Anerkannt sauber: Rolls-Royce erhält EPA-TIER-4-ZERTIFIKAT für mtu-Schiffsantriebssysteme

Anerkannt sauber: Rolls-Royce erhält EPA-TIER-4-ZERTIFIKAT für mtu-Schiffsantriebssysteme
Die Reederei WETA betreibt in der Bucht von San Francisco bereits drei Hochgeschwindigkeitsfähren mit den neuen mtu-Antriebssystemen und testet dabei unter anderem ihr Emissionsverhalten. Der 34 Knoten schnelle Aluminium-Katamaran Pyxis, der 2019 in Betrieb genommen wurde, war die erste Passagierfähre in den USA mit EPA-Tier-4-konformen Motoren. (Bild: Rolls-Royce Power Systems AG)
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Redaktion

Friedrichshafen – Rolls-Royce hat die EPA-Tier-4-Zertifizierung für seine mtu-Antriebssysteme auf Basis der 16-Zylinder-Diesel-Motoren der Baureihe 4000 M65L erhalten. „Damit haben wir mit unseren Motoren für Yachten und kommerzielle Schiffe die Königsklasse der Emissionsvorschriften erreicht. Ich freue mich, dass wir unseren Kunden ab sofort diese sauberen und starken Antriebspakete anbieten können “, freut sich Denise Kurtulus, Leiterin des Marine-Geschäfts beim Rolls-Royce-Geschäftsbereich Power Systems.

Die amerikanischen EPA-Tier-4-Regularien gelten als strengste Abgasnorm für die Schifffahrt, die vom Antriebssystem über seinen gesamten Lebenszyklus hinweg sehr geringe Partikel- und Stickoxid-Emissionen verlangen. Rolls-Royce arbeitet an der EPA-Tier-4-Zulassung weiterer Zylindervarianten des Antriebssystems der mtu-Baureihe 4000 und bringt diese nach und nach auf den Markt. Bereits seit 2018 bietet Rolls-Royce die Antriebssysteme der Motorenbaureihe 4000 mit dem internationalen IMO-III-Zertifikat an, das den Betrieb auch in besonderen Emissionsüberwachungsgebieten (nordamerikanische Küste, Karibik, Nord- und Ostsee) ermöglicht.

mtu-Antriebssystem erfolgreich bei 10.000 Betriebsstunden in Fähren und Schleppern getestet

Rolls-Royce hat in den vergangenen Jahren das mtu-Antriebssystem, das die Motoren und die SCR-Abgasnachbehandlung umfasst, bei Prüfstandläufen und rund 10.000 Betriebsstunden lang in Fähren und Schleppern der US-Reedereien WETA (Water Emergency Transportation Authority) und Foss Maritime erfolgreich getestet. „Dank der großartigen Zusammenarbeit mit unseren Kunden konnten wir die notwendigen Daten sammeln, um diesen Meilenstein zu erreichen. Alle bisherigen Fahrten mit den insgesamt zehn mtu-Antriebssystemen verliefen zufriedenstellend. Die Kunden können sich auf unsere Motoren verlassen“, erklärt Christof von Bank, der bei Rolls-Royce verantwortlich für den Marine-Vertrieb in den USA ist.

EPA-Tier-4-zertifiziert: mtu-Motoren 16V 4000M65L mit SCR-System. Durch Weiterentwicklungen reduzierte Rolls-Royce die Stickoxid-Emissionen gegenüber den Anforderungen von IMO II um 75 Prozent und die Partikel-Emissionen gegenüber EPA 3 um 65 Prozent. Ein zusätzlicher Dieselpartikelfilter wird nicht benötigt. Der Kraftstoffverbrauch konnte im Vergleich zur vorherigen Motorengeneration reduziert werden (auf bis zu 190g/kWh) und somit auch der CO-2-Ausstoß. Für den Einsatz in schweren Arbeitsschiffen steigerte Rolls-Royce die Motorenleistung auf bis zu 160 Kilowatt pro Zylinder. (Bild: Rolls-Royce Power Systems AG)

CO2-und Schadstoff-Ausstoß, Leistung und Kraftstoffverbrauch der Motoren verbessert

Durch Weiterentwicklungen bei der Aufladung, beim Verbrennungsprozess und der Einspritzung der Motoren in Kombination mit dem neuen mtu-SCR-Abgasnachbehandlungssystem reduzierte Rolls-Royce die Stickoxid-Emissionen gegenüber den Anforderungen von IMO II um 75 Prozent und die Partikel-Emissionen gegenüber EPA 3 um 65 Prozent. Ein zusätzlicher Dieselpartikelfilter wird nicht benötigt. Der Kraftstoffverbrauch konnte im Vergleich zur vorherigen Motorengeneration reduziert werden (auf bis zu 190g/kWh) und somit auch der CO-2-Ausstoß. Für den Einsatz in schweren Arbeitsschiffen steigerte Rolls-Royce die Motorenleistung auf bis zu 160 Kilowatt pro Zylinder.

An der US-Westküste treiben mtu-Motoren erste EPA-Tier-4-konforme Fähren in den USA an

Die Reederei WETA betreibt in der Bucht von San Francisco bereits drei Hochgeschwindigkeitsfähren mit den neuen mtu-Antriebssystemen und testet dabei unter anderem ihr Emissionsverhalten. Der 34 Knoten schnelle Aluminium-Katamaran Pyxis, der 2019 in Betrieb genommen wurde, war die erste Passagierfähre in den Vereinigten Staaten mit EPA-Tier-4-konformen Motoren. Die größte Schlepp-Reederei an der US-Westküste, Foss Maritime, hat bereits drei von vier neuen Schleppern mit EPA-Tier-4-konformen mtu-Antriebssystemen in Betrieb genommen. Sie werden in Los Angeles/Long Beach und in der Bucht von San Francisco mit ihrem 82 Tonnen Pfahlzug die größten Tanker und Containerschiffe eskortieren, die die Häfen an der US-Westküste anlaufen. 

Die größte Schlepp-Reederei an der US-Westküste, Foss Maritime, hat bereits drei von vier neuen Schleppern mit EPA-Tier-4-konformen mtu-Antriebssystemen in Betrieb genommen. Sie werden in Los Angeles/Long Beach und in der Bucht von San Francisco mit ihrem 82 Tonnen Pfahlzug die größten Tanker und Containerschiffe eskortieren, die die Häfen an der US-Westküste anlaufen. (Bild: Rolls-Royce Power Systems AG)

(Quelle: Rolls-Royce Power Systems AG)