Antisemitismusbeauftragter der Bundesregierung kommt nach Ravensburg

Antisemitismusbeauftragter der Bundesregierung kommt nach Ravensburg
Der Bundestagsabgeordnete Axel Müller. (Bild: Tobias Koch)
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Redaktion

Berlin/Ravensburg – „Wenngleich der russische Angriffskrieg gegen die Ukraine uns stark beschäftigt, muss die Bekämpfung von Antisemitismus auf der Agenda bleiben. Im vergangenen Jahr konnte jüdisches Leben in Deutschland auf eine 1700-jährige Geschichte zurückblicken und auch das Schussental beteiligte sich mit Veranstaltungen am bundesweiten Themenjahr, das pandemiebedingt bis 31. Juli 2022 verlängert wurde.

Gerade auch die Corona-Krise, während der sich die antisemitischen Inhalte im Netz vervielfacht haben, hat verdeutlicht, wie wichtig die Aufgabe ist, die Menschen für den Kampf gegen Antisemitismus weiterhin zu sensibilisieren. Daher freue ich mich, dass der Antisemitismusbeauftragte der Bundesregierung meine Einladung in den Wahlkreis Ravensburg angenommen hat“, so der direkt gewählte CDU-Abgeordnete Axel Müller.

Im Rahmen des Besuchs von Dr. Felix Klein wird es am Dienstag, 19. Juli 2022, eine Neuauflage der Stadtführung „Auf Spurensuche nach jüdischem Leben in Ravensburg“ mit Christophe Freund geben. Der Rundgang durch die Ravensburger Altstadt beginnt um 16 Uhr am Museum Humpis-Quartier und führt zu Orten jüdischen Lebens vom Mittelalter bis ins 20. Jahrhundert.

„An dieser exklusiven Führung mit dem Antisemitismusbeauftragten der Bundesregierung können gerne auch interessierte Bürgerinnen und Bürger nach vorheriger Anmeldung teilnehmen“, teilt Axel Müller mit.

Ort und Zeit

Die Führung findet am Dienstag, 19. Juli 2022 von 16:00 Uhr bis 18:00 Uhr statt. Treffpunkt ist am Museum Humpis-Quartier, Marktstraße 45 in 88212 Ravensburg.

Hinweise zur Anmeldung

Da die Teilnehmerzahl begrenzt ist, ist eine Anmeldung zwingend erforderlich. Interessierte Bürgerinnen und Bürger sowie Medienvertreter können sich per E-Mail an axel.mueller@bundestag.de anmelden. Die Teilnahmebestätigung wird dann ebenfalls per  E-Mail versendet. Aus organisatorischen Gründen wird um eine Anmeldung bis spätestens Dienstag, 12. Juli 2022 gebeten.

Kurz-Vita Dr. Felix Klein

Dr. Felix Klein, geboren 1968 in Darmstadt, ist seit Mai 2018 Beauftragter der Bundesregierung für jüdisches Leben in Deutsch-land und den Kampf gegen Antisemitismus. Er studierte Rechtswissenschaften an der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg und an der Freien Universität Berlin. Im Anschluss daran absolvierte er ein Masterstudium an der London School of Economics, das er mit einem Master of Public International Law (LL.M.) abschloss.

Von 1994 bis 1996 absolvierte er die Ausbildung für den höheren Auswärtigen Dienst. 2001 promovierte er an der Universität St. Gallen. Seine diplomatische Karriere begann als Länderreferent für Südamerika, es folgten mehrere Auslandsstationen. Von 2007 bis 2018 war er in mehreren Funktionen in der Berliner Zentrale des Auswärtigen Amtes tätig, zuletzt als Sonderbeauftragter für Beziehungen zu jüdischen Organisationen und Antisemitismus-fragen. Privat interessiert sich Dr. Felix Klein sehr für klassische Musik.

Seit seiner Kindheit ist er als Geiger aktiv und spielte in zahlreichen Kammermusikensembles und Orchestern mit, unter anderem im Akademischen Orchester Freiburg sowie dem RIAS-Jugendorchester. Derzeit ist er Mitglied des „Diplomatischen Streichquartetts Berlin“, das sich vor allem den Werken jüdischer Komponisten widmet. In seiner Freizeit besucht er oft Konzerte und Theateraufführungen oder unternimmt Wanderungen und Fahrradtouren. Er ist verheiratet und Vater von drei Töchtern.

(Pressemitteilung: Axel Müller, Mitglied des Deutschen Bundestages)