Auf der Kläranlage wird der nächste Meilenstein erreicht

Auf der Kläranlage wird der nächste Meilenstein erreicht
Der Umbau der Kläranlage schreitet weiter voran. (Bild: Stadt Konstanz)
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Redaktion

Konstanz – Der eiförmige Faulturm ist das – laut städtischer Mitteilung – von außen sichtbarste, weil höchste Gebäude auf dem Gelände der Konstanzer Kläranlage. Dieser wird bis 2023 durch zwei Neubauten ersetzt.

Um den Betrieb der Kläranlage während der Bauarbeiten aufrecht zu erhalten, wird – so die Stadt Konstanz weiter – zunächst der erste Faulturm errichtet und in Betrieb genommen, bevor anstelle des noch in Betrieb befindlichen Faulturms der zweite gebaut wird. Die Bauarbeiten hätten im Oktober 2020 begonnen und schreiten seitdem kontinuierlich voran.

Die Gründungspfähle für den ersten Faulturm wurden bis Ende vergangenen Jahres gesetzt – nun seien auch die weiteren Arbeiten im Untergrund erfolgreich abgeschlossen. Dazu zählten vor allem die Versorgungsschächte und Verbindungskanäle. Am 20. April sei ein weiterer Meilenstein auf der Baustelle erreicht worden: Die Betonierung der Bodenplatte des ersten neuen Faulturms.

Seit diesem Tag werde in die Höhe gebaut: Der Trichter im Inneren des Faulturms nehme Form an, während zeitgleich die tragenden Stützen und senkrechten Wände abschnittweise betoniert werden. Parallel wird das angeschlossene Technikgebäude als Stahlskelettbau errichtet. Da es sich bei dem Faulturm um einen Spezialbau handelt, werden die benötigten Schalungen von Fachfirmen speziell angefertigt und geliefert.

Trotz dieser komplexen Verfahren und Herausforderungen befänden sich die Arbeiten derzeit sowohl im Kostenrahmen als auch im Zeitplan. Was im Betrieb eines Faulturms passiert, sei weitgehend unsichtbar, aber unverzichtbar: Im Faulturm wird der Klärschlamm unter kontrollierten Bedingungen mineralisiert und dadurch in einen geruchsarmen Zustand versetzt.

Die dabei entstehenden Klär-Gase werden zur Energieproduktion genutzt. Der Faulturm mache also aus dem Energieverbraucher Kläranlage einen nachhaltigen Energieproduzenten. Neben Hintergründen zum Faulturm und der geplanten bauwerksintegrierten Photovoltaikanlage sei auf der Website der Entsorgungsbetriebe auch ein direkter Einblick auf die Baustelle möglich.