BodenseeBank war auch 2021 „wirtschaftlich erfolgreich“

BodenseeBank war auch 2021 „wirtschaftlich erfolgreich“
Blicken auf ein erfolgreiches Geschäftsjahr zurück (von links): Aufsichtsratsvorsitzender Jörg Bauer, dessen Stellvertreter Florian Schäfer, die Aufsichtsratsmitglieder Bettina Schäffler, Mathias Sinz und Martin Zentgraf sowie die beiden Vorstände Hans-Martin Blättner und Armin Mesmer. (Bild: BoBa/Ulrich Stock)
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Redaktion

Starke Zunahme im Kreditgeschäft – Kundenvolumen erreicht beinahe die Milliardengrenze

Lindau – Die Bayerische BodenseeBank – Raiffeisen – eG mit Sitz in Lindau konnte sich 2021, dem zweiten Corona-Jahr in Folge, im regionalen Finanzmarkt erneut gut behaupten und bei den wesentlichen Eckdaten nochmals zulegen.

Aufsichtsratsvorsitzender Jörg Bauer sprach bei der diesjährigen Generalversammlung in der Sumserhalle in Wasserburg von einem „wirtschaftlich erfolgreichen Geschäftsjahr“.

Große Steigerungen gab es vor allem im Kreditbereich, insbesondere aufgrund der anhaltend starken Nachfrage im Bereich Immobilien- und Wohnbaufinanzierung. Auch das Eigenkapital konnte weiter auf mehr als 40 Millionen Euro aufgestockt werden – mit über zehn Prozent liegt die Eigenkapitalquote der Bank nun deutlich über dem Durchschnitt im Genossenschaftsverband Bayern.

„Strafzinsen“ für Sichteinlagen

Dass die Bilanzsumme 2021 gegenüber dem vorausgegangenen Jahr um rund fünf Millionen auf knapp 371 Millionen Euro zurückging, habe vor allem damit zu tun, dass weniger in Sichteinlagen investiert wurde, um „Strafzinsen“, sprich Negativzinsen in Höhe von 0,5 Prozent zu vermeiden, erklärte Armin Mesmer, seit Anfang Februar Vorstandsmitglied der BodenseeBank, bei der Präsentation der Geschäftszahlen.

Stark zugenommen haben die Kundenkredite, die insgesamt, also unter Einbeziehung von Verbundpartnern wie z.B. der Bausparkasse Schwäbisch Hall, um sechs Prozent auf fast 430 Millionen Euro gesteigert werden konnten. Annähernd so stark, nämlich um 5,2 Prozent, stieg die Summe der Kundengelder – zusammen mit den Einlagen bei den Verbundpartnern auf rund 540 Millionen Euro.

Somit erreichte das gesamte Kundenvolumen (Kundenkredite plus Kundengelder) im vergangenen Jahr knapp 970 Millionen Euro – dies entspricht einem Zuwachs von 7,7 Prozent. Mesmer: „Damit haben wir bald schon die Milliardengrenze erreicht.“

Mit 5,205 Millionen Euro war das Zinsergebnis der Genossenschaftsbank wie schon in den Jahren zuvor 2021 nochmals rückläufig, was vor allem der fortgeführten Nullzinspolitik der EZB geschuldet sei, berichtete Mesmers Vorstandskollege Hans-Martin Blättner. Diesen Rückgang habe auch das auf 4,050 Millionen Euro gesteigerte Provisionsergebnis nicht ganz ausgleichen können.

Dennoch sei das Ergebnis vor Steuern mit 2,3 Millionen Euro besser ausgefallen als im Jahr davor, bedingt auch durch einen geringeren Sach- und Personalaufwand sowie weniger Abschreibungen, so Blättner.

Drei Prozent Dividende

Unterm Strich weist die BodenseeBank für 2021 einen Bilanzgewinn von knapp 309 000 Euro aus. Nach Abzug von gesetzlichen und anderen Rücklagen verbleibt ein Betrag von rund 106 000 Euro, der in Form einer dreiprozentigen Dividende, also gleich viel wie im Vorjahr, an die Genossenschafter und Genossenschafterinnen ausgeschüttet werden soll.

Auch in der diesjährigen Generalversammlung standen Wahlen zum Aufsichtsrat auf der Tagesordnung. Turnusgemäß sollten die beiden Aufsichtsratsmitglieder Florian Schäfer und Steffen Smuda ausscheiden, um dann wiedergewählt zu werden. Während Smuda aus persönlichen Gründen nicht mehr zur Wahl antrat, wurde Schäfer von den anwesenden Mitgliedern im Amt bestätigt.

Somit besteht der Aufsichtsrat aktuell nur aus fünf Mitgliedern. Die Satzung erfordere zwar keine sechs Aufsichtsräte, betonte Aufsichtsratsvorsitzender Bauer. Dennoch soll das Gremium bis zur Generalversammlung im nächsten Jahr wieder mit sechs Aufsichtsratsmitgliedern besetzt werden.

Spätestens bis dahin soll auch eine Lösung für die Kunden der BodenseeBank in Sigmarszell und Weißensberg gefunden werden, nachdem die Geschäftsstelle Schlachters aufgrund der geringen Kundenfrequenz vor Kurzem geschlossen wurde.

Man sei bemüht, so Bauer weiter, einen „alternativen Standort für einen Geldausgabeautomaten“ zu finden. Die Bank arbeite auch an Prozesslösungen, wie zwischenzeitlich Kunden aus dem Raum Schlachters ihre Überweisungsträger kostenfrei per Post an die Hauptgeschäftsstelle senden können. Geprüft werde ferner die Erstattung der Gebühren bei Auszahlungen an einem anderen Geldautomaten in Schlachters.

Früherer Vorstand Hettler geehrt

Gleich zu Beginn der Versammlung wurde der langjährige Vorstand Joachim Hettler für seine besonderen Verdienste um die BodenseeBank geehrt. Aufsichtsratsvorsitzender Jörg Bauer drückte im Namen des Aufsichtsrats, des Vorstandes und der Mitarbeiter Hettler seinen besonderen Dank aus und unterstrich dies mit einem „herzlichen Vergelt’s Gott“.

Als Dank und Anerkennung seiner Verdienste um die BodenseeBank überreichte der Aufsichtsratsvorsitzende Jörg Bauer (links) dem langjährigen Vorstand Joachim Hettler eine handgeschnitzte „Patrona Bavaria“.
Als Dank und Anerkennung seiner Verdienste um die BodenseeBank überreichte der Aufsichtsratsvorsitzende Jörg Bauer (links) dem langjährigen Vorstand Joachim Hettler eine handgeschnitzte „Patrona Bavaria“. (Bild: BoBa/Ulrich Stock)

Am 1. Dezember 2002 als Vorstand in die BodenseeBank eingetreten habe Hettler das Bankhaus insgesamt 19 Jahre lang erfolgreich geführt. Highlights unter anderem seien die Planung der neuen Hauptgeschäftsstelle, die Gründung der „VR-Stiftung für Bürger am Bayerischen Bodensee“ sowie die Einführung der SISY für die persönliche Serviceberatung in Echtzeit per Video.

(Pressemitteilung: BodenseeBank)