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Balkon und Garten im Frühling

Balkon und Garten im Frühling
Wildblumen - Garten & Balkon im Frühling (Bild: Pixabay)
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Redaktion

Im Frühjahr heißt es endlich: Raus aus dem Haus und ab in den Garten!

Die Tage werden länger und der Frühling zeigt sich von seiner besten Seite. Unsere liebsten Pflanzen recken wieder ihre hübschen Köpfe aus der Erde und verwöhnen uns mit frischen Grün und leuchtenden Farben. Der größte Luxus derzeit ist ein Garten oder ein Balkon – entsprechend steht besonders zum Frühling die erste Pflege an. Jetzt ist es höchste Zeit, sich sein „Wohnzimmer im Freien“ aufzuhübschen. Die Möbel werden aufgefrischt, die Pflanzen blühen, neue werden eingesetzt.

Ob Balkon oder Garten – es gibt allerhand zu tun

Erde auflockern, Nutzgarten planen, Balkonpflanze aus dem Winterschlaf holen: Womit man jetzt starten kann, wenn es darum geht, seinen blühenden Stadtbalkon vorzubereiten oder das Gemüsebeet hinterm Haus anzulegen – und womit man im Nutzgarten besser noch etwas warten sollte.

Bevor es für Pflanzen nach draußen geht, erst mal nach den Schädlingen schauen

Wer einen eigenen Garten oder Pflanzenkübel auf dem Balkon hat, ist gut damit beraten, zunächst einmal alte Mulchschichten zu entfernen, denn dann kann der Frost komplett aus dem Boden weichen und die Pflanzenwurzeln haben eine bessere Chance, sich wieder zu erwärmen. Pflanzenfreunde könnten im nächsten Schritt den Boden auflockern, Stauden (Rosen ausgenommen) zurückschneiden und ältere Stauden teilen.

Welche Balkonpflanze ist über das vergangene Jahr hinweg vielleicht zu groß geworden? Wo möchte ich Lücken mit neuen Pflanzen schließen?

Wer im Beet etwas ergänzend pflanzen will oder auf der Suche nach einer neuen Balkonpflanze ist, sollte in Gartencentern und Co. auf solche Gewächse achten, die den Boden im Topf bereits durchwurzelt haben – erkennbar zum Beispiel an herausragenden Wurzelspitzen. Andernfalls könnte es sich bei der jeweiligen Pflanze noch um einen vergleichsweise nicht so wertvollen Steckling handeln.

Lavendel bleibt der Klassiker

Wer seine Balkonkästen nicht jedes Jahr komplett neu bepflanzen möchte, mischt Sommerblumen mit Stauden, oder setzt komplett auf mehrjährige Gewächse wie etwa Phlox. Wie viele andere Stauden gibt es ihn auch als Zwergsorte. Ebenfalls nicht so groß wird Polsterphlox, der sich gut für sonnige Standorte eignet. Ein Klassiker ist nach wie vor Lavendel. Er duftet nicht nur schön, sondern verbreitet mediterranes Flair. Wer robuste Sorten wählt, hat viele Jahre Freude. Für eher schattige Balkone ist die Elfenblume ein Tipp und Hingucker. Mit etwas verspätetem Frost kommt gerade die Primel als Balkonpflanze oder im Beet im Garten eigentlich gut klar. Primeln sind ziemlich robust und bieten mit ihrer hübschen Blüte trotzdem schon erste Farbkleckse.

Lavendel
Phlox
Elfenblume

Wenn es für die Pflanzen nach draußen geht

Was das Auswintern jener Pflanzen angeht, die ihren Winterschlaf drinnen verbracht haben, sei es hingegen besser, den letzten Frost abzuwarten und sie danach nicht direkt in die knallende Sonne zu stellen. Wer den Gewächsen auf dem Balkon oder der Terrasse zusätzlich Schutz vor starkem Wind oder Sonne spenden will, kann deren Standort ändern. Pflanzenkübel an die Hauswand zu rücken, sei eine gute Idee. Bei einem unerwarteten Temperaturabfall könne man sie außerdem zusätzlich abdecken. Zeitung (wer denn eine erhält) zum Beispiel ist ein extrem guter Winterschutz.

Wer noch mehr auf dem Balkon machen will: Das Frühjahr ist die ideale Zeit, um eine Pflanze umzutopfen. Allgemein gilt außerdem, dass viele Gewächse nach den kälteren Jahreszeiten im Frühling einen erhöhten Wasserbedarf haben. Zu gut meinen sollte man es mit der Pflanzenpflege, speziell dem Gießen auf dem Balkon trotzdem nicht, denn die wenigsten Pflanzen vertragen Staunässe.

Für alle Rosentypen gilt: Ein starker Rückschnitt im Frühling bewirkt einen starken Neutrieb aus wenigen, langen, kräftigen Trieben; ein schwacher Rückschnitt führt zu einem schwachen Neutrieb aus zahlreichen kurzen Trieben. Der Trieb sollte etwa 5 mm über dem Auge leicht schräg und mit einer scharfen Schere abgeschnitten werden.

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Doch haben Ihre Gartenmöbel auch schon bessere Zeiten erlebt?
Mit den ersten Sonnenstrahlen im Frühling holen Garten- und Balkonbesitzer wieder Tische und Stühle ins Freie. Doch bevor man draußen relaxen kann, müssen die Gartenmöbel von Schmutz, Staub und Spinnweben befreit und wieder ins Freie gestellt werden.

Wie wäre es, das Frühjahr dieses Mal standesgemäß zu begrüßen: bunte Gießkannen in Froschform, hübsche Pflanztöpfe, Pflanztische, Sitzgruppen und schicke Fußmatten sowie Outdoor-Teppiche sind das beste Empfangskomitee für die Freiluft-Saison! Und während wir uns aufs erste Frühstück im Freien mit dem neuen Steingut-Geschirr und den Teakholz-Möbeln freuen, wachsen unsere selbstgezogenen Kräuter und Tomaten im stylischen Gewächshausschrank und die Vögel weihen ihr neues Bad ein. Was für ein vielversprechender Auftakt!

Nutzgarten & Gemüsegarten

Was den Nutzgarten angeht, kann im März und April das Gemüsebeet geräumt, das heißt, von vielleicht noch im Boden liegenden, altem Gemüse befreit werden. Frische Erde und Kompost geben dem Boden im Gemüsegarten neue Nährstoffe. Für den komprimierten Gemüsegarten auf dem Balkon kann es sogar ratsam sein, die Erde in Kästen und Kübeln jetzt einmal komplett auszuwechseln. Eine Pflanze holt sich das ganze Jahr über oft alle Nährstoffe aus der Erde. Je größer die Gefäße auf dem Balkon, umso länger hält die Erde.

Nicht jedes Gemüse verträgt die wechselhaften Wetterverhältnisse im Frühling, Zwiebeln etwa können bei extremen Regen schnell zu faulen anfangen. Das Problem besteht vor allen dann, wenn sie in Kästen oder Kübeln auf dem Balkon wachsen, denn dort kann sich die Nässe stauen. Abhilfe kann geschaffen werden, indem Töpfe und Co. mit dem Gemüse an die Häuserwand gerückt und eventuell etwas erhöht gestellt werden.

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Den Rasen nicht vergessen

Viele wünschen sich einen saftig grünen und kräftigen Rasen. Damit das grüne Wunder gesund bleibt, sollte es im Frühjahr gemäht, richtig gedüngt, nachgesät und vertikutiert werden. Der richtige Zeitpunkt dafür ist, wenn die Bodentemperatur etwa zehn Grad beträgt. Bei niedrigeren Temperaturen wächst Rasen nicht.

Rasen mähen: Der erste Schnitt

Der Rasenmäher sollte für den ersten Schnitt auf die niedrigste Stufe eingestellt werden, damit der Rasen möglichst kurz wird. Die Messer sollten scharf sein, damit der Rasen nicht abgerissen, sondern wirklich geschnitten wird. So erhält man einen guten Überblick über den Zustand der Rasenfläche und kann dann beispielsweise Moos an schattigen Stellen einfacher entfernen.

Moos entfernen

Für größere Bereiche eigenen sich Vertikutierer. Durch das Vertikutieren werden Moos und Mulch entfernt und der Boden belüftet, was den Rasen zum Wachstum anregt. Kleinere Flächen können meist gut von Hand oder mittels einer Harke vertikutiert werden.

Rasen an lichten Stellen neu aussäen

An lichten Stellen, wo sich der Rasen ausdünnt oder sich Trampelpfade andeuten sollte neu eingesät werden. Hierfür eigenen sich am besten die sogenannten Regel-Saatgut-Mischungen.

Rasen mit Kompost düngen

Mit einer dünnen Schicht aus fein gesiebtem Kompost kann die Bodenaktivität verbessert werden. Dieser natürliche Bodendünger schützt das neu ausgebrachte Saatgut vor Vögeln und regt das Bodenleben an. Wenn der Rasen besonders grün und dicht werden soll, ist zusätzlich etwas Dünger ratsam.

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Heimische Wildblumen – für Mensch und Insekten gleichermaßen attraktiv

„Blumenkinder“ wie Bienen, Hummeln und Schmetterlinge lassen sich durch geeignete Nahrungspflanzen in den eigenen Garten locken. Hummeln lieben z.B. Ackerrittersporn, Echter Eibisch, Frühlingsadonis und die große Fetthenne.

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Dies sind natürliche nur einige Gartentipps und Beispiele für Gartenarbeiten im Frühling, mit denen Sie den Garten schnell aus dem Winterschlaf. Wenn es draußen wärmer wird, wollen wir natürlich auch mehr Zeit draußen verbringen.