Beiträge für die Ferienbetreuung erhalten eine Anpassung

Beiträge für die Ferienbetreuung erhalten eine Anpassung
Die Kosten für die Ferienbetreuung steigen an. (Bild: www.konstanz.de)
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Redaktion

Konstanz – Der Jugendhilfeausschuss hat dem Konstanzer Gemeinderat in seiner Sitzung am Mittwoch, 27. Oktober, empfohlen, die Teilnehmerbeiträge der Verlässlichen Ferienbetreuung anzupassen.

Denn: Die Kosten, die das Betreuungsangebot für die Anbieter mit sich bringt, sind gestiegen und können – laut städtischer Mitteilung – nicht mehr durch die Teilnehmerbeiträge refinanziert werden. Gründe dafür seien beispielsweise die Einführung des Mindestlohns sowie Kostensteigerungen im Personal- und Sachmittelbereich.

Anbieter der Verlässlichen Ferienbetreuung sind – so die Stadt Konstanz weiter – aktuell die Abenteuerschule Bodensee, der AWO Treffpunkt Chérisy, die HSG Konstanz sowie das KinderKulturZentrum der Stadt Konstanz.

Damit die Anbieter der Verlässlichen Ferienbetreuung auch weiterhin eine adäquate Betreuung für Schulkinder anbieten könnten, werden die Teilnehmerbeiträge einkommensabhängig erhöht.

Der Teilnehmerbeitrag für Familien, deren Brutto-Jahreseinkommen 69.850 Euro oder mehr beträgt, steigt für ein Einzel- oder erstes Kind für eine Ganztagsbetreuung mit Mittagessen an fünf Tagen um 47 Euro (entspricht 30 Prozent).

Familien, deren Brutto-Jahreseinkommen weniger als 69.850 Euro beträgt, zahlen in diesem Fall 16 Euro mehr (entspricht zehn Prozent). Für Familien, die einen Sozialpass in Anspruch nehmen, erhöhe sich der Teilnehmerbeitrag um drei Euro (entspricht zehn Prozent). Für sie wird zudem der städtische Zuschuss von 80 auf 83 Prozent erhöht.

Die einfache, einkommensabhängige Staffelung von Teilnehmerbeiträgen führe, zusätzlich zur Ermäßigung von Sozialpassinhabern, zu mehr Verteilungsgerechtigkeit und mehr Entlastung von geringer Verdienenden. Die Ermäßigung des Teilnehmerbeitrags bei der Anmeldung eines Geschwisterkindes oder mehrerer -kinder um 20 Prozent bleibe bestehen.

2013 wurde die Verlässliche Ferienbetreuung auf- und in den folgenden Jahren ausgebaut. Als Ergänzung zum bestehenden Ferienprogramm biete sie berufstätigen Eltern die Möglichkeit einer frühzeitigen und zuverlässigen Ferienplanung.

Die Anbieter der Verlässlichen Ferienbetreuung gewährleisten die adäquate Betreuung von Schulkindern an mindestens vier von fünf Werktagen für mindestens 5,5 Stunden. Für die Organisation des Angebots, die Anmeldung, Bezahlung usw. sei die Städtische Kinder- und Jugendarbeit zuständig.