Bodensee-Airport: Fahrwerksschaden zwingt Privatjet zu Notfalllandung

Bodensee-Airport: Fahrwerksschaden zwingt Privatjet zu Notfalllandung
Passagiere und Besatzung blieben beim Einsatz am Bodensee-Airport glücklicherweise unverletzt. (Bild: picture alliance / Wolfgang Minich | Wolfgang Minich)
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Redaktion

Friedrichshafen (wb) – Am Donnerstag landete gegen 16.05 Uhr ein Privatjet am Bodensee-Airport Friedrichshafen. Bereits beim Start in Bulgarien stellten die Piloten jedoch einen Fahrwerksschaden fest, teilt die Flughafenverwaltung via Presserklärung mit.

Die Maschine vom Typ Embraer Phenom 300 war in Plovdiv zu einem Charterflug mit dem Ziel Wien gestartet, an Bord befanden sich zwei Piloten und sechs Passagiere. Die Piloten entschlossen sich zum Flug nach Friedrichshafen aufgrund des hier ansässigen Technikbetriebs, der das Flugzeug regelmäßig betreut.

Am Flughafen wurde deshalb Alarm ausgelöst und die Flughafenfeuerwehr aktiviert. Zur Unterstützung rückten auch Feuerwehr- und Rettungskräfte der Stadt Friedrichshafen und der Gemeinde Meckenbeuren sowie Kräfte des regulären Rettungsdienstes an den Flughafen an, die aber nicht zum Einsatz kamen.

Nach einem Überflug, zur Sichtung des Schadens, landete das Flugzeug ohne größere Schwierigkeiten. Es gab zwar einen Sachschaden am Flugzeug, Passagiere und Flugzeugbesatzung blieben jedoch glücklicherweise unversehrt.

Für die Bergung des Flugzeuges musste der Bodensee-Airport für rund eine Stunde für weitere An- und Abflüge gesperrt werden. Auch die Zeppeline, die gerade den Rundflug für die Presse beenden wollten, mussten sich mit der Landung gedulden und verharrten in der Luft.

Die Alarmierung aller Einsatzkräfte des Flughafens und auch der unterstützenden Kräfte der Stadt Friedrichshafen und der Gemeinde Meckenbeuren sowie des regulären Rettungsdienstes hat laut Pressemitteilung reibungslos funktioniert: Die Aufnahme aller notwendigen Daten sowie die Bergung verliefen schnell und unproblematisch. Die Unterlagen werden routinemäßig, wie bei derartigen Vorfällen üblich, zur weiteren Untersuchung an die Bundesstelle für Flugunfalluntersuchungen (BFU) weitergeleitet.

„Zum Glück sind bei dieser Notfalllandung Passagiere und Besatzung unversehrt geblieben. Die Piloten und alle Einsatzkräfte haben sehr professionell gehandelt und damit Schlimmeres verhindert. Mein Dank gilt hier allen Beteiligten bei diesem vorbildlichen Einsatz“, so Claus-Dieter Wehr, Geschäftsführer des Bodensee-Airports.