Beispielhaftes Bauen: 15 Auszeichnungen vergeben

Beispielhaftes Bauen: 15 Auszeichnungen vergeben
Unter anderem zeichnete Landrat Dr. Schmid (2. von rechts) das Jugendhaus in Biberach nach dem Entwurf von Christine Reck Architekten BDA im Landratsamt Biberach aus. (Bild: Felix Kästle)
WOCHENBLATT
Redaktion

Biberach – Um das öffentliche Bewusstsein für die Baukultur im Alltag zu schärfen, hat die Architektenkammer Baden-Württemberg im Landkreis Biberach unter der Schirmherrschaft von Landrat Dr. Heiko Schmid das Auszeichnungsverfahren „Beispielhaftes Bauen Landkreis Biberach 2015 – 2021“ ausgelobt.

Insgesamt wurden 53 Arbeiten eingereicht: zwölf Wohnbauten, 13 öffentliche Bauten, sechs Gewerbe- und Industriebauten, ein landwirtschaftlicher Bau, 16 Sanierungen und Umbauten, zwei Garten- und Landschaftsanlagen sowie drei Innenraumgestaltungen. Eine Jury aus vier Fachpreisrichtern und drei Sachpreisrichtern wählte 15 Bauten aus, die beispielhaft sind und die am Montag, 18. Oktober 2021 im Landratsamt ausgezeichnet wurden. „Die eingereichten Projekte waren durchweg von hoher Qualität.

Sie zeigen, dass es sich lohnt, in hochwertige und nachhaltige Gebäude, Innenräume und Freiräume zu investieren. Eine hohe Baukultur ist ein nachhaltiger Standortfaktor für die Region und verbindet Menschen mit ihrer Stadt, ihrem Dorf.“, sagte Bernadette Siemensmeyer als Vorsitzende der Jury und freie Landschaftsarchitektin bdla.

Landrat Dr. Heiko Schmid ergänzte: „Die Auszeichnung soll als Impuls, Inspiration, Motivation und Ermutigung für all diejenigen dienen, welche in der kommenden Zeit ein Objekt planen oder bauen möchte.“ Es herrsche nach wie vor ein regelrechter Bauboom im Landkreis. Die Bauantragszahlen seien von 1.200 im Jahre 2015 auf 2.000 im Jahr 2021 gestiegen, eine Steigerung um 60 Prozent. „Auch im Weiteren ist mit einer annähernd gleichen Antragszahl zu rechnen.“

Carmen Mundorff, Geschäftsführerin der Architektenkammer Baden-Württemberg, führte durch die Veranstaltung und führte dabei aus: „Für unseren Berufsstand gibt es derzeit viel zu tun. Mit Blick auf die knappe Ressource Boden und die Nachhaltigkeit – Stichwort: graue Energie – können die Lösungen aber nicht nur im Neubau liegen. Das Bauen im Bestand wird in Zukunft mehr werden, ob Schulsanierung, Betriebserweiterung oder Beschaffung von Wohnraum. Anregungen, wie man diese Zukunftsaufgaben lösen kann, geben im aktuellen Auszeichnungsverfahren einige Beispiele, die sowohl in der zugehörigen Wanderausstellung im Landratsamt Biberach als auch in unserer Internetdatenbank zu sehen sind.“

Ausgezeichnet wurden:

Ein Wohnhaus in Biberach, zwei Mehrfamilienhäuser in Biberach, das Jugendhaus in Biberach, das Feuerwehrgebäude mit Kreisgerätewerkstatt in Biberach, das Katholische Gemeindehaus in Burgrieden, die Erweiterung des Landratsamts in Biberach, die Verabschiedungsstätte in Schemmerhofen-Altheim, die Mehrzweckhalle in Mettenberg, das Bildungszentrum Holzbau in Biberach, das Junge Wohnen im Stadel in Bad Schussenried-Otterswang, der Umbau und die Erweiterung des Bürogebäudes der Firma Fritschle in Uttenweiler, die Vinzenz-von-Paul-Schule in Schönebürg (Schulerweiterung), die Erweiterung des Werks 2 des Blank Business Centers in Riedlingen sowie der Ausbau von Kanzleiräumen in Biberach.

(Pressemitteilung: Landratsamt Biberach)