Arbeitsmarkt: Weniger Menschen im Südwesten ohne Job

Arbeitsmarkt: Weniger Menschen im Südwesten ohne Job
Das Logo der Agentur für Arbeit. (Bild: Sebastian Gollnow/dpa/Symbolbild)
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Redaktion

Der Aufwärtstrend auf dem Arbeitsmarkt im Südwesten setzt sich fort. Einschneidende Folgen der Pandemie werden überwunden. Doch der Ukraine-Krieg löst neue Unsicherheit aus.

Stuttgart (dpa/lsw) – Die Zahl der Arbeitslosen im Südwesten ist im März weiter zurückgegangen. Gemeldet waren annähernd 212.900 Menschen und damit rund 6000 weniger als im Vormonat, wie die Regionaldirektion der Arbeitsagentur am Donnerstag mitteilte.

Die Arbeitslosenquote sank im Vormonatsvergleich um 0,1 Punkte auf 3,4 Prozent. Im März 2021 hatte sie 4,3 Prozent betragen. Die Zahl der Betriebe mit Kurzarbeit sank im Vormonatsvergleich.

Im Vergleich zum Vorjahresmonat, als die Wirtschaft vom zweiten Corona-Lockdown betroffen war, sei die Nachfrage nach Arbeitskräften überall gestiegen, resümierte die Arbeitsagentur. «Der Normalisierungskurs nach Corona setzt sich fort», sagte der regionale Arbeitsagenturchef Christian Rauch.

Die Zahlen zeigen der Agentur zufolge noch keine Auswirkung des Ukraine-Kriegs. «Da bleibt es abzuwarten», sagte Rauch. Es gehe zunächst darum, Flüchtlingen Sicherheit und Obdach zu gewähren. Falls die Menschen bereit seien zu arbeiten, stehe die Bundesagentur bereit.

Der Arbeitsmarkt sei trotz Krisen erfolgreich in den Frühling gestartet, teilte Wirtschaftsministerin Nicole Hoffmeister-Kraut (CDU) mit. «Auch für Geflüchtete, die Arbeit suchen, bietet der Arbeitsmarkt gute Perspektiven», sagte die Ressortchefin mit Blick auf den Ukraine-Krieg und dessen Folgen für die Menschen. «Die Nachfrage nach Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern ist groß.»

Der Dachverband Unternehmer Baden-Württemberg (UBW) warnte vor steigenden Energie- und Rohstoffkosten und Lieferkettenproblemen der Wirtschaft. Um Kurzarbeit effektiv einzusetzen, müssten auch künftig die Sozialabgaben erstattet werden, forderten Peer-Michael Dick und Wolfgang Wolf, die beiden Hauptgeschäftsführer des Verbands.