300 Kindergartenplätze benötigt – Projekte beim Torhaus Thiergarten und in der Brunnenstraße

300 Kindergartenplätze benötigt – Projekte beim Torhaus Thiergarten und in der Brunnenstraße
Nachhaltig und modern: Für die KiTa Brunnenstraße sieht der Fachbereich einen Neubau aus heimischem Holz vor. (Bild: Stadt Tuttlingen)
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Redaktion

Tuttlingen – Tuttlingen benötigt 300 weitere Kindergartenplätze. Geschaffen werden soll zumindest ein Teil davon zunächst in der Brunnenstraße und beim Torhaus Thiergarten. Über die weitere Entwicklung Hinter Aspen wird noch weiter diskutiert.

Steigende Geburtenzahlen und weiterhin viele Zuzüge – diese beiden Faktoren sorgen dafür, dass Tuttlingen auch künftig zusätzliche Kindergartenplätze benötigt. Rund  300 werden es in den kommenden Jahren sein. Tuttlingen wird daher mehrere Kindergärten anbauen, neu- oder umbauen müssen. „Auch wenn solche Prognosen immer schwierig sind –  wir werden auf jeden Fall deutlich mehr Plätze benötigen“, so Kindergarten-Abteilungsleiterin Mandy Hamma.

In der Sitzung des Verwaltungs- und Finanzausschusses am Montag wurden erste Projekte vorgestellt. Einig waren sich die Rät*innen bei den von der Verwaltung vorgeschlagenen Lösungen für die Brunnenstraße und das Torhaus, bei den künftigen Perspektiven für Hinter Aspen hingegen gab es – wie bereits am Donnerstag im Technischen Ausschuss – noch Diskussionsbedarf.

Konkret geht es um folgende Ideen:

  • In der Brunnenstraße soll der bestehende zweigruppige Kindergarten durch einen angrenzenden Neubau für fünf Gruppen ersetzt werden. Hier hat der Fachbereich Hochbau bereits in eigener Regie einen ersten Plan ausgearbeitet. Er sieht einen zweistöckigen Neubau vor, der im Erdgeschoss auch noch Platz für ein Familienzentrum mit sozialen Angeboten und Beratungen bietet. Angedacht ist, den Neubau aus Holz, idealerweise aus Tuttlinger Wäldern, zu bauen.
  • Einigkeit herrscht auch über die weitere Entwicklung am Torhaus: Hier gibt es bereits einen dreigruppigen Kindergarten, von Beginn an wurde das von der Wohnbau errichtete Gebäude so geplant, dass der Kindergarten erweitert werden kann. Dies soll jetzt geschehen – drei zusätzliche Gruppen sollen hier entstehen.
  • Erweitert werden soll auch der Kindergarten Hinter Aspen. Und hier gibt es drei Möglichkeiten – eine Aufstockung des bisherigen dreigruppigen Kindergartens, so dass fünf Gruppen Platz finden, ein Abriss und Neubau auf dem selben Grundstück – oder ein kompletter Neubau direkt neben der Grundschule Holderstöckle.

Die Verwaltung schlägt letztere Variante vor. „Wir sehen hier mehrere Vorteile“, so Hochbau-Fachbereichsleiter Stefan Hermann. Zum einen könnte auf dem bisherigen Grundstück Hinter Aspen nicht das volle Raumprogramm umgesetzt werden, zum anderen könnte man im Holderstöckle einige Räume mit der Grundschule gemeinsam nutzen – zum Beispiel den Küchen-, Sport- und Essbereich. Abgesehen davon sei diese Lösung die günstigste, weil hier keine Zwischenlösung für die Bauphase nötig sei. „Hier sparen wir 200 000 bis 300 000 Euro“, so Hermann.

Unter den Gemeinderäten war diese Lösung dennoch umstritten – vor allem sahen viele ein Problem für die Familien aus der dortigen Umgebung, wenn der Standort Hinter Aspen komplett aufgegeben werde. Die weitere Entwicklung dieses Kindergartens soll daher noch einmal grundlegend diskutiert werden.

(Pressemitteilung: Stadt Tuttlingen)