Bodensee-Wasserversorgung: Meilenstein im Projekt „Zukunftsquelle“

Bodensee-Wasserversorgung: Meilenstein im Projekt „Zukunftsquelle“
Mit dem Ziel, die Wasserversorgung für die kommenden Jahrzehnte fit zu machen, wurde 2019 das Projekt „Zukunftsquelle. Wasser für Generationen“ aufgelegt. (Bild: Pixabay)
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Redaktion

Sipplingen (wb/dab) – Das Projekt „Zukunftsquelle. Wasser für Generationen“, mit dem die Bodensee-Wasserversorgung die Trinkwasserversorgung von mehr als vier Millionen Menschen für die nächsten Jahrzehnte sichert, tritt in eine neue Phase: Mit Verabschiedung der sogenannten Vorzugsvariante stehen die wesentlichen Eckpunkte für die weitere Planung fest.

Die Projektverantwortlichen der Bodensee-Wasserversorgung sowie die beauftragten Planungsbüros haben laut Pressemitteilung in den vergangenen Monaten alle Möglichkeiten für den Standort des geplanten neuen Seewasserwerks im Pfaffental sowie den Verlauf der Druckleitungstrasse zum Sipplinger Berg intensiv geprüft, um die aus technischer, wirtschaftlicher und rechtlicher Sicht optimale Lösung zu finden.

Die in den letzten Monaten durchgeführte Variantenprüfung für den neuen Standort hat nun eine Vorzugsvariante ergeben, die sich gegenüber anderen vor allem durch eine höchstmögliche Umweltverträglichkeit, geringere Auswirkungen auf Rechte Dritter sowie eine höhere Flexibilität und Sicherheit für Bau und Betrieb auszeichnet. Auch für die neu benötigte Freiluftschaltanlage zur elektrischen Anbindung wurde ein möglicher Standort festgelegt.

Damit geht das Projekt Zukunftsquelle von der Vorplanungsphase in die Entwurfsplanung über: Für die kommenden Monate bildet die Vorzugsvariante die Planungsgrundlage zur Erstellung eines Entwurfs inklusive einer Kostenberechnung. Beides wird dann voraussichtlich im ersten Halbjahr 2023 den Zweckverbandsmitgliedern zur Abstimmung vorgelegt.

Mit dem Ziel, die Wasserversorgung für vier Millionen Baden-Württemberger für die kommenden Jahrzehnte fit zu machen, hat die Bodensee-Wasserversorgung 2019 das Projekt „Zukunftsquelle. Wasser für Generationen“ aufgelegt. Teile der Entnahme- und Förderanlagen in Sipplingen nähern sich mittlerweile ihrer Altersgrenze und müssen aufgrund der langen Betriebsdauer ersetzt oder erneuert werden.

Die zunehmende Ausbreitung der Quaggamuschel in den technischen Anlagen erfordern den Bau neuer Leitungen und neue Aufbereitungstechnologien, welche die invasive Muschel und ihre Larven sicher entfernen. Gleichzeitig soll mit den geplanten Maßnahmen die Sicherheit gegen Ausfälle erhöht werden. Ein zweites Wasserwerk im Standort Pfaffental sorgt für eine doppelte Versorgungssicherheit im Falle von Störungen oder Ausfällen. So wird die Wasserentnahme sowie die Druckleitung zum Sipplinger Berg getrennt vom bisherigen Standort Süßenmühle sein.

Die Zukunftsquelle hat große Auswirkungen auf Mensch und Umwelt am Bodensee. Daher möchte die Bodensee-Wasserversorgung weiterhin transparent über das Projekt informieren. Die interessierte Öffentlichkeit ist deshalb zu einem zweiten Informationsmarkt eingeladen, der vom 21. bis zum 23. Oktober auf dem Gelände des Seepumpwerks in Sipplingen stattfinden wird.

Nähere Informationen dazu gibt es unter https://www.bodensee-wasserversorgung.de/i-punkt/termine.html.