Go-Ahead für alle Behindertenbeirat Memmingen testet Barrierefreiheit von Go-Ahead auf Zugfahrt nach Lindau

Behindertenbeirat Memmingen testet Barrierefreiheit von Go-Ahead auf Zugfahrt nach Lindau
Mitglieder des Behindertenbeirats Memmingen mit Go-Ahead Kundenbetreuer Florian Gappe (links) und Teamleiter Hans-Jörg Boschner (rechts). (Bild: Go-Ahead/Winfried Karg)
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Redaktion

Lindau – Bei einer Exkursion nach Lindau verschaffte sich der Behindertenbeirat Memmingen einen Eindruck vom Zugverkehr bei Go-Ahead Bayern.

Stufenfreier Einstieg, wenn der Bahnsteig entsprechend ausgebaut ist; gleich neben der Tür genug Platz im Zug für Rollstühle; Hinweise in Brailleschrift für Menschen, die wenig oder nicht sehen können; eine barrierefreie Toilette, die auch genug Platz für eine Begleitperson bietet; Informationen sowohl per Ansage als auch auf Bildschirmen, sodass Menschen mit verschiedensten Behinderungen auch alles mitbekommen – Vorsitzende Verena Gotzes und ihre Mitstreiterinnen und Mitstreiter waren sehr angetan von den Eindrücken, die sie bei der Zugfahrt bekamen.

Sie hatten sich schon bei der Schulung der Go-Ahead Kundenbetreuerinnen und Kundenbetreuer im vergangenen Jahr eingebracht und dabei ihre Bedürfnisse und Möglichkeiten gut erklären können. „Es hat mir sehr gut gefallen, dass wir dort gefragt und einbezogen wurden. Ich selbst bin Rollstuhlfahrerin, bei manch anderen sieht man halt nicht auf den ersten Blick, dass sie vielleicht Unterstützung brauchen. Das konnten wir gut vermitteln, und das hilft sicherlich auch den Damen und Herren bei Go-Ahead, ihren Job gut zu machen“, so Gotzes.

Auch Regina Sproll sieht das positiv: „Man kann an den neuen Zügen von Go-Ahead sehen, wie der Öffentliche Verkehr Stück für Stück barrierefrei wird. Das ist ein großer Sprung in Richtung Teilhabe: dass ein Mensch mit Behinderung auch ohne Voranmeldung spontan mit dem Zug fahren kann.“

Go-Ahead bedient seit Dezember die Strecke von München über Memmingen nach Lindau; Auftraggeber dafür sind die Bayerische Eisenbahngesellschaft und das Land Baden-Württemberg, die mit der Ausschreibung auch Mindeststandards vorgegeben haben. Eine dieser Vorgaben ist, dass jeder Zug mit einer Kundenbetreuerin oder einem Kundenbetreuer besetzt ist – ein großer Vorteil für viele Menschen, auch für diejenigen mit Behinderung. So ist immer jemand zur Stelle, der beim Ein- oder Aussteigen helfen kann oder, wenn nötig, für Rollstuhlfahrer eine Rampe ausklappt.

„Wenn jemand Unterstützung beim Ein- oder Aussteigen braucht und sich vorher anmeldet, stehen wir an der entsprechenden Station schon bereit. Und wer sich nicht anmeldet, bekommt natürlich auch Unterstützung“, sagt Hans-Jörg Boschner, Teamleiter für die Kundenbetreuer von Go-Ahead.

Seit 30 Jahren besteht der Behindertenbeirat Memmingen – das Jubiläumsjahr war Anlass zu dieser Exkursion, die die Therme Lindau zum Ziel hatte.

(Pressemitteilung: Go-Ahead Bayern GmbH)