Berger Fußballer gewinnen sogar in Unterzahl

Berger Fußballer gewinnen sogar in Unterzahl
Behalten die Punkte im heimischen Rafi-Stadion: die Fußballer des TSV Berg. (Bild: Horst Pawlowski)
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Redaktion

Berg (wb / tmy) – Der TSV Berg hat in der Fußball-Verbandsliga einen – über 90 Minuten betrachtet – nicht unverdienten, aber – laut Vereinsmitteilung – vielleicht am Ende etwas zu hoch ausgefallenen Heimsieg gegen einen starken TSV Heimerdingen gefeiert. Erst in der Schlussphase stellten die Rot-Weißen die Weichen auf Sieg und blieben zum 3:0-Endstand erneut ohne Gegentor.

„In der ersten Stunde haben wir uns sehr schwer getan. Spielerisch war das zwar deutlich besser als im Derby gegen Wangen, wir haben aber zu viel auf Ballbesitz gespielt und es verpasst, nach vorne in die wichtigen Räume zu kommen“, analysierte Bergs Cheftrainer Oliver Ofentausek nach dem Abpfiff.

„Wichtig ist aber, dass wir sehen, dass wir Spiele von der Bank entscheiden können, und dass es wichtig ist, über 90 Minuten alles zu geben. Das war so und wir haben eine tolle Mentalität gezeigt.“ Zwar investierten die Hausherren über die gesamte Spielzeit mehr in die Partie, fanden aber vor allem im ersten Durchgang zu selten den Weg in den gegnerischen Strafraum.

„Immer wieder stimmte die Abstimmung nicht. Wir haben den Schnittstellenball nicht durchgebracht“, betonte Ofentausek. Ganz anders die Gäste: Primär auf eine kompakte Defensive fokussiert, schafften es die Heimerdingener – so der TSV weiter – in einigen Kontersituationen gefährliche Nadelstiche zu setzen und schnelle Kombinationen in Torchancen umzumünzen.

Allerdings blieben die Gäste vor dem Tor zu ineffizient, sodass es torlos in die Pause ging. Nach dem Seitenwechsel wurde es beim TSV Berg besser, die zwingenden Torchancen blieben aber anfangs aus. Erneut verpassten es die auf Konter lauernden Gäste, die Chance zur Führung zu nutzen. Cheftrainer Ofentausek reagierte schnell und brachte frische Kräfte.

Und diese zeigten schließlich Wirkung: In der 71. Minute fiel endlich das 1:0. Der eingewechselte Sandro Caltabiano ging mit vollem Einsatz in den Zweikampf im gegnerischen Sechzehner, den vom Torspieler abgewehrten Ball auf den zweiten Pfosten verwertete der eingewechselte Nils Maurer zur Führung. Doch der Rückschlag folgte für Berg sogleich: Caltabiano verletzte sich beim Assist und musste vier Minuten später verletzt runter.

Aufgrund des ausgeschöpften Wechselkontingents mussten die Rot-Weißen des Rest der Spielzeit in Unterzahl agieren. Diszipliniert gegen den Ball agierten die Rot-Weißen von nun an und Heimerdingen musste das Spiel machen. Das zweite Tor gelang aber den Bergern: Der eingewechselte Fikret Mert Aras stieß bei einem Schnittstellenpass aus abseitsverdächtiger Position durch und legte quer auf Enes Demircan, der zum 2:0 einschob (83.).

Vier Minuten später machte der TSV Berg dann alles klar: Jannik Ikendo Wanner behauptete in halbrechter Position den Ball und vollendete aus 25 Metern gekonnt in den Winkel – ein absolutes Traumtor und der Schlusspunkt einer spannenden Partie gegen einen starken Gegner. Unter dem Strich fiel das Ergebnis etwas zu hoch aus, war aber am Ende keineswegs unverdient, da der TSV Berg über 90 Minuten mehr in die Partie investierte.