Am Laupheimer Südsee sind die Esel los

Am Laupheimer Südsee sind die Esel los
Die vierbeinigen Landschaftspfleger kommen auch in diesem Jahr wieder am Südsee zum Einsatz. (Bild: Pixabay)
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Redaktion

Bereits im vergangenen Herbst und Frühjahr wurde das südliche Ufer des Südsees zeitweise von einer Herde Esel als vierbeinige Landschaftspfleger eingenommen. Diese haben so gute Arbeit geleistet, dass sie nun wieder zum Einsatz kommen.

Die Esel sind Teil eines Gesamtprojektes zur Biotopaufwertung am Südsee. Während andere Weidetiere saftiges, frisches Gras und Klee bevorzugen, sind Esel mit Kräutern oder faserigem Gras bereits zufrieden. Auch Disteln, Äste und Zweige von Bäumen und Büschen gehören auf den Speiseplan der Esel. Dies ist gerade für die Pflege von verbuschten Flächen ideal. Denn anstatt die Büsche und Baumtriebe aufwendig zu roden, fressen die Esel diese einfach weg.

Die Eselbeweidung eignet sich darüber hinaus ideal zum Abmagern von Flächen. Die meisten Grünflächen sind zu nährstoffreich, der Dung der Esel liefert dagegen keine Nährstoffe. Die Esel bewahren so Lebensraum mit kiesigen Rohböden, strukturreichen Uferlinien mit Flachwasserzonen und Kleingewässer. Diese sind wichtig für den Schutz von hochspezialisierten Tier- und Pflanzenarten. Wer sich ein Bild davon machen möchte, wie dieser Lebensraum einmal aussehen soll, findet auf dem Rundweg am süd- östlichen Ufer Sichtschutzwände, die den Blick auf ein kiesiges Ufer bieten. Diese Fläche wird vom Natur- und Vogelschutzverein Obersulmetingen betreut.

Die Vierbeiner dürfen gern und oft besucht werden. Dennoch ist zu beachten dass die Esel keine zahmen Streicheltiere sind und auf Schwäbisch gesagt „en oigena Grendt hent“. Es ist ebenfalls auf den elektrischen Stromzaun zu achten. Das Füttern der Esel ist ausdrücklich verboten. Besondere Vorsicht sollten Hundebesitzer walten lassen. Die Hunde sind an der Leine zu führen und dürfen nicht auf die Weide gelangen. Esel sind nicht nur tolle Rasenmäher, sondern auch sehr wehrhaft. Ein Esel unterscheidet dabei nicht zwischen Fuchs und Hund.

Die Stadtverwaltung bittet dies zum Wohlergehen aller Lebewesen einzuhalten und die Natur vor Ort zu respektieren.

(Pressemitteilung: Stadt Laupheim)