AOK Bodensee-Oberschwaben stellt Gesundheitsbericht vor

AOK Bodensee-Oberschwaben stellt Gesundheitsbericht vor
Laut AOK-Gesundheitsbericht steigt ab 30 Jahren der Krankenstand kontinuierlich an und erreicht in der Altersgruppe der 60- bis 64-Jährigen seinen Höchststand. (Bild: Pixabay)
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Redaktion

Region (pr/le) –  Der Krankenstand bei der AOK – Die Gesundheitskasse Bodensee-Oberschwaben ist im Vergleich zum Vorjahr um 0,1 Prozent auf 4,9 Prozent gestiegen. Mit 5,0 Prozent lag der Krankenstand im Landkreis Sigmaringen in der Region am höchsten. Darauf folgen der Landkreis Ravensburg mit 4,9 Prozent und der Bodenseekreis mit 4,6 Prozent. Alle Werte liegen unter dem bundesweiten Krankenstand von 5,4 Prozent.

17,8 Arbeitsunfähige Tage pro Versicherter

Die Analysen basieren auf den Daten der bei der AOK versicherten Arbeitnehmer. Die Branche Gesundheits- und Sozialwesen hatte mit 5,6 Prozent den höchsten Krankenstand. Der niedrigste Wert war im Wirtschaftszweig Banken/Versicherungen mit 2,6 Prozent festzustellen. Pro Mitglied verzeichnete die AOK Bodensee-Oberschwaben im Schnitt 17,8 Arbeitsunfähigkeitstage und damit 0,6 Prozent mehr als 2020.

Deutlich kürzer krankgeschrieben als im Vorjahr

Mit 51,2 Prozent war im Jahr 2021 etwa die Hälfte der AOK-Versicherten in Bodensee-Oberschwaben mindestens einmal krankgeschrieben. Auf 100 AOK-Versicherte in Bodensee-Oberschwaben kamen 147,5 Arbeitsunfähigkeitsmeldungen. Die Zahl der Krankschreibungen überschritt damit den Vorjahreswert um 2,4 Prozent. Die durchschnittliche Krankheitsdauer pro Fall dagegen fiel um 2,4 Prozent auf 12 Kalendertage. „Es haben sich zwar mehr Versicherte krankgemeldet, dafür waren sie aber durchschnittlich kürzer krankgeschrieben als im Vorjahr“, erklärt Markus Packmohr, Geschäftsführer der AOK Bodensee-Oberschwaben. Der Anteil der AU-Fälle mit einer Dauer von mehr als sechs Wochen betrug 4,1 Prozent. Diese Langzeiterkrankungen verursachten 44 Prozent aller AU-Tage.

Anführer der Statistik:  Muskel-Skelett-Erkrankungen

Atemwegserkrankungen waren mit 17,8 Prozent der häufigste Grund für Krankmeldungen, gefolgt von Muskel- und Skeletterkrankungen mit 15,8 Prozent, Verletzungen mit 8,8 Prozent und Erkrankungen des Verdauungssystems mit 6,4 Prozent. Bezogen auf die meisten Fehltage führen die Muskel-Skelett-Erkrankungen mit 21,7 Prozent die Statistik an. Es folgen psychische Beschwerden mit 10,7 Prozent, Verletzungen mit 10,5 Prozent und Atemwegserkrankungen mit 9,8 Prozent.

Im November und Dezember mehr Kranke

Laut AOK-Gesundheitsbericht steigt ab 30 Jahren der Krankenstand kontinuierlich an und erreicht in der Altersgruppe der 60- bis 64-Jährigen seinen Höchststand. Anders als 2020 waren 2021 die meisten Menschen nicht im März, sondern im November (6,2 Prozent) und Dezember krankgeschrieben (5,9 Prozent).

(Pressemitteilung: AOK/Presse)