Blüten zu Weihnachten und Glück für das nächste Jahr

Blüten zu Weihnachten und Glück für das nächste Jahr
Bei guter Pflege steht der Barbarazweig an Weihnachten in voller Blüte. (Bild: pixabay)
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Redaktion

NABU/le – Alte Bräuche geraten in unserer hektischen Zeit immer mehr in Vergessenheit. Warum nicht einen alten Brauch aufleben lassen?

Wer zu Weihnachten ein kleines Blütenwunder erleben möchte, sollte am 4. Dezember, dem Tag der heiligen Barbara, im Garten ein paar Zweige vom Kirschbaum schneiden und in eine Vase stellen. Öffnen sich die Kirschblüten pünktlich am Weihnachtsmorgen, verheißen sie ihrem Besitzer Glück für das nächste Jahr.

Das Wasser nie vergessen

Die Barbarazweige sollten nach dem Schnitt zunächst über Nacht in lauwarmes Wasser gelegt werden und dann in eine Vase mit frischem Wasser kommen. Es empfiehlt sich, das Vasenwasser als drei bis vier Tage auszutauschen. Zu viel Hitze und unmittelbare Heizungsnähe kann leicht schaden und die Zweige vertrocknen.

Die heilige Barbara war um 300 nach Christus eine Kaufmannstochter aus Nikomedia, dem heutigen Izmet in der Türkei. Vor jeder Reise sperrte der eifersüchtige Vater sie in einen Turm. In ihrer Einsamkeit trat die Gefangene zu den damals verfolgten Christen über. Als ihr Vater dies erfuhr, zeigte er sie bei der Obrigkeit an. In seinem Zorn lieferte der Vater Barbara nicht nur Anklage und Folter aus, sondern nahm die Hinrichtung der Sage nach gleich selbst in die Hand. Danach wurde er dann prompt vom Blitz erschlagen.

Klappt auch mit Apfel- oder Pflaumenzweigen

Als Barbara in den Kerker gezerrt wurde, verfing sich ein Kirschenzweig in ihrem Kleid. Mit etwas Wasser aus ihrer Trinkschale habe die spätere Heilige ihn benetzt und am Tage ihrer Hinrichtung öffneten sich die Blüten, so die Sage.

Das Wunder funktioniert auch mit Apfel- oder Pflaumenzweigen. Generell geeignet sind zahlreiche Frühblüher, darunter Gartengehölze wie Forsythie und Zierjohannisbeere sowie die heimische Haselnuss, Schlehe und Kornelkirsche. Der NABU bittet darum, keine Zweige aus der freien Natur entnehmen!