Spendenübergabe der Hugo Rupf-Stiftung Biberacher Vereine werden mit 17.600 Euro unterstützt

Biberacher Vereine werden mit 17.600 Euro unterstützt
v.l. Claus-Wilhelm Hoffmann, Meinrad Schad (Geschäftsführer der Hugo Rupf-Stiftung), Katja Richter, Susanne Maier (Jugendkunstschule), Stefan Kauschke, Monika Bachner (Wieland Gymnasium), Oberbürgermeister Norbert Zeidler, Lisa Lütjens-Kresse, Guido Mebold (Stiftung Schützendirektion Biberach), Dr. Michael Schieble, Reinhard Brockof (Biberacher Filmfestspiele), Tobias Meinhold, Thiemo Potthast, Anna Dorothea Palmarini-Rupf (Tochter von Hugo Rupf), Nikolas Palmarini, Gabriele Rogowski, Manfred Buck, Rainer Fuchs, Helmut Schönecker(Jazzclub Biberach), Peter Kiene. (Bild: Stadt Biberach)

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Redaktion

Zum ersten Mal seit 2019 konnte die traditionelle Spendenübergabe der Hugo Rupf-Stiftung wieder im Rahmen einer kleinen Feierstunde stattfinden. Die Stiftung des Biberacher Ehrenbürgers Hugo Rupf bedachte auch 2022 wieder zahlreiche Biberacher Organisationen und Vereine mit einer finanziellen Unterstützung.

Nikolas Palmarini, Vorstandsvorsitzender der Stiftung und Enkel von Hugo Rupf, freute sich, anlässlich der Spendenübergabe wieder einmal in Biberach zu sein. Eine solche Kontinuität sei für die Stiftung sehr wichtig. Besonders erfreulich sei zudem, dass es der Stiftung gelungen sei, das Spendenvolumen im Vergleich zum Vorjahr um zehn Prozent auf 17.600 Euro zu steigern: „Mein Großvater wäre glücklich zu sehen, wie sein Erbe und seine Stiftung mit Leben gefüllt werden“.

Oberbürgermeister Norbert Zeidler war ebenfalls glücklich, dass in diesem Jahr wieder eine Feier im Rahmen der Spendenübergabe stattfinden konnte: „Ein mehr als schöner Anlass, der uns in Biberach äußerst wichtig ist, auch um unsere Dankbarkeit dem Stifter, unserem Ehrenbürger Hugo Rupf sowie seiner Stiftung gegenüber zum Ausdruck zu bringen.“ Grundlage der Stiftung und damit verbunden der vielfältigen Förderung des Biberacher Vereinslebens sei letztlich das erfolgreiche Leben Hugo Rupfs. Dieses stehe für die Einsicht, dass erst eine leistungsfähige Wirtschaft, verbunden mit sozialer Verantwortung, ein Leben in Wohlstand für eine Vielzahl von Menschen und Organisationen ermöglicht.   

Den ersten Spendenscheck erhielt Oberbürgermeister a.D. Claus-Wilhelm Hoffmann von der Martin Walser Literaturstiftung, für die es wie für kleinere Stiftungen überhaupt nach wie vor schwierig sei, am Kapitalmarkt Erträge zu erwirtschaften. Umso dankbarer sei er für die Zuwendung der Hugo Rupf-Stiftung. Im vergangenen Jahr sei mit dem Geld der Stiftung die Herausgabe des Buches „Dorthin gehen wo die Parallelen sich schneiden“ gefördert worden und auch die jetzige Unterstützung der Stiftung werde für Projekte dieser Art eingesetzt. 

Rainer Fuchs, Vorsitzender der Stiftung Schützendirektion, teilte mit, die letztjährige Spende der Hugo Rupf-Stiftung sei für das Orchester des Schützentheaters und für die Kinderspiele auf dem Gigelberg eingesetzt worden. Die Kinder und Jugendlichen im Orchestergraben, die mit ihrer musikalischen Begleitung das Theaterstück abrundeten, seien genauso wichtig wie die Akteure auf der Bühne: „Uns ist wichtig, dass das Schützenfest ein Fest der Familie ist und insgesamt bezahlbar bleibt“. Daher seien die Kinderspiele auf dem Gigelberg wichtig, bei der alle Kinder die Möglichkeit hätten, sich unentgeltlich zu vergnügen.

TG-Geschäftsführer Thiemo Potthast dankte der Stiftung für die jährliche Unterstützung. 6000 Sportler seien derzeit bei der Turngemeinde Biberach aktiv, darunter 2400 Kinder und Jugendliche. Das Geld der Stiftung fließe in den Bereich der TG Kids, die frühere Kindersportschule, bei der aktuell rund 700 Kinder aktiv seien.

Die Gesellschaft für Heimatpflege wurde bei der diesjährigen Spendenübergabe zum ersten Mal vom 1. Vorsitzenden Dr. Michael Schieble vertreten. Er berichtete, dass mit der Unterstützung der Stiftung unter anderem das gerade erschienene Buch von Dr. Kurt Diemer „Biberacher Miniaturen“ gefördert worden sei. Darüber hinaus werde die Gesellschaft für Heimatpflege im nächsten Jahr im Rahmen der Heimattage mit verschiedenen Projekten aktiv sein. Ein Höhepunkt sei dabei am 23. April das große Konzert mit Werken von Justin Heinrich Knecht in der Stadthalle, für das gerade der Vorverkauf begonnen habe.

Der Dramatische Verein litt in den vergangenen zwei Jahren wie alle Vereine und Organisationen unter dem Ausfall vieler Veranstaltungen: „Mit unserer traditionellen Silvesteraufführung starten wir in diesem Jahr den dritten Anlauf und damit im Prinzip Silvester 3.0“, so DRAM-Vorsitzender Manfred Buck. Im nächsten Jahr werde der DRAM unter anderem wieder beim Schützenfest, sowie auch bei den Heimattagen aktiv sein, wofür das Geld der Stiftung sehr gut gebraucht werden könne.

Zum ersten Mal seit zwei Jahren fanden die Filmfestspiele 2022 wieder ohne Einschränkungen stattl. Vereinsvorsitzender Tobias Meinhold war mit knapp 8000 verkauften Tickets sehr zufrieden. Er teilte mit, dass man im nächsten Jahr die feiern werde. Die Unterstützung der Hugo Rupf-Stiftung helfe, einzelne Projekte für die 45. Ausgabe der Filmfestspiele im kommenden Jahr durchführen zu können.

Katja Richter von der Jugendkunstschule berichtete, die Spende der Hugo Rupf-Stiftung werde in den „Malort“ der Jugendkunstschule in der Flüchtlingsunterkunft auf dem Mittelberg fließen. Dieses „Atelier“ für Flüchtlingskinder gebe es bereits seit 2015 und derzeit seien dort so viele Kinder aktiv wie noch nie zuvor, 22 Kinder allein aus der Flüchtlingsunterkunft auf dem Mittelberg.

Der Verein Biberacher Musiknacht erhielt in diesem Jahr zum ersten Mal eine Spende der Hugo Rupf-Stiftung. Der 1. Vorsitzende des Vereins, Stefan Kauschke, freute sich sehr über die finanzielle Unterstützung, die vor allem für die Rondellkonzerte eingesetzt werden soll, die  bereits seit vier Jahrzehnten ein vielfältiges, kostenloses Musikprogramm böten.

Ebenfalls zum ersten Mal mit einer Spende bedacht wurde der Jazzclub Biberach, dessen Vorsitzender Peter Kiene  erzählte, dass man gerne auch ein jüngeres Publikum ansprechen wolle und dafür mit dem Verein Lilienthal kooperiere. Just am Tag der Spendenübergabe fand abends ein Konzert mit jungen Jazz-Musikern im Abdera statt.

Die Spende für das Museum nahm Mitarbeiterin Lisa Lütjens-Kresse entgegen. Mit dem Geld soll die Bildungspartnerschaft mit dem Wieland-Gymnasium gefördert werden.

Die Feier im Museum bot nach zwei Jahren Zwangspause einen würdigen Rahmen für die Spendenübergabe der Hugo Rupf-Stiftung. Eingetrübt wurde die Freude darüber jedoch vom Tod des Ehrenvorsitzenden der Stiftung, Dr. Michael Rogowski, der am 12. November vergangenen Jahres verstarb. Oberbürgermeister Norbert Zeidler erinnerte kurz an diese beeindruckende Persönlichkeit der deutschen Wirtschaft und engen Freund von Stifter Hugo Rupf.

(Pressemitteilung: Stadt Biberach)