Sektion Geburtshilfe Beste Bedingungen für den Start ins Leben am Universitätsklinikum Ulm

Beste Bedingungen für den Start ins Leben am Universitätsklinikum Ulm
Das neue Raumkonzept im Kreißsaal ermöglicht höhere Leistungsfähigkeit, mehr Komfort und die Umsetzung neuer Konzepte vor, während und nach der Geburt. (Bild: Universitätsklinikum Ulm/Matthias Schmiedel)
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Redaktion

Ulm – In den vergangenen zwei Jahren wurden alle Geburtsräume der Sektion Geburtshilfe der Klinik für Frauenheilkunde und Geburtshilfe des Universitätsklinikums Ulm (UKU) kernsaniert, umgebaut und neu eingerichtet. Die Umstrukturierungen optimieren und erweitern die geburtshilfliche Versorgung am UKU. Das neue Raumkonzept ermöglicht höhere Leistungsfähigkeit, mehr Komfort und die Umsetzung neuer Konzepte vor, während und nach der Geburt.

Knapp zwei Jahre wurde gebaut, gehämmert und gestrichen, kaum ein Stein blieb auf dem anderen. Nun erstrahlen die Geburtsräume der Ulmer Frauenklinik in neuem Glanz. Nicht nur optisch hat sich einiges getan, vor allem strukturell gibt es Veränderungen, die nun eine noch gezieltere Versorgung der Patientinnen und der rund 3.000 Babys ermöglichen, die jedes Jahr im UKU das Licht der Welt erblicken. 2021 betreute das Geburtshilfe-Team 3.248 Geburten, insgesamt 3.373 Kinder wurden vergangenes Jahr im UKU geboren.

Da die bisherigen Geburtsräume in die Jahre gekommen waren, nutze das Team die Gelegenheit, neben der Renovierung auch die Kapazitäten zu erweitern. „Eine räumliche Ausdehnung war am Michelsberg nicht umsetzbar, wohl aber eine optimierte Raumnutzung. Also galt es, bestehende Konzepte zu überdenken und Räume und Flächen neu zu strukturieren“, erklärt Professor Wolfgang Janni, Ärztlicher Direktor der Klinik für Frauenheilkunde und Geburtshilfe. So sind nun ein weiterer Kreißsaal und ein zusätzliches Überwachungszimmer als Ausweichkreißsaal entstanden.

„Die Geburt eines Kindes ist immer ein ganz besonderes Ereignis im Leben der Eltern und der Familie. Unser Anspruch ist es, Mutter und Kind individuell, in geborgener Atmosphäre auf höchstem medizinischem Niveau zu begleiten. Das neue Raumkonzept unterstützt uns bei dieser Aufgabe“, so Professor Janni. Neben der Betreuung von normalen, risikoarmen Geburten hat die enge Vernetzung von Geburtshilfe und Neonatologie am UKU eine große Bedeutung. „Daher haben wir insbesondere darüber nachgedacht, wie wir die räumlichen Bedingungen im Kreißsaal zur Versorgung der Frühchen weiter optimieren können“, erklärt Professor Frank Reister, Leiter der Geburtshilfe am UKU.

Das Umfeld der Kreißsaal- und OP-Betten wurde beispielsweise dahingehend optimiert, dass die Frühgeborenen direkt nach der Geburt bei der Mutter an der intakten Nabelschnur versorgt werden können, ohne schnell abgenabelt werden zu müssen. Das gesamte geburtshilfliche und neonatologische Team hat so genug Platz, um Mutter und Kind direkt im Kreißsaal optimal zu behandeln.

Des Weiteren wurden auch geburtshilfliche Konzepte mitgedacht, die zunehmend an Bedeutung gewinnen und die das Team der Frauenklinik schon jetzt fördern möchte. Die neue Struktur unterstützt etwa den „Hebammen-geleiteten Kreißsaal“. „Dieses Angebot richtet sich künftig an Frauen, die keine relevanten geburtshilflichen Risiken zu erwarten haben und sich eine möglichst interventionsarme Geburt wünschen“, erklärt Professor Reister.

Wie der Name schon sagt, werden die Entbindungen im Hebammen-geleiteten Kreißsaal primär ausschließlich durch Geburtshelferinnen begleitet. Sollte während der Geburt ärztliche Unterstützung benötigt werden, sind die Kolleginnen und Kollegen dank kurzer Wege schnell vor Ort. „Dieses Projekt ist aktuell noch in der Entwicklung, aber die renovierten Räume bilden die nötigen Voraussetzungen bereits ab“, so Professor Reister. „Damit möchten wir den Wunsch einer möglichst natürlichen Geburt erfüllen und gleichzeitig die höchstmögliche Sicherheit bieten.“

Mit der offiziellen Eröffnungsfeier am 19. Mai neigt sich für das gesamte Team eine herausfordernde Zeit dem Ende. „Die aufwendigen Renovierungen haben knapp zwei Jahre gedauert. In dieser Zeit konnten wir den Betrieb in anderen Räumlichkeiten aufrechterhalten. Für unser Team aus Ärztinnen, Ärzten, der Pflege und den Hebammen war dies natürlich dennoch eine anstrengende Zeit. Daher möchten wir allen Kolleginnen, Kollegen und allen Patientinnen herzlich für ihre Flexibilität und Geduld in den letzten Monaten danken. Die Arbeit hat sich gelohnt!“, resümiert Hebamme Susanne Lehr, Bereichsleiterin der Geburtshilfe.

„Unser ganzes Team hat jede Menge Herzblut in das Projekt gesteckt. Umso mehr freuen wir uns, dass wir der Öffentlichkeit endlich das Ergebnis all der Arbeit präsentieren können.“ Am Freitag, 20. Mai haben Schwangere und Interessierte die Möglichkeit die neuen Räumlichkeiten zu besichtigen. Ein umfangreiches Vortragsprogramm informiert die Besucher*innen zudem über relevante Themen rund um Geburt und Schwangerschaft. Dabei stehen etwa Ernährung und Sport vor der Geburt sowie das Stillen im Fokus. Zudem informieren die UKU-Expertinnen und -Experten über den Geburtsablauf, Kaiserschnitt und besondere Schwangerschaftssituationen. Wer sich für den Hebammen-Beruf interessiert ist ebenfalls herzlich eingeladen. Ein Vortrag zum Studium Angewandte Hebammenwissenschaft am UKU rundet das Programm ab.

Weitere Informationen zum Tag der offenen Tür:

Tag der offenen Tür der Geburtshilfe

Freitag, 20. Mai 2022 von 14:00 bis 19:00 Uhr

Universitätsklinikum Ulm
Klinik für Frauenheilkunde und Geburtshilfe | Sektion Geburtshilfe
Prittwitzstraße 43
89075 Ulm (Michelsberg)

Hinweise:

  • Eine Anmeldung ist nicht erforderlich
  • Es besteht eine FFP2-Maskenpflicht für alle Besucher*innen innerhalb der Frauenklinik
  • Bitte folgen Sie der Ausschilderung vor Ort und beachten Sie die Hygiene- und Abstandsregeln
  • Nehmen Sie bitte vorab Kontakt auf, wenn Sie einen barrierefreien Zugang benötigen

Programm und weitere Infos: https://bit.ly/3KE482X Kontakt: direktion.frauenklinik@uniklinik-ulm.de

(Pressemitteilung: Universitätsklinikum Ulm)