Ab 22. November: Der Besuch beim Tierarzt wird teurer

Ab 22. November: Der Besuch beim Tierarzt wird teurer
Der Besuch beim Tierarzt wird ab 22. November teurer. (Bild: picture alliance / dpa-tmn | Karo Kraemer)
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Redaktion

In knapp vier Wochen ist es so weit. Wer mit seinem Bello, Mieze oder Hamster zum Tierarzt geht, muss mehr bezahlen, oder in ganz seltenen Fällen sogar weniger. Ab dem 22. November tritt die neue Gebührenordnung für Tierärzte (GOT) in Kraft.

Dr. Tina Hölscher, Tierärztin von aktion tier e.V., erklärt, was sich ändert: „Für die meisten Behandlungen fallen jetzt höhere Gebühren an. Außerdem sind neue Posten dabei, die den aktuellen Stand der Behandlungsmethoden widerspiegeln“. Kaum zu glauben, aber wahr: Einige wenige Gebühren verringern sich sogar. Dabei handelt es sich allerdings nur um einen minimalen Bruchteil der gesamten Verordnung.

„Tierhalter sind immer wieder geschockt, was sie beim Tierarzt für die Behandlung bezahlen müssen“, berichtet die Veterinärin aus der Praxis. Die Tierärzte müssen sich jedoch an die Gebührenordnung halten und dürfen diese nicht einfach unterschreiten, selbst wenn sie das in bestimmten Fällen tun wollten.

Es gibt Tierkrankenversicherungen

„Menschen, die damit liebäugeln, sich ein Tier zuzulegen, müssen sich unbedingt auch die Tierarztkosten vor Augen halten“, warnt Frau Dr. Hölscher. „Bis eine junge, weiblich Katze tierärztlich mit allem versorgt ist, was sie braucht, um inklusive Kastration gut versorgt ins Leben zu starten, muss der Tierhalter schon mal mit mindestens 350 € rechnen“, nennt die Tierärztin nur ein Beispiel. Hier mit Scheuklappen an die Kalkulation der Kosten heranzugehen, ist naiv. Wenn das Geld für die Behandlung im Ernstfall nicht reicht, ist das Drama groß!

„Um Spitzen abzufangen, kann der Abschluss einer Tierkrankenversicherung eine Lösung sein“, zeigt Dr. Hölscher einen möglichen Weg aus dem Dilemma auf. Doch auch für die Beiträge zur Versicherung muss das nötige Geld erst einmal vorhanden sein.

(Quelle: aktion tier)