Bayern: Inzidenz gesunken und Maskenpflicht in Grundschulen fällt

Bayern: Inzidenz gesunken und Maskenpflicht in Grundschulen fällt
Eine OP-Maske liegt in einem Klassenzimmer auf einem Federmäppchen. (Bild: Robert Michael/dpa-Zentralbild/dpa/Symbolbild)
WOCHENBLATT
Redaktion

München (dpa/lby) – Die Corona-Inzidenz in Bayern ist am Sonntag erstmals seit Mitte der Woche wieder gesunken. Das Robert Koch-Institut (RKI) meldete für den Freistaat einen Wert von 2133,5 – ein Minus von rund 42 gegenüber dem Vortag (2175,3).

Allerdings lag die Sieben-Tage-Inzidenz damit weiter deutlich über dem Wert vom Sonntag der Vorwoche (1938,7). Die Inzidenz gibt die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen an. Sie war in den vergangenen Tagen fast täglich gestiegen und hatte neue Höchstwerte erreicht, nur am Mittwoch war die Inzidenz leicht gesunken. Dennoch wurden in Bayern am Samstag reihenweise Corona-Regeln gelockert: Unter anderem entfallen seitdem jegliche Kapazitäts- und Personenobergrenzen für Veranstaltungen sowie das Tanz- und Musikverbot in der Gastronomie.

Bis zum 2. April bleibt es in Bayern aber bei den 2G- und 3G-Zugangsregeln und bei der Maskenpflicht, auch in Schulen oder im Handel – mit einer Ausnahme: In Grund- und Förderschulen entfällt die Maskenpflicht im Unterricht ab Montag, eine Woche später auch in den 5. und 6. Klassen.

Bundesweit lag die Sieben-Tage-Inzidenz am Sonntag bei 1708,7. Bayern hatte nach RKI-Angaben die vierthöchste Inzidenz hinter Mecklenburg-Vorpommern (2490), dem Saarland (2277,3) und Sachsen (2232,9).

Die Gesundheitsämter im Freistaat meldeten dem RKI innerhalb eines Tages 30.619 neue Infektionen. Die Zahl der Todesfälle in Bayern im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion stieg um 6 auf 22 088. Auf Kreisebene verzeichnete der unterfränkische Landkreis Haßberge mit 3290,4 den bayernweiten Spitzenwert, gefolgt vom Landkreis Cham mit einer Sieben-Tage-Inzidenz von 3214.

Experten gehen von einer hohen Zahl an Fällen aus, die in den RKI-Daten nicht erfasst sind. Ein Grund sind die begrenzten Kapazitäten etwa von Gesundheitsämtern, oft werden Kontakte nur noch eingeschränkt nachverfolgt.