Asklepios Klinik Lindau stellt nicht dringende Behandlungen zurück und passt Besuchsregeln an

Asklepios Klinik Lindau stellt nicht dringende Behandlungen zurück und passt Besuchsregeln an
Die Asklepios Klinik Lindau das Besuchsrecht an. (Bild: picture alliance / CHROMORANGE | Christian Ohde)
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Redaktion

Lindau – Die Asklepios Klinik Lindau stellt angesichts der weiter steigenden Corona Fallzahlen soweit medizinisch vertretbar, planbare stationäre Behandlungen und Operationen zurück. Dies betrifft nur Operationen beziehungsweise stationäre Aufenthalte im Krankenhaus die nicht medizinisch dringend sind und sich ohne negative Auswirkungen für den betroffenen Patienten verschieben lassen.

„Unter Umständen von einer Terminverschiebung betroffene Patienten werden rechtzeitig von uns informiert, falls ein anderer Termin vereinbart werden muss. Nicht aufschiebbare Behandlungen werden weiterhin durchgeführt. Notfälle werden natürlich regulär rund um die Uhr behandelt. Auch ambulante Operationen finden weiterhin statt und Indikationssprechstunden können regulär vereinbart werden“, betont Boris Ebenthal, Geschäftsführer der Asklepios Klinik Lindau.

Ob sich eine geplante Operation verschieben lässt, oder ob diese medizinisch dringend ist, wird medizinisch sorgfältig abgewogen und von Fall zu Fall entschieden. Die Klinik folgt damit auch einer Anordnung des Ärztlichen Leiters Krankenhauskoordinierung ZRF Allgäu und der damit verbundenen Allgemeinverfügung, die für alle Kliniken im Landkreis gilt.  Vordefinierte und abgetrennte Bereiche zur Behandlung von Corona-Virus-(Verdachts-)Fällen, die aufgrund der Schwere ihrer Symptome eine stationäre Weiterbehandlung im Krankenhaus benötigen, sind eingerichtet.

Die meisten COVID Intensivpatienten sind ungeimpft

„Die überwiegende Zahl der Patienten die bisher wegen einer COVID-Erkrankung stationär, oder intensivmedizinisch behandelt werden musste, ist/war ungeimpft bzw. nicht vollständig geimpft.  Zudem beobachten wir, dass auch jüngere Menschen ohne Impfschutz ein reales Risiko haben, sehr schwer zu erkranken, betont der Ärztliche Direktor Dr. med. Fabian Heuser. Lag der Median der hospitalisierten COVID-Patienten in der zweiten Corona Welle bundesweit noch bei 77 Jahren, liegt er nun bei 48 Jahren.

Die lokalen Erfahrungswerte decken sich dabei auch mit aktuellen Erhebungen des Robert Koch-Instituts (RKI). Laut RKI sind 87 Prozent der Patienten in der Altersgruppe zwischen 18-59 Jahren die wegen einer Corona Infektion in Deutschland auf einer Intensivstation versorgt werden müssen, nicht vollständig oder gar nicht geimpft.

„Lassen Sie sich Impfen und nehmen Sie auch die Angebote der Booster-Impfung wahr. Ein vollständiger Impfschutz bietet einen hohen Schutz insbesondere vor schweren COVID-Verläufen. Es ist es entscheidend, dass die Impfbereitschaft in der Öffentlichkeit erhöht wird, da es nur so gelingen wird, die Pandemie einzudämmen“, betont die Klinikleitung bestehend aus Geschäftsführer Boris Ebenthal, dem Ärztlichen Direktor Dr. med. Fabian Heuser und Richard Hockl (Pflegedienstleitung).

Zwar mussten bislang zwar vereinzelt auch COVID-Patienten mit vollständigem Impfschutz (inkl. 15 Tage) in den Kliniken im Landkreis und der Region stationär versorgt werden. COVID-Impfdurchbrüche bei vollständig geimpften Patienten mit schweren Verläufen sind aber weiterhin weniger häufig und betreffen vor allem Patienten, deren Immunsystem etwa durch eine Chemotherapie oder eine dauerhafte Kortisonbehandlung geschwächt ist, oder die älter als 70 Jahre sind.  „Diese Gruppen müssen wir mit der Booster-Impfung nochmal stärker schützen“, so die Klinikleitung weiter.

Ärzte warnen: Dringende Behandlungen nicht aufschieben

Die Ärzte der Klinik warnen zudem davor, dass Patienten mit schweren oder sogar lebensbedrohlichen Erkrankungen aus Angst vor einer Corona-Infektion dringend notwendige Klinikbehandlungen vermeiden. In dringenden Fällen, das heißt natürlich auch bei entsprechenden Schmerzen sollte man daher auch in Zeiten der Covid-19 Pandemie keine Zeit verlieren und bei entsprechenden Beschwerden, unverzüglich einen Arzt kontaktieren. Zudem sollten auch andere dringende Behandlungen nicht aufgeschoben werden.

Verschärfung der Besuchsregeln auf 2G Plus

Zudem passt die Asklepios Klinik Lindau das Besuchsrecht an. Besucher:innen die einen Patient:in besuchen, müssen einen 2G Plus Nachweis erbringen, also vollständig geimpft (mit Impfnachweis) oder genesen (mit ärztlicher Bescheinigung) sein und zusätzlich einen negativen Test mitbringen (Antigen Test nicht älter als 24h oder PCR Test nicht älter als 48h). Außerdem ist während des Aufenthalts eine FFP-2 Maske zu tragen. Es gilt weiterhin: 1 Besucher pro Patient für maximal 1 Stunde pro Tag. Besuche nur im Zeitraum der Besuchszeiten 14:00-17:30 Uhr (Mo-So).

Alternative Besuchszeiten gelten nur in besonderen Situationen, die in der Corona-Schutzverordnung genannt sind, wie bei Geburten oder wenn Patienten:innen besucht werden, die sich im Sterbeprozess befinden sowie Eltern Minderjähriger und amtliche Betreuungspersonen.  Die Registrierung für alle Besucher ist vor Ort ist über die LUCA-App oder über ein Formular möglich.

Der Zugang erfolgt ausschließlich über den Haupteingang. Dies dient der Sicherheit der Patienten, anderer Besucher sowie der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in unserer Klinik. Es ist wichtig, dass unsere Patienten weiterhin Besuch bekommen können. Daher haben wir uns, um ein Besuchsverbot zu vermeiden, für die 2G Plus-Regel entschieden“, betont Geschäftsführer Boris Ebenthal.

(Pressemitteilung: Asklepios Klinik Lindau)