Ausbildungszentrum Schussental ist durchgestartet

Ausbildungszentrum Schussental ist durchgestartet
Das AZS Ausbildungszentrum Schussental hat nun in der Schwanenstraße 48 in Ravensburg seine Arbeit aufgenommen. Darüber freuen sich Nico Brombeis, Geschäftsführer der Franz Lohr GmbH, Anton Gresser, Ausbilder im AZS, Anton Buck, Prokurist der TWS sowie die beiden Ausbilder Martin Köller und Markus Schmid (v.l.). (Bild: TWS)
WOCHENBLATT
Redaktion

Fachpraxis in technischen Berufen hat eine neue Heimat – TWS und Firma Franz Lohr haben gemeinsam neues Angebot geschaffen

Ravensburg – Sie werden händeringend gesucht: Mechatroniker, Anlagenmechaniker, Elektroniker für Betriebstechnik. Junge Männer und Frauen, die sich für diese oder ähnliche Berufe entscheiden, haben eine spannende berufliche Zukunft vor sich. Dass die fachpraktische Ausbildung von Anfang an gelingt, dafür sorgen die TWS Netz GmbH und die Firma Franz Lohr.

Die beiden örtlichen Unternehmen haben gemeinsam die AZS Ausbildungszentrum Schussental GmbH gegründet, die nun in der Schwanenstraße 48 ihre Arbeit aufgenommen hat. „In den vergangenen Monaten haben wir mit Hochdruck an der gemeinsamen Ausbildungswerkstatt gearbeitet. Jetzt wird dort gemeinsam gelernt, geschraubt, gelötet und gelacht“, berichtet Helmut Hertle, Geschäftsführer der TWS Netz GmbH.

Gut 20 junge Menschen sind dort bereits mit fachpraktischem Arbeiten unter der Anleitung von erfahrenen Meistern beschäftigt. Insgesamt lernen Auszubildende von derzeit sieben Unternehmen aus der Region hier für die fachliche Praxis. Darüber freut sich Nico Brombeis, Geschäftsführer der Firma Lohr, besonders: „Mit dem AZS machen wir auch ganz bewusst anderen Firmen ein Angebot. Unser Ziel ist es die Ausbildungsqualität in den technischen Berufen stets auf hohem Niveau zu halten – die Dynamik dort ist immens hoch.“

Weiterer Ausbau läuft

Ob gleich im ersten Ausbildungsjahr oder im vierten quasi zum Üben für die Abschlussprüfung – im AZS finden die jungen Leute aktuell Anleitung und Rat von drei erfahrenen Meistern. Sitz des neuen Zentrums sind Räumlichkeiten bei der Firma Lohr. Ein Gebäude in der Schwanenstraße auf dem ehemaligen GAMO-Gelände wurde umgenutzt, die Einrichtung der Lehrwerkstatt stellt die TWS.

Besonders freut die Initiatoren, dass auch zwei Partnerunternehmen ihre Studierenden an der Dualen Hochschule Baden-Württemberg zum fachpraktischen Lernen ins AZS schicken. So wächst bei den angehenden Ingenieuren von Anfang an das Verständnis, was auf der Baustelle und im Betrieb auch handwerklich gefordert ist. „Das bringt später gerade bei komplexen Projekten Vorteile für die Organisation von Schnittstellen“, ist sich Nico Brombeis sicher.

Während im Erdgeschoss bereits reger Betrieb herrscht, biegen die Umbauarbeiten im Obergeschoss nun auf die Zielgerade ein. Dann stehen auch die kompletten geplanten Kapazitäten zur Verfügung, das AZS ist für insgesamt 800 – 900 Ausbildungswochen pro Jahr ausgelegt. Dieser Wert ist die Summe der Präsenzzeiten über alle Auszubildenden hinweg.

Attraktive Berufsfelder suchen Nachwuchs

Die Zukunft ist elektrisch und digital. Genau das bilden die elektrotechnischen Berufsfelder ab. Hier sind in den vergangenen Jahren Berufsbilder entstanden mit spezifischen Anforderungen unterschiedlicher Branchen. So werden Versorgungsnetze, Gebäude- und Anlagentechnik immer intelligenter. „Dazu braucht es engagierten und gut ausgebildeten Nachwuchs für innovative Lösungen, die uns in die Zukunft tragen“, unterstreicht Anton Buck, Prokurist der TWS. Er sieht in dem neu geschaffenen Ausbildungsangebot eine tolle Chance, mehr junge Leute für die technischen Berufe zu begeistern.

(Pressemitteilung: Technische Werke Schussental GmbH & Co. KG)