50 Jahre Mord und Totschlag sowie jede Menge Spannung

50 Jahre Mord und Totschlag sowie jede Menge Spannung
Nicht nur die Titelmelodie, sondern auch das Fadenkreuz begeistert die Tatort-Fans. (Symbolbild: Mona / pixabay)

Aulendorf (tmy) – Entweder man liebt ihn oder man mag ihn eben nicht: den „Tatort“ im Ersten. Beinahe jeden Sonntag ist Deutschland in zwei Lager gespalten, wenn es darum geht, sich am Fernsehgerät für einen Kanal zu entscheiden – und das bereits seit (fast) 50 Jahren. Am Sonntag, 29. November, ab 20.15 Uhr, zeigt die ARD Teil eins ihrer Jubiläumsausgabe.

Denn am 29. November 1970 flimmerte die Krimireihe, die sich über die Jahre zum echten Kult-Programm entwickelte, erstmals über die TV-Bildschirme in den deutschen Wohnzimmern und begeistert heute mitunter ein Millionenpublikum. Erst recht der „Tatort Münster“ setzt in schönster Regelmäßigkeit (neue) Maßstäbe bei der Quotenermittlung.

Ja, auch ich mag ihn, diesen Tatort mit Axel Prahl, Jan-Josef Liefers und ChrisTine Urspruch in den Hauptrollen – und das erst recht, wegen der mitunter witzigen Sprüche und bissigen Kommentare der Protagonisten. Aber auch andere „Tatorte“ haben es mir angetan, wie beispielsweise die aus München oder Stuttgart, weil man zu beiden Städten private und berufliche Beziehungen pflegt und „nur“ einschaltet, um zu sehen, wo genau gedreht wurde.

Dass eigentlich jeder Ermittler oder jedes Ermittler-Team darüber hinaus mit besonderen Fahrzeugen zwischen Revier und Tatort oder zu Befragungen unterwegs ist, fasziniert ebenso wie diverse Kleidungsstücke oder Charakterzüge, die so manchen Kommissar oder manche Kommissarin in ihren Rollen zudem den nötigen Tick spezieller und geheimnisvoller machen.

Und dennoch gebe ich zu, dass ich nicht jede Episode schaue oder meinen Sonntag komplett danach ausrichte. Aber ich kenne genug Freunde und Bekannte, die sonntags am Abend eigentlich nie Zeit haben oder ihren Restaurantbesuch – wenn nicht gerade Corona-bedingt geschlossen ist – so planen, dass sie ja rechtzeitig um 20.15 Uhr Zuhause einschalten. Das ist bei mir ganz anders und ich finde sowas, um „Schimanski“ mal zu zitieren, ziemlich „Sch…!“.

Wie schaut’s bei Ihnen aus? Schauen Sie gerne und verpassen keinen „Tatort“ oder schauen Sie gar nicht beziehungsweise lieber andere Dinge? Schreiben Sie uns Ihre Meinung gerne an t.schlichte@wochenblatt-news.de