Gartenschau heraus wirken und die wichtige Bedeutung der Stadtbäume im Siedlungsbereich für die Verbesserung von Luft und Klima hervorheben“, so Dr. Maximilian Schuff, stellvertretender Vorsitzender der BN-Kreisgruppe. „Lieblingsbäume“ sollen Wertschätzung erfahren und zukünftige Beachtung in der Stadtplanung finden.

Ein vielfältiges Programm hat sich die Kreisgruppe vorgenommen, „um auf der Gartenschau Akzente zu mehr Nachhaltigkeit und Artenvielfalt zu setzen“, so Claudia Grießer. Dafür bekommt die Kreisgruppe für die Zeit der Gartenschau noch Unterstützung von Denisse Flores, einer Mexikanerin, die einen Freiwilligendienst beim BN ableisten wird. Sie freut sich schon auf die vielen Begegnungen mit Besuchern auf der Gartenschau, für sie, ihre Kollegin, Freya Zeller, und die beiden Hauptamtlichen beim BN dreht sich gerade fast alles um die Gartenschau in Lindau.

(Quelle: BUND Naturschutz Kreisgruppe Lindau)